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Trautes Heim, ganz alleinSo lernt ein Hund, allein zu bleiben

01.07.2026, 12:22 Uhr
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Sollte während der eigenen Abwesenheit mal ein Malheur passieren oder das Kissen explodiert sein, gilt: niemals bestrafen! (Foto: IMAGO / Shotshop)

Die Tasche ist gepackt, der Schlüssel klappert – und schon blickt ein trauriges Paar Hundeaugen den Besitzer an. Damit das Verlassen der Wohnung nicht zum Drama wird, braucht es das richtige Training und Geduld.

"Einsamkeit ist in einem Hundeleben eigentlich nicht vorgesehen", betont DOGS Partnerin Bettina Normann (Martin Rütter DOGS Gladbeck/Bottrop) gegenüber der Zeitschrift "Mein Hund und Ich". Als Rudeltiere wollen die treuen Begleiter von Natur aus am liebsten rund um die Uhr nah bei ihren Menschen sein. Doch der Alltag fordert Ausnahmen: Ob Einkauf, Arzttermin oder Kinobesuch – jeder Hund muss lernen, mal ein paar Stunden ohne die zweibeinigen Bezugspersonen auszukommen. Mit der richtigen Herangehensweise und Einfühlungsvermögen kann jeder Vierbeiner lernen, die sturmfreie Bude als entspannte Ruhezeit zu nutzen.

Früh übt sich – aber ohne Druck

Idealerweise beginnt das Training bereits im Welpenalter. Laut Martin Rütters DOGS-Partnerin Bettina Normann kann schon ein kurzer Gang ins Badezimmer mit geschlossener Tür die erste Übung sein. Wichtig ist, dass der Welpe nur wenige Sekunden allein bleibt und die Zeit langsam gesteigert wird.

Später können daraus kurze Wege vor die Haustür werden. Erst wenn der Hund entspannt bleibt, wird die Dauer schrittweise verlängert. Wer zu schnell vorgeht, riskiert Rückschritte.

Das Verhalten beobachten – statt nur vermuten

Gerade am Anfang stellt sich vielen Hundebesitzern die gleiche Frage: Bleibt der Hund wirklich entspannt oder beginnt er zu bellen, zu fiepen oder unruhig durch die Wohnung zu laufen, sobald die Tür ins Schloss fällt? Genau deshalb empfehlen viele Hundetrainer, das Verhalten während des Trainings im Blick zu behalten.

Praktisch sind dafür Indoor-Kameras, die live aufs Smartphone übertragen. So lässt sich objektiv beurteilen, ob der Hund ruhig schläft oder ob die Trainingsschritte noch zu groß sind. Eine interessante Lösung ist beispielsweise die Eufy Indoor Cam C220 im Zweier-Set. Die Kameras sollen gestochen scharfe 2K-Aufnahmen liefern, lassen sich um 360 Grad schwenken und verfolgen Bewegungen automatisch. Dank Nachtsicht, Zwei-Wege-Audio und App-Steuerung ist jederzeit erkennbar, wie sich der Hund verhält – ohne die Wohnung betreten zu müssen. Das Set kostet derzeit 69,95 Euro statt 79,98 Euro UVP. Händler Tink bietet damit den aktuell besten Preis im Netz.

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Tipp: Wer nur einen Raum überwachen möchte, findet mit der TP-Link Tapo C200 eine günstigere Alternative. Die Kamera bietet ebenfalls einen 360-Grad-Schwenkbereich, Nachtsicht, Bewegungserkennung und Zwei-Wege-Audio und wird mit 4,5 von fünf Sternen aus 150.000 Bewertungen als "Amazons Tipp" geführt.

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Keine große Abschieds- oder Begrüßungsshow

Viele Hundehalter machen unbewusst genau das Gegenteil dessen, was hilfreich wäre: Vor dem Verlassen wird ausgiebig gekuschelt und nach der Rückkehr überschwänglich begrüßt. Aus Sicht vieler Hundetrainer sendet das jedoch das Signal, dass das Alleinbleiben etwas Besonderes oder sogar Beunruhigendes ist.

Besser: ganz normal gehen und ebenso gelassen wiederkommen. Je alltäglicher das Verlassen der Wohnung wirkt, desto entspannter wird es meist auch für den Hund.

Auslastung ja – aber mit der richtigen Pause

Ein Spaziergang oder eine Runde Nasenarbeit vor dem Alleinbleiben kann helfen, überschüssige Energie abzubauen. Allerdings sollte der Hund anschließend noch etwas Zeit haben, wieder herunterzufahren. Direkt nach einem wilden Ballspiel die Haustür hinter sich zu schließen, ist dagegen meist keine gute Idee. Der Wechsel von voller Aktivität in völlige Ruhe fällt vielen Hunden schwer.

Beschäftigung statt Langeweile

Alleinbleiben bedeutet nicht automatisch Langeweile. Kleine Beschäftigungen können dem Hund helfen, die erste Zeit nach dem Weggehen entspannt zu überbrücken.

Gut geeignet sind beispielsweise:

  • ein Kong, gefüllt mit Nassfutter, Frischkäse (in kleinen Mengen) oder Hundeleberwurst, und gerne vorher eingefroren

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  • ruhige Schnüffelspiele oder Futterverstecke, die bereits vor dem Verlassen vorbereitet werden

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Wohnung verwüstet? Bitte niemals schimpfen!

Kommen Herrchen oder Frauchen nach Hause und finden angekaute Möbel, Pfützen oder Beschwerden der Nachbarn wegen Bellens vor, steckt dahinter in den meisten Fällen kein Trotz.

Für den Hund sind solche Verhaltensweisen oft ein Ventil, um mit Stress umzugehen. Eine Strafe im Nachhinein versteht er ohnehin nicht. Stattdessen gilt: Das Training war wahrscheinlich noch zu anspruchsvoll. Dann lieber einen Schritt zurückgehen und die Alleinzeiten wieder verkürzen.

Geduld ist der wichtigste Trainingspartner

Jeder Hund lernt unterschiedlich schnell. Während manche bereits nach wenigen Wochen mehrere Stunden entspannt allein bleiben können, benötigen andere deutlich mehr Zeit. Entscheidend ist, das Training konsequent an das Tempo des Hundes anzupassen und ihn nie länger allein zu lassen, als es seinem aktuellen Trainingsstand entspricht.

Wer ruhig, geduldig und in kleinen Schritten übt, schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass das Alleinbleiben für den Hund irgendwann ganz selbstverständlich wird.

Quelle: ntv.de