Kosten-CheckWas kosten Solaranlagen? Ein Überblick über Preise und Modelle

Eine Photovoltaik-Anlage kann eine sinnvolle Investition in die Zukunft sein. Sie drückt die Stromrechnung und erhöht die Unabhängigkeit von der Strompreisentwicklung. Zunächst muss aber Geld in die Hand genommen werden. Doch wie viel eigentlich?
Der Wunsch nach nachhaltiger Energieversorgung und Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen bewegt viele Hausbesitzer dazu, über die Installation einer Solaranlage nachzudenken. Doch bevor die Entscheidung fällt, stellt sich eine zentrale Frage: Was kostet eine Solaranlage eigentlich? Die Investition in Photovoltaik (PV) ist eine langfristige Entscheidung, die gut überlegt sein sollte. Wir zeigen einige Beispiele und erläutern zudem, worauf es beim Kauf ankommt.
Solaranlage samt Speicher für 5.630 Euro bei Powerness
Wie bei eigentlichen Dingen hängt der Preis für Solaranlagen stark von der Ausstattung ab. Neben der Frage, wie viele Solarmodule die Anlage umfassen soll, geht es da auch um den Batteriespeicher. Das entsprechende Geld in die Hand zu nehmen, kann sich aber lohnen, weil so die Eigenverbrauchsquote des Solarstroms enorm erhöht wird. Der Anbieter Powerness bietet zum Beispiel ein Komplettpaket mit Solarmodulen, Growatt-Wechselrichter sowie -Batterie an. Das Set mit 23 Modulen á 440 Watt Peak (Wp) und Zehn-kWh-Speicher ist für knapp 5.630 Euro zu haben.
23 JA Solar Schwarz Frame Solarmodule (440 Wp + 132 W bifazial)
Zehn kWh Growatt-APX-HV-Batteriespeicher
Growatt MOD 10KTL3-XH2 10kW Hybrid-Wechselrichter
Growatt Dreiphasiger Energiezähler TPM-E
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
PV-Anlage samt Halterung: Komplettpaket bei Solarway
Was dem Angebot bei Powerness fehlt, ist das Montage-Set für die Solarmodule. Auch wenn der Aufbau und die Installation Profis überlassen werden sollte, ist es sinnvoll, alle Komponenten in einem Paket zu haben. Bei Solarway gibt es das Komplettpaket mit insgesamt 15 Modulen, Wechselrichter, Speicher sowie wahlweise Schrägdach-, Flachdach- oder Trapezblechdach-Halterung ab 7.199,99 Euro.
15 JA Solar Schwarz Frame Solarmodule (435 Wp + 132 W bifazial)
Deye RW-M6.1 Batteriespeicher mit 1,9 kWh Kapazität
Deye Hybrid-Wechselrichter
Inklusive Schrägdachhalterung
Kostenfaktor Batterie: Komplettsets ohne Speicher bei Priwatt
Einer der größten Preistreiber beim Kauf einer PV-Anlage ist der Batteriespeicher. Der kann durchaus sinnvoll sein, ist aber kein Muss. Wer zum Beispiel von der Einspeisevergütung profitieren möchte oder weiß, dass der erzeugte Strom-Überschuss sich in Grenzen halten wird, kann zunächst auf einen Speicher verzichten. Darüber hinaus lässt sich dieser bei Bedarf später auch nachrüsten. Komplettsets ohne Speicher sind dann auch entsprechend günstiger. Beim aktuellen Sale bei Priwatt gibt es PV-Anlagen so schon unter 3.700 Euro.
Zwölf JA Solarmodule (450 Wp)
Solplanet-Wechselrichter ASW 05kH-T2
Achtmal MC4 EU Stecker + Buchse 1500 V
Schrägdachhalterung
Beratung als A und O: Kostenlose Angebote bei Senec und Enpal
Nicht jeder Anbieter von Photovoltaik-Anlagen bietet seine Produkte direkt mit Preis im Netz an. Der Grund: Die Bedingungen sind von Dach zu Dach und von Haushalt zu Haushalt sehr verschieden. Faktoren wie erwarteter Verbrauch, Lage und Neigung der Dachfläche oder das Budget spielen eine wichtige Rolle bei der Planung der PV-Anlage. Anbieter wie Senec oder Enpal bieten deshalb die Möglichkeit, sich unverbindliche und kostenlose Beratungsangebote einzuholen beziehungsweise die zu erwartende Ersparnis beim Stromverbrauch im Vorfeld online durchzurechnen.
Worauf beim Kauf einer Solaranlage zu achten ist
Eigenverbrauch und Anlagengröße: Wie viel Strom wird im Haushalt verbraucht? Dementsprechend sollte die Anlagengröße geplant werden.
Modul-Technologie: Es gibt verschiedene Modultypen (zum Beispiel monokristallin, polykristallin, Dünnschicht). Hier sollten im Vorfeld Infos über Effizienz, Langlebigkeit und Temperaturbeständigkeit eingeholt werden.
Wechselrichter: Der Wechselrichter ist das Herzstück der Anlage. Auch hier sollte auf Wirkungsgrad, Garantie und Kompatibilität mit den Modulen geachtet werden.
Speichersystem: Ein Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Hier sollte gecheckt werden, ob sich die Mehrinvestition lohnt und welche Speicherkapazität sinnvoll ist.
Montagesystem: Ein robustes und langlebiges Montagesystem ist entscheidend für die Sicherheit und den langfristigen Halt der Module auf dem Dach.
Förderprogramme nutzen: Infos über aktuelle Förderungen einholen, um die Kosten zu drücken.
Alternative für den Einstieg: Auf ein Balkonkraftwerk setzen
Wem die aufgerufenen Preise für eine PV-Anlage auf dem Dach eher abschrecken oder wer sich generell unsicher ist, ob Solarenergie für ihn oder sie der richtige Weg ist, hat mit der Anschaffung eines Balkonkraftwerks eine kostengünstige Alternative. Die sind auch für Mieter eine lohnende Variante, da es in der Regel keine explizite Zustimmung des Vermieters braucht und sich die Mini-Solaranlagen bei einem Umzug einfach mitnehmen lassen. Der Anbieter Kleines Kraftwerk bietet seine Komplettpakete aktuell zu reduzierten Preisen an.
Auch hier sollte bei den Angeboten darauf geachtet werden, ob etwa Halterungen für Balkongitter oder Flachdach mit im Lieferumfang enthalten sind. Ebenfalls bieten Balkonkraftwerke die Möglichkeit, sie auch im Nachgang mit Solarspeichern auszustatten, um den Eigenverbrauch zu erhöhen.