Bayern-Legende spricht über möglichen Neuer-Nachfolger
Torwart-Legende Sepp Maier traut Talent Jonas Urbig die Nachfolge von Manuel Neuer beim FC Bayern zu. "Man sollte ihm eine Chance geben und mit ihm Geduld haben. Urbig hat die Voraussetzungen, dass er auf Manuel Neuer folgen kann", sagte der 82-Jährige im Interview mit dem "Donaukurier".
Der 22 Jahre alte Urbig müsse sich aber "bewusst sein", führte Maier weiter aus, "dass Neuers Fußstapfen sehr groß sind. Es genügt beim FC Bayern nicht, wenn du sieben, acht gute Spiele machst. Du musst die ganze Saison gut spielen. Und wenn Urbig mal Pech hat, könnte es schon sein, dass der FC Bayern wieder jemanden kauft für 100 Millionen. Das traue ich ihnen zu."
Noch ist offen, ob Neuer seine beeindruckende Karriere über den Sommer hinaus beim Rekordmeister fortsetzen wird. Ob er dem 39-Jährigen noch ein oder zwei Spielzeiten zutrauen würde, wurde Maier gefragt: "Ich glaube nicht, dass er das macht. Er krankelt ja ganz schön umeinander. Wenn man älter wird und täglich diese Belastung im Training hat, erholt man sich nicht mehr so schnell. Manuel ist vernünftig genug, um den richtigen Absprung zu schaffen."
Markus Söder: Olympische Spiele 36 "eine historische Chance"
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde Olympische Spiele 2036 in Deutschland entgegen etwa der Meinung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßen. "Ich schätze den Bundespräsidenten sehr, vertrete hier aber eine andere Auffassung. Aus meiner Sicht wären Olympische Spiele 2036 in München sogar eine historische Chance. Als Spiele der Lebensfreude und des Miteinanders könnten sie das Gegenstück zu Berlin 1936 sein", sagte Söder der "Bild" in einem Interview.
Sport verbinde Menschen und Völker, das sei "eine starke Botschaft gerade in der heutigen Zeit. Deutschland sollte sich in der Bewerbungsphase nicht vorschnell selbst einschränken. Es ist überhaupt nicht klar, in welchen Paketen die Spiele 2036 bis 2044 ausgeschrieben werden", sagte Söder weiter.
Steinmeier lehnt Olympia in Deutschland 2036 aus historischen Gründen ab: 1936, also genau 100 Jahre zuvor, war das nationalsozialistische Deutschland Ausrichter der Sommerspiele. Die Nazis missbrauchten die Spiele hemmungslos für ihre Propaganda. Steinmeier sehe das Jahr 2036 als "historisch problematisch" für eine deutsche Olympia-Bewerbung an, sagte zuletzt ein Sprecher in Berlin. Er hoffe aber, dass Deutschland die Spiele in den Jahren 2040 oder 2044 ausrichten könne. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.
Thomas Müller kündigt Rückkehr nach Deutschland an - aber wann?
Thomas Müller wird nach dem Ende seiner Laufbahn als Fußballer zurück nach Europa kommen. "Aber nach Deutschland kehre ich definitiv zurück, dafür bin ich zu sehr verwurzelt", sagte der 36-Jährige dem "Kicker". Zwar könne er sich vorstellen, immer mal wieder auch Vancouver zu besuchen, doch mehr nicht. Den Zeitpunkt ließ Müller, der mit den Vancouver Whitecaps in seine erste volle Saison in der MLS geht, offen.
Was jedoch nach dem Karriereende passieren wird, ist noch vollkommen offen. "Das wird auch davon abhängen, was ich mit etwas Abstand in mir spüre. Will ich weiter Teil dieser Fußballwelt sein, die mir so viele Emotionen beschert hat?", sagte Müller, der nicht ausschließen wollte, später einmal für den FC Bayern zu arbeiten.
Überraschende Trainer-Gerüchte in Leipzig
Noch vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag beim Hamburger SV schrillen bei RB Leipzig die Alarmglocken. Auch Cheftrainer Ole Werner soll bei den Sachsen längst nicht mehr unumstritten sein und rückt vermehrt ins Zentrum der Debatte.
Nach starkem Saisonstart und Platz zwei hinter Bayern nach 13 Spieltagen ist die Euphorie am Cottaweg schon lange verflogen. Im neuen Jahr gelangen nur drei Siege aus neun Pflichtspielen, die Qualifikation für die Champions League wackelt bedenklich. Zuletzt fiel RB Leipzig auf Platz fünf zurück, nachdem aus den letzten fünf Bundesliga-Partien lediglich sechs Punkte geholt wurden.
Laut eines aktuellen "Bild"-Berichts wird auch die Kritik an Cheftrainer Ole Werner lauter. Nach Angaben der Zeitung werde die Arbeit des 37-Jährigen "intern immer mehr diskutiert". Spätestens, wenn die Leipziger am Sonntag beim HSV nicht punkten sollten, wäre die Trainerdebatte wohl auch öffentlich entfacht. Werner war im Sommer nach langer Suche und auch auf Hinweis von Jürgen Klopp verpflichtet worden. In der Hinrunde galt er noch als großer Hoffnungsträger, Leipzig war zeitweise Bayern-Jäger Nummer eins. Seitdem zeigt die Form- und Ergebniskurve aber eindeutig nach unten.
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Golf-Profi will Aufzug fahren und stürzt mehrere Stockwerke tief
Bei einem Sturz in einen Aufzugschacht hat der italienische Golfprofi Andrea Pavan in Südafrika schwere Verletzungen erlitten. Der Unfall ereignete sich am Rande des Turniers der DP World Tour in Stellenbosch, Berichten zufolge fiel Pavan dabei mehrere Stockwerke in die Tiefe, nachdem sich die Aufzugtür in seiner Unterkunft geöffnet hatte, obwohl die Kabine nicht da war.
Pavan erlitt dabei mehrere Wirbelbrüche und verletzte sich an seiner Schulter, in einer örtlichen Klinik wurde er am Mittwochabend operiert. "Ich habe nun eine lange Reha-Zeit und viel Arbeit vor mir", teilte der zweimalige Turniersieger in einem Statement am Freitag aus dem Krankenhaus mit. Der 36-Jährige muss zur Behandlung noch mehrere Wochen in Südafrika bleiben.
"Die letzten Tage waren schwierig, aber ich bin in sehr guten Händen, und dass mich so viele Spieler, Caddies und Mitarbeiter besuchen und sich bei mir melden, hat mir sehr viel bedeutet", sagte Pavan.
"Auf dünnem Eis": Gündoğan zutiefst besorgt um Fußball-Profis
Der frühere Nationalmannschaftskapitän Ilkay Gündoğan blickt mit Bedenken auf die zunehmende Belastung im Profifußball. Trotz Freude am neuen Modus der Champions League sei der 35-Jährige "zutiefst besorgt über die Arbeitsbelastung. Der Spielplan ist unglaublich vollgepackt", schrieb Gündogan bei LinkedIn.
"Zwischen neuen CL-Formaten, der erweiterten FIFA-Weltmeisterschaft und Klub-Weltmeisterschaft sowie internationalen Begegnungen bewegen wir uns auf dünnem Eis", schrieb Gündoğan: "Wir kennen noch nicht einmal die langfristigen körperlichen und psychischen Folgen für die Spieler. Wir brauchen einen gesunden Dialog zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Wohlergehen der Hauptakteure. Die Qualität des Fußballs leidet, wenn sich die Spieler nicht mehr erholen können."
Bayern München etwa könnte in dieser Saison auf 61 Pflichtspiele kommen, wenn die Endspiele im DFB-Pokal und der Champions League erreicht werden. Hinzu kommen für Nationalspieler noch die Länderspiele und die anstehende WM in den USA, Mexiko und Kanada im Sommer (11. Juni bis 19. Juli).
Wildes Gerücht: Premier-League-Giganten wollen Bundesliga-Juwel
Nnamdi Collins hat sich bei Eintracht Frankfurt zum gestandenen Bundesliga-Spieler entwickelt und bereits 45 Erstliga-Einsätze für die SGE bestritten. Der Verteidiger hat längst auch über die Main-Metropole hinaus Begehrlichkeiten geweckt und könnte Frankfurt im kommenden Sommer verlassen.
Wie das Online-Portal "Teamtalk" berichtete, beobachten gleich mehrere Schwergewichte aus der englischen Premier League den deutschen U21-Nationalspieler, darunter der FC Arsenal, der FC Liverpool und Manchester City. Auch Newcastle United, Brighton & Hove Albion und FC Brentford sollen Informationen über den gebürtigen Düsseldorfer eingeholt haben, der 2023 von Borussia Dortmund zur Eintracht gewechselt war.
Hinzu kommt Collins' taktische Flexibilität: Der 22-Jährige kann sowohl im Abwehrzentrum als auch hinten rechts verteidigen. Genau diese Qualitäten machen ihn für die Premier-League-Klubs so spannend. In Frankfurt ist das ehemalige BVB-Juwel noch langfristig bis 2030 gebunden. Doch ein Vorstoß im Sommer scheint keineswegs ausgeschlossen.
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Bundestrainer nach überraschender Pleite überhaupt nicht zufrieden
Den Sprung an die Spitze verpasst, einen seltenen Rückschlag kassiert: Nach der erst zweiten Niederlage in den vergangenen 20 Länderspielen konnte Álex Mumbrú nicht zufrieden sein. "Wir haben zu viele Fehler für ein enges Spiel gemacht", sagte der Basketball-Bundestrainer nach dem 88:93 (50:46) des Welt- und Europameisters am Freitagabend im WM-Qualifikationsspiel gegen Gastgeber Kroatien in Zagreb.
Noch gibt es auf dem Weg zur Endrunde 2027 in Katar keinen großen Grund zur Sorge, beim Rückspiel am Sonntag (18 Uhr/MagentaSport) in Bonn sollte sich die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) aber keine weitere Niederlage erlauben. Denn alle Ergebnisse werden in die zweite Qualifikationsphase mitgenommen.
"Es war eine gute Atmosphäre hier, das brauchen wir am Sonntag zu Hause auch", so Mumbrú. Es habe ihn "nicht überrascht, dass Kroatien so stark war. In der ersten Hälfte hatten wir offensiv und defensiv einen guten Rhythmus und haben uns an den Gameplan gehalten. Im dritten Viertel haben wir einige Lay-ups und Dreier zu einfach abgegeben."
Ein Punkt aus vier Spielen: Absturzangst nistet sich beim 1. FC Köln ein
Lukas Kwasniok hatte es nach der neuerlichen Bundesliga-Niederlage mit dem 1. FC Köln eilig. Der Trainer hetzte im Anschluss an das bittere 0:2 (0:0) beim FC Augsburg rasch von Interview zu Interview. "Wir müssen schnell zum Flieger", erklärte er bei Sky. Auf dem Rückweg ins Rheinland drehte sich das Gedankenkarussell: "Jetzt ist ja klar, dass der Druck etwas größer wird. Das ist doch ganz logisch. Wir versuchen, unser Bestes zu geben. Die Jungs arbeiten, die marschieren, die machen und tun. Aber heute waren wir einfach, so ehrlich muss man sein, zu ungefährlich", sagte Kwasniok.
In Augsburg verlor Köln aufgrund eines spektakulären Hackentreffers von Rodrigo Ribeiro (55.) und einem Kontertor durch Alexis Claude-Maurice (90.+5). Nach nur zwei Siegen aus den letzten 15 Spielen bleibt die Lage für den Aufsteiger angespannt. "Da haben wir echt dran zu knabbern", sagte Kwasniok: "Das Quäntchen fehlt dann eben auch. Das macht die Situation aktuell nicht einfach."
Am Wochenende könnte der Vier-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz weiter schmelzen. "Wir haben jetzt aus den letzten vier Spielen einen Punkt geholt. Das ist einfach zu wenig, wenn du dich unten absetzen willst. Ansonsten bleibst du bis zum Schluss dabei", sagte der 44-Jährige.
Entscheidung im Titelkampf? "Wäre größte Sensation seit Kaiserslautern"
Lothar Matthäus traut Borussia Dortmund im Klassiker-Duell mit dem Meister aus München zwar etwas zu - das Titelrennen der Bundesliga ist aus seiner Sicht jedoch so gut wie gelaufen. Egal, was am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) passiere, "Bayern wird sich nicht den Vorsprung nehmen lassen", sagte der Sky-Experte am Freitag bei einem Medientermin in München: "Das wäre ja die größte Fußball-Sensation seit Kaiserslautern, die als Aufsteiger Deutscher Meister geworden sind."
Vor dem Topspiel beträgt der Vorsprung der Münchner auf den BVB bereits acht Punkte. Um eine Chance auf einen Sieg zu haben, müsse beim BVB "alles funktionieren", betonte Matthäus. Dafür müsse Dortmund aber auch das bittere Aus nach dem 1:4 in der Champions League bei Atalanta Bergamo wegstecken. "Ich hätte vor dem Bergamo-Spiel getippt, das wird ein Unentschieden. Nach dem Bergamo-Spiel sage ich, geht Bayern München natürlich als Favorit hinein."
Als möglichen Trumpf beim Aufeinandertreffen im Westfalenstadion sieht Matthäus die Dortmunder Fans. Doch nach der Niederlage in der Königsklasse müsse die Mannschaft nun "ein Zeichen setzen und das Publikum mitnehmen. Du kannst nicht erwarten, dass 80.000 oder 75.000, die auf deiner Seite sind, die Mannschaft von Anfang an anfeuern nach der Enttäuschung in Bergamo".