Bilderserie: Tour de Farce 2008 - die überführten Betrüger
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Bei der Tour de France 2008 ist nach derzeitigem Stand die Rekordzahl von acht Radprofis des Dopings überführt worden.Bild 1 von 28 Sechs davon wurden mit EPO oder dessen Nachfolgeprodukt CERA erwischt. Nur einer griff auf einen Klassiker zurück, ein anderer wurde freigesprochen. Die Überführten in der Übersicht.Bild 2 von 28 Manuel Beltran: Der Spanier vom Liquigas-Rennstall wurde als erster Profi erwischt.Bild 3 von 28 In einer Probe nach der ersten Etappe wird ihm EPO-Missbrauch nachgewiesen. Ob es sich dabei um CERA oder ein verwandtes Produkt handelt, wird nicht bekanntgegeben.Bild 4 von 28 Der 37-Jährige, ein früherer Teamkollege von Jan Ullrich, wird auch in der B-Probe überführt. Die Sperre steht noch aus.Bild 5 von 28 Moses Duenas Nevado: Ebenfalls Spanier, ebenfalls EPO.Bild 6 von 28 In seinem Zimmer wird ein ganzes Doping-Arsenal gefunden, darunter ein noch nicht zugelassenenes Medikament.Bild 7 von 28 Laut Staatsanwaltschaft hat Duenas Nevado ein Geständnis abgelegt. Er selbst streitet das jedoch ab.Bild 8 von 28 Riccardo Ricco: Der wohl prominenteste Dopingfall während der Tour. Der kleine Italiener - dessen erklärtes Vorbild die einstige Zweirad-Apotheke Marco Pantani ist - gewinnt erst zwei Etappen und wird dann des CERA-Dopings überführt.Bild 9 von 28 Peinlich: Als er nach einer Etappe bemerkt, dass er kontrolliert werden soll, versucht Ricco zu flüchten - vergeblich.Bild 10 von 28 Sein Team Saunier Duval steigt aus der Tour aus. Ricco legt ein Geständnis ab, wird aber wegen der Zusammenarbeit mit dem bereits lebenslang gesperrten Doping-Arzt Carlo Santuccione trotzdem für zwei Jahre gesperrt.Bild 11 von 28 Dimitri Fofonow: Der Kasache fällt aus der Reihe. Er greift auf das Stimulans Heptaminol zurück. Der französische Radsportverband sperrt ihn für drei Monate.Bild 12 von 28 Jimmy Casper: Der französische Sprinter nimmt ein kortisonhaltiges Asthmamittel zu sich. Dummerweiser ist die Ausnahmegenehmigung abgelaufen.Bild 13 von 28 Casper wird vom Rennstall Agritubel vorläufig suspendiert, später vom französischen Verband aber freigesprochen.Bild 14 von 28 Leonardo Piepoli: Er wird als Erster nachträglich mit dem neuen CERA-Nachweis mittels einer Blutprobe überführt. Von seinem inzwischen aufgelösten Rennstall Saunier Duval war er wegen Verstoßes gegen den Ethik-Code bereits vorher gefeuert worden.Bild 15 von 28 Nach der Überführung von Riccardo Ricco legte Piepoli angeblich schon während der Tour ein Geständnis ab.Bild 16 von 28 Weil seine Tour-Proben zunächst negativ sind, widerruft er es später.Bild 17 von 28 Im Januar 2009 wird er schließlich für zwei Jahre gesperrt - und gibt sich anschließend als reuiger Sünder: "Ich habe meine Würde mit Füßen getreten, mich selbst enttäuscht und den Radsport getötet, der für mich alles war."Bild 18 von 28 Seine Appell an die Radsportgemeinde: "Dopt euch nicht!" Ob er weiß, dass sein Teamkollege Ricco schon bei der Tour 2008 mit einem "No dope"-Sticker am Rad unterwegs war?Bild 19 von 28 Stefan Schumacher: Auch der schon mehrfach verdächtigte Gerolsteiner-Profi wird nachträglich als Betrüger entlarvt. Die A-Probe überführt ihn des CERA-Missbrauchs. Auf eine B-Probe verzichtet Schumacher.Bild 20 von 28 Im Februar 2009 wird der 27-Jährige von der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD zwei Jahre für alle Rennen in Frankreich gesperrt. Die Sperre durch den Weltverband UCI steht noch aus.Bild 21 von 28 Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer, der Schumacher fristlos kündigt, erhebt eine Schadenersatzklage gegen den WM-Dritten - und beteuert, von "Schummel-Schumi" betrogen worden zu sein.Bild 22 von 28 Allerdings: Es bleiben starke Zweifel, dass Holczer tatsächlich nichts gewusst hat von den Dopingaktivitäten ...Bild 23 von 28 ... in seinem inzwischen aufgelösten Team.Bild 24 von 28 Denn: Mit dem österreichischen "Bergkönig" Bernhard Kohl wird ein weiterer Gerolsteiner-Profi bei der Nachuntersuchung positiv auf CERA getestet. Bei der Tour hatte sich Kohl ein Zimmer mit Schumacher geteilt.Bild 25 von 28 Der 26-Jährige fuhr in Frankreich aus dem Nichts ins Bergtrikot und wurde dafür von seinen Landsleuten frenetisch gefeiert.Bild 26 von 28 Umso größer war die Enttäuschung in Österreich, als Kohl nun als Doper entlarvt wurde. Wie hätte man das auch ahnen sollen?Bild 27 von 28 Unter (Krokodils-)Tränen räumte Kohl inzwischen ein, gedopt zu haben. Er sei der Versuchung erlegen, weil der Erfolgsdruck zu groß gewesen sei. Sein Teamchef Holczer, beteuert er, habe davon aber nichts gewusst.Bild 28 von 28
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