Kleine Würfel, große VersprechenWaterdrop im Test: So gut schmecken die zuckerfreien Geschmackswürfel wirklich

Kein Zucker, keine Kalorien, aber jede Menge Geschmack? Wir haben die Waterdrop-Würfelchen getestet – und verraten, wo sie überzeugen und wo wir ehrlich sein müssen.
Zwei bis drei Liter sollten gesunden Erwachsene pro Tag trinken, empfiehlt zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Doch vielen fällt das schwer. Sie vergessen es oder haben schlicht keine Lust auf langweiliges Wasser. Dabei ist Wasser so wichtig für unseren Körper. Was also tun? Der Markt bietet eine Fülle von Hilfsmitteln an.
Mehr trinken, ohne sich literweise pures Wasser "reinzuquälen" – genau hier setzt zum Beispiel Waterdrop an. Die Marke verspricht mit seinen kleinen Trink-Würfeln, die Rettung für alle Trinkmuffel zu sein – und das ganz ohne Zucker. Wir haben die sogenannte Microlyte "Recharge"-Serie unter die Lupe genommen – mit Fokus auf Geschmack, Handling und Preis.
Die inneren Werte: Was steckt in den Microlytes?
Die sogenannte Recharge-Serie von Waterdrop kommt mit ordentlich Power daher. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt: Jeder Würfel ist vollgepackt mit vier Elektrolyten (Natrium, Calcium, Magnesium und Chlorid) sowie sechs Vitaminen und Zink. Laut Anbieter erfüllt jede Zutat einen Zweck – von der Unterstützung der Muskelfunktion über die Verdauung bis hin zur Knochengesundheit.
Das Beste für Figurbewusste: Die Würfel sind komplett kalorienfrei, zuckerfrei und ohne Kohlenhydrate. Damit sind sie sogar für Personen mit Diabetes geeignet. Zudem werden sie als vegan und glutenfrei ausgelobt und kommen ohne künstliche Konservierungsstoffe oder Koffein aus. Besonders beruhigend für ambitionierte Athleten: Die Sorten wurden Herstellerangaben zufolge im Rahmen der Kölner Liste auf Dopingsubstanzen getestet – ohne Beanstandung.
Diese Sorten haben wir probiert
Wir haben folgende Sorten einem ausführlichen Geschmackstest unterzogen (jeweils 9,99 Euro für zwölf Portionen à 400 bis 600 Milliliter):
Grapefruit Recharge: süß-sauer mit leicht bitterer Note, erinnert an klassische Grapefruit-Schorle
Strawberry Recharge: fruchtig, rund, eher süß als sauer – unkompliziert und gefällig
Lemon-Mint-Recharge: zitronig-frisch, mit klarer Minznote, besonders angenehm bei Hitze
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Und: Neben der Recharge-Serie kam auch Microlyte Berry (Waldbeere) ins Glas. Ebenfalls zuckerfrei, ebenfalls mit Elektrolyten, Vitaminen und Zink – geschmacklich etwas runder und weniger "funktional", dafür sehr angenehm als Alltagsgetränk.
Geschmack und Auflösung: Ehrlich getestet
Schon vor dem Einwerfen fällt auf: Der Geruch der Würfel ist recht intensiv, besonders bei Grapefruit und Strawberry. Im Wasser braucht es dann etwas Geduld – rund vier Minuten, bis sich ein Würfel vollständig aufgelöst hat. Das ist länger als bei klassischen Brausetabletten.
Geschmacklich können die Microlytes aber punkten:
klar, nicht künstlich
nicht übersüßt bei ausreichend Wasser
besonders gut eiskalt oder mit Eiswürfeln
Gerade im Sommer wirken die Sorten deutlich erfrischender als bei Zimmertemperatur.
Vom Würfel zum Drink: Ein bisschen Zeit muss sein
Das Packaging ist durchdacht: Die Packungen lassen sich kinderleicht öffnen, und die zwölf enthaltenen Würfel sind alle einzeln verpackt – ideal zum Mitnehmen in der Sporttasche. Wer es allerdings eilig hat, braucht ein wenig Geduld. Im Test dauerte es rund vier Minuten, bis sich ein Würfel in 600 Milliliter Wasser vollständig aufgelöst hatte. Das ist im Vergleich zu zuckerfreien Sirups, die sich sofort im Wasser auflösen, recht lang
Kosten-Check: Erfrischender Luxus oder fairer Deal?
Beim Thema Preis lohnt sich ein genauerer Blick auf die Ergiebigkeit. Ein Päckchen mit zwölf Würfeln kostet rund zehn Euro. Während der Hersteller eine Portion auf 400 bis 600 Milliliter Wasser empfiehlt, ergab unser Praxistest in der Redaktion ein anderes Bild: Die Konzentration auf 400 Milliliter empfanden wir als deutlich zu süß.
Nach dem Ausprobieren mit einem vollen Liter Wasser schmeckte das Getränk sehr viel sanfter und ausgewogener. Durch diese individuelle Dosierung relativiert sich der Preis in der persönlichen Kalkulation massiv: Bei einem Liter Wasser pro Würfel belaufen sich die Kosten auf gerade einmal 83 Cent pro Liter. Das ist preislich absolut vergleichbar mit einer günstigen, zuckerfreien Limonade aus dem Supermarkt, liefert aber zusätzlich wertvolle Elektrolyte, Vitamine und Zink.
Tipp: Wer lediglich den Geschmack sucht und auf die speziellen Elektrolyte verzichten kann, findet auch in zuckerfreien Sirups eine Alternative.
Für wen lohnen sich die Waterdrop-Microlytes?
Klar ist: Die Würfel können definitiv helfen, mehr zu trinken – und das ist schon ein großer Pluspunkt. Besonders sinnvoll sind sie:
beim Sport
an heißen Tagen
auf Reisen
für Menschen, die pures Wasser langweilig finden
Die vielen Zusatzstoffe in der Recharge-Serie machen sie vor allem für aktive Menschen interessant. Wer allerdings die lange Auflösezeit nervig findet oder auf Elektrolyte und Vitamine verzichten kann, fährt mit günstigeren Alternativen wirtschaftlicher.
Tipp für Interessierte: Waterdrop bietet auch Einsteiger-Sets an, etwa das Starter Set Glass mit 18 Würfeln – und schicker Glastrinkflasche. Momentan sogar 20 Prozent günstiger zu haben.
Test-Resümee: Voller Geschmack, volle Elektrolyte
Waterdrop liefert, was versprochen wird: Geschmack ohne Zucker, funktionale Inhaltsstoffe und ein durchdachtes Konzept. Die Würfel sind praktisch, schmecken gut – vor allem eiskalt – und machen Wasser spürbar attraktiver.
Kurzum: Als Premium-Option für Sport, Sommer und lange Tage sind die Microlytes überzeugend – und ein Produkt, das tatsächlich Lust aufs Wassertrinken macht.

