Ingolstadt wehrt ersten Köln-Matchball ab
Der ERC Ingolstadt hat im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) den ersten Matchball der Kölner Haie abgewehrt. Der Hauptrundensieger bezwang die Rheinländer nach zuvor drei Niederlagen in Folge 3:0 (1:0, 1:0, 1:0), in der Best-of-seven-Serie steht es nun 2:3 aus Sicht der Oberbayern.
Die Rheinländer haben am Montag (18.15 Uhr/MagentaSport) vor den eigenen Fans in der Lanxess Arena die nächste Chance, erstmals seit elf Jahren das Finale zu erreichen. Dort wartet Titelverteidiger Eisbären Berlin, der sich in seinem Halbfinale klar gegen die Adler Mannheim durchgesetzt hatte. Ein mögliches Spiel sieben zwischen Köln und Ingolstadt würde am Dienstag stattfinden.
Daniel Schmölz (20.), Austen Keating (37.) und Mathew Bodie (58.) sicherten den effizienten Gastgebern den verdienten Sieg. Ingolstadt bestimmte über weite Strecken die Partie. Köln setzte zunächst einzig Nadelstiche, doch Justin Schütz (34.) vergab bei der klarsten Gelegenheit die Chance auf den Ausgleich. Die erhöhten Angriffsbemühungen der Gäste im Schlussdrittel blieben unbelohnt, Bodie sorgte mit seinem Abschluss ins leere Kölner Tor für die Entscheidung.
Bundesliga-Überraschungsteam verlängert mit Trio
Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat die Verträge mit Dominik Kohr, Danny da Costa und Daniel Batz verlängert. Wie die 05er mitteilten, unterschrieben da Costa und Ersatztorwart Batz ein neues Arbeitspapier bis 2026, wobei da Costas neuer Vertrag eine Option auf ein weiteres Jahr enthält. Kohr bindet sich gar bis 2028 an den Verein.
Als Innenverteidiger oder im Mittelfeldzentrum ist Kohr im Überraschungsteam von Trainer Bo Henriksen gesetzt. Vier Ligaspiele verpasste er in der laufenden Saison wie zuletzt gesperrt, ansonsten stand er stets in der Startelf. Der gelernte Außenverteidiger Da Costa ist wiederum seit Mitte der Hinrunde fester Bestandteil der Mainzer Dreierkette. Batz war im Sommer 2023 vom Drittligisten 1. FC Saarbrücken nach Mainz gewechselt und absolvierte seitdem vier Bundesliga-Spiele für den Klub. Sein bislang letzter Auftritt im Oberhaus datiert aus dem Dezember 2023, als er den verletzten Stammkeeper Robin Zentner in Dortmund (1:1) vertrat.
DFB verurteilt Eintracht Frankfurt zu Geldstrafe
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Bundesligist Eintracht Frankfurt wegen fünf Fällen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit fünf Geldstrafen in Gesamthöhe von 91.750 Euro belegt. Das teilte der DFB mit. Davon können die Hessen bis zu 30.300 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.
Ebenso hat das DFB-Sportgericht der Eintracht aufgelegt, eine Spende in Höhe von 8000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zu überweisen. Grund hierfür waren von Frankfurter Anhängern gezeigte Banner im Bundesligaspiel beim FC St. Pauli am 11. Januar. Dazu hatten die Eintracht-Fans während oder vor insgesamt vier Spielen bengalische Feuer gezündet, bei der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 am 21. Dezember 2024 hatten Frankfurter Zuschauer zudem mindestens zwei Feuerzeuge und einen Plastikbecher in Richtung Spielfeld geworfen. Der Verein hat den Urteilen zugestimmt, die Urteile sind damit rechtskräftig.
Dimitrow sorgt für schmeichelhafte ATP-Premiere
Tennisprofi Alex de Minaur hat dem Bulgaren Grigor Dimitrow in Monte Carlo die Höchststrafe verpasst und so für eine Premiere gesorgt. Das 6:0, 6:0 war die erste "Brille" im Viertelfinale eines ATP-Masters. In dem 1990 eingeführten Format hatte es bislang auch in einer späteren Runde noch nie ein solches Ergebnis gegeben. Der Australier de Minaur, in Monte Carlo Doppelpartner von Jan-Lennard Struff, ließ sogar keinen einzigen Spielball zu. Dimitrow holte in den zwölf Spielen nur 15 Punkte.
Wesentlich mehr Mühe hatte der Weltranglistendritte Carlos Alcaraz. Der Spanier, einen Tag zuvor beim 6:3, 6:1 gegen Daniel Altmaier noch ohne Probleme, rang den Franzosen Arthur Fils mit 4:6, 7:5, 6:3 nieder, beim Stand von 5:5 im zweiten Satz wehrte er drei Breakbälle ab. Alcaraz ist der prominenteste verbliebene Name bei dem 1000er-Turnier. Der kriselnde Alexander Zverev und Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic waren früh gescheitert. Im Halbfinale trifft er nun auf seinen Landsmann Alejandro Davidovich Fokina, der den Australier Alexei Popyrin 6:3, 6:2 bezwang.
Kabayel erklärt, weshalb ihn die Box-Weltmeister meiden
Der deutsche Schwergewichtsboxer Agit Kabayel vermutet, dass ihm die Top-Gegner wie Weltmeister Oleksandr Usyk aus dem Weg gehen. "Ich denke, daran wird es auch liegen, dass die Leute mich vermeiden. Mein Stil, diese Körpertreffer - der Kampfname Leberking hat sich jetzt maximal etabliert", sagte der 32-Jährige bei sport.de sowie RTL/ntv.
Er blickt selbstbewusst auf ein mögliches Duell mit Usyk, das aber aktuell noch in der Ferne liegt. "Ich weiß nicht, ob ich sein größter Albtraum bin. Aber er wird mit meinem Stil zu kämpfen haben", sagte er über seine berüchtigten Lebertreffer. "Damit kommen sehr viele nicht zurecht, auch ein Usyk nicht, man muss das Kind dann auch beim Namen nennen", sagte Kabayel.
Der Bochumer, der unbedingt Weltmeister werden will, muss sich trotz seines Interimsgürtels des Weltverbandes WBC wohl noch etwas gedulden für einen WM-Kampf. "Ich glaube nicht, dass ich als Nächstes gegen Usyk kämpfe. Vom Gefühl her gehe ich davon aus, dass er erst mal ein anderes Ding macht", sagte Kabayel und stellte klar, dass sich das auch schnell ändern könne, wenn jemand ausfallen sollte.
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Heimat oder bester Freund? Draisaitl steckt in der Klemme
Der deutsche Eishockeystar Leon Draisaitl steht vor einem Dilemma. Sollten die Kölner Haie in den Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga ins Finale einziehen, würde der Heimatverein des NHL-Toptorjägers auf den Titelverteidiger Eisbären Berlin treffen - und dort spielt Draisaitls bester Kumpel Frederik Tiffels. Wer sollte also gewinnen? "Oh Gott", sagte Draisaitl: "Ich weiß es nicht. Ich habe vom Freddy schon einen Anschiss bekommen, als ich in einem Interview gesagt habe, dass ich für die Haie bin. Ich kann mich nicht wirklich festlegen. Ich würde es den Haien wirklich gönnen, aber wenn es der Freddy macht, dann freue ich mich genauso."
Was in den DEL-Playoffs passiert, beobachtet der Stürmer der Edmonton Oilers in Kanada ganz genau. Auch das fünfte Spiel der Haie in der Halbfinalserie beim ERC Ingolstadt am Abend (19 Uhr/MagentaSport) wird der gebürtige Kölner verfolgen. Die Rheinländer benötigen nur noch einen Sieg, um erstmals seit 2014 wieder ins Finale einzuziehen.
Sprint-Wunderkind knackt magische Zehn-Sekunden-Grenze
Ein junger Läufer, der regelmäßig die australische Konkurrenz zum Verzweifeln bringt, könnte schon bald der ganzen Welt davonlaufen. Der 17-jährige Gout Gout gilt als Ausnahmetalent. Bei den Schülermeisterschaften seiner Heimat hat er wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, warum.
Verstappen legt kurze F1-Pause ein
Weltmeister Max Verstappen hat zum Auftakt des Formel-1-Gastspiels in Bahrain eine Pause eingelegt. Der Niederländer überließ seinen Red-Bull-Dienstwagen im ersten Training in Sakhir dem Jungpiloten Ayumu Iwasa aus Japan und gönnte sich bei 35 Grad in kurzer Hose eine Auszeit in der Team-Garage. Hintergrund der Freizeitstunde für den Titelverteidiger ist die Regel, dass die Teams an mindestens vier Rennwochenenden der Saison einem Nachwuchsfahrer eine Einsatzchance im Training geben müssen.
In Bahrain tauschten gleich sechs Rennställe bei der ersten Übungseinheit einen Stammpiloten aus. Auch bei Ferrari, Mercedes, Aston Martin, Williams und Haas durften Jungpiloten Trainingskilometer sammeln. Die schnellste Runde drehte WM-Spitzenreiter Lando Norris im McLaren. Der Brite verwies Alpine-Pilot Pierre Gasly und Rekordchampion Lewis Hamilton im Ferrari auf die Plätze zwei und drei. Verstappen-Ersatz Iwasa musste sich mit dem vorletzten Rang begnügen. Vor dem vierten Saisonlauf am Sonntag (17.00 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) führt Norris die Gesamtwertung mit einem Punkt Vorsprung vor Verstappen an.
Hoeneß: FC Bayern bräuchte "Sondervermögen" für Florian Wirtz
Uli Hoeneß hat einen möglichen Wechsel von Nationalspieler Florian Wirtz von Bayer Leverkusen zum FC Bayern München vorerst ausgeschlossen. "Für seinen Transfer bräuchten wir ein Sondervermögen, wie die Bundesregierung. Daher ist das im Moment kein Thema", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern der "Welt am Sonntag".
Hoeneß würde den Offensivspieler gern beim deutschen Fußball-Rekordmeister sehen. "Aber das ist meine Meinung als Privatmensch, und der Spieler steht bei Bayer Leverkusen unter Vertrag", erklärte der 73-Jährige. Der FC Bayern müsse sparen, betonte Hoeneß. "Von unserem Festgeldkonto ist nicht mehr viel da." Daher müsse man "wirtschaftlich umdenken", sagte er weiter.
Ehrenrunde beim BVB? Kovac schließt Hummels-Rückkehr nicht aus
Niko Kovac hat mit Mats Hummels bereits beim FC Bayern zusammengearbeitet. Zwischenmenschlich "hat es immer wieder gepasst", erklärt der BVB-Coach. Auf der Pressekonferenz vor dem deutschen Klassiker wird er zu einer möglichen Blitz-Rückkehr von Mats Hummels für die Zeit der Klub-WM gefragt.
Peinliche Aktion von FIFA-Boss in Philadelphia
FIFA-Präsident Gianni Infantino besucht aktuell die elf Austragungsstätten der Klub-WM in den USA. Auch das Stadion der Philadelphia Eagles gehört dazu. Und der höchste Fußball-Funktionär der Welt lässt sich zu einer peinlichen Promo-Aktion im Infantino-Style hinreißen.
"Wenn ein Spieler ...": Kompany spricht über Sanés Standing - und dessen Zukunft
Trainer Vincent Kompany scheint einen neuen Vertrag für Fußball-Nationalspieler Leroy Sané beim FC Bayern München zu befürworten. Der Belgier äußerte sich jedenfalls vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Samstagabend sehr positiv über den aktuellen sportlichen Wert seines ehemaligen Mitspielers bei Manchester City.
"Wenn ein Spieler oft anfängt in den Spielen, ist das meistens ein gutes Zeichen", sagte Kompany und führte weiter aus: "Leroy ist einer der Spieler, der uns jetzt in diesem Moment viel geholfen und wichtige Tore gemacht hat. Es gibt keine Zweifel, dass er das immer weiter bringt für uns."
Sanés hochdotierter Fünfjahresvertrag läuft am Saisonende aus. Der 29 Jahre alte Offensivspieler könnte damit ablösefrei wechseln, würde aber gerne in München bleiben. Sogar zu deutlichen Gehaltseinbußen soll er bereit sein.
Nach einem Bericht des TV-Senders Sky soll der deutsche Rekordmeister Sané inzwischen ein offizielles Vertragsangebot unterbreitet haben. Sportvorstand Max Eberl wolle den Nationalspieler für drei weitere Jahre halten.
Aus Schüssen werden Granaten: Profi provoziert weiter
Wegen einer Schussgeste bat die NBA Ja Morant zuletzt zur Kasse, jetzt hat der Basketballstar darauf reagiert und "zündet" lieber Granaten. Schon zum zweiten Mal in dieser Woche bejubelte der Point Guard der Memphis Grizzlies auf diese Weise einen eigenen Korberfolg, die Profiliga dürfte genau hingeschaut haben und wird kaum untätig bleiben. Bislang haben die jüngsten Provokationen auf dem Spielfeld Morant 75.000 Dollar gekostet.
Nach einem Dreier im Spiel gegen die Minnesota Timberwolves (125:141) führte Morant seine rechte Hand zum Mund, tat so, als würde er den Splint ziehen, warf dann eine imaginäre Handgranate ins Publikum und hielt sich die Ohren zu. Am Dienstag hatte der 25-Jährige im Spiel bei den Charlotte Hornets erstmals diesen Granatenjubel gezeigt, nur wenige Tage nach Verhängung der Geldstrafe. Morant, 2023 zweimal von der NBA wegen des öffentlichen Posierens mit einer Pistole gesperrt, hatte zuletzt mit einer Schussgeste gejubelt, danach ein technisches Foul und später auch eine Verwarnung durch die Liga erhalten. Er ließ sich nicht davon abhalten, es noch einmal zu tun, die NBA sprach die hohe Geldstrafe aus. Fortsetzung folgt.
Kovac facht BVB-Gerücht um Hummels kräftig an
Niko Kovac hat die Gerüchte um eine Rückholaktion von Mats Hummels zu Borussia Dortmund nicht dementiert. "Ich persönlich höre davon auch", sagte der Trainer vor dem Spiel bei Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker): "Mats ist sicherlich ein außerordentlicher Fußballer, der viel erreicht hat und einen riesigen Stellenwert für den BVB hat."
Die "Bild" hatte berichtet, dass sich der BVB damit beschäftige, Innenverteidiger Hummels im Sommer für die Klub-WM zu melden. Dafür müsste der Weltmeister von 2014 seine Pläne, die Karriere zum Abschluss der Saison zu beenden, verschieben und einen Vertrag mit entsprechend kurzer Laufzeit erhalten.
"Muss wirklich pinkeln": Debütant legt Pause am Bach ein
José Luis Ballester hatte gerade seine ersten Schläge und Putts beim legendären US Masters absolviert, da plagte den spanischen Golfer ein ganz menschliches Problem. "Ich dachte: Ich muss wirklich pinkeln", sagte er später, um zu erklären, wie sein Debüt in Augusta diese bemerkenswerte Wende nahm. An Loch 13 verschwand der aktuelle Amateur-Champion also kurzerhand, um sich im Bach Rae's Creek zu erleichtern. "Ich hatte völlig vergessen, dass es links vom Abschlag diese Toiletten gibt", gab Ballester anschießend zu, wirklich peinlich war es ihm aber nicht. "Wenn ich es noch einmal machen müsste, würde ich es wieder tun", sagte er nach der Runde.
Welche Strafe den 21-Jährigen erwartet, ist noch unklar. Das Masters-Turnier in Augusta ist bekannt für seine strengen Regeln. Schon das Hinsetzen oder auch die Nutzung von Smartphones sind dort verboten, Anfang der Woche wurde ein College-Trainer wegen einer kurzen Hose des Platzes verwiesen. Was die Offiziellen im Fall Ballester nun entscheiden, ist noch offen.
FC Bayern verkündet schlechte Nachricht vor Spitzenspiel
Bayern-Kapitän Manuel Neuer wird den Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund verpassen. Auch ein Comeback im Viertelfinal-Rückspiel der Münchner in der Champions League gegen Inter Mailand am kommenden Mittwoch scheint nach zwei Muskelfaserrissen in der rechten Wade höchst unwahrscheinlich. "Wenn es eine Chance gibt, dann wäre das schon sehr, sehr optimistisch", sagte Trainer Vincent Kompany. "Wir werden auch den Druck nicht erhöhen jetzt. Manu hat sehr viel Erfahrung und weiß, wann er bereit ist."
Der 39-jährige Neuer befindet sich noch im individuellen Aufbautraining. Am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) gegen Dortmund könnten Nationalspieler Aleksandar Pavlovic nach Pfeifferschem Drüsenfieber und Flügelstürmer Kingsley Coman nach einer Reizung im Fuß den Bayern-Kader erweitern. "Sie sind im Training dabei und haben noch ein paar Tests", berichtete Kompany.
Woltemade für DFB-Team? Shootingstar und der berühmte Anruf
Shootingstar Nick Woltemade übt sich im Hinblick auf die deutsche Nationalmannschaft in Geduld. Julian Nagelsmann habe sich noch nicht bei ihm gemeldet, sagte der Stürmer von Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart der "Kreiszeitung" - und er warte auch nicht auf den Anruf des Bundestrainers. "Ich empfinde das Warten auf bestimmte Situationen immer als etwas komisch. Ich lebe lieber im Moment und genieße ihn. Und wenn ich weiter an mir arbeite, dann wird es vielleicht irgendwann kommen", sagte Woltemade. Er freue sich sehr auf die U21-EM im Sommer, "alles andere wird kommen, wie es kommen soll".
Der 23-Jährige wurde zu seiner Bremer Zeit als "Stolpermade" beschimpft, jetzt sorgt er als "Wolte-Messi" für Aufsehen. In 27 Pflichtspielen gelangen ihm in dieser Saison 13 Tore. "Es waren verrückte zwölf Monate und ich genieße den Moment, aber ich habe in den vergangenen Wochen und Monaten auch sehr hart dafür gearbeitet", sagte er und versprach: "Ich werde alles daransetzen, dass es so weitergeht."
"Einer der schlechtesten United-Torhüter" erlebt nach Ärger unglücklichen Abend
Die beiden Tore von Olympique Lyon gegen Manchester United am Donnerstagabend dürften Nemanja Matic in seiner Meinung bestärkt haben. Beim 2:2 (1:1) der Franzosen im Viertelfinalhinspiel der Europa League gegen den kriselnden Weltklub aus England sah Manchesters Keeper Andre Onana gleich zweimal schlecht aus. Der Mann, den Matic zuvor als "einen der schlechtesten Torhüter" der Klubgeschichte bezeichnet hatte.
Der Zoff zwischen Lyons Mittelfeldspieler Matic, der von 2017 bis 2022 für die Red Devils aufgelaufen war, und Onana hatte vor der Partie für Wirbel gesorgt. Onana blickte nach dem torlosen Unentschieden gegen Manchester City auf das Duell mit Lyon voraus und kam dabei zu der Erkenntnis, dass United "sehr viel besser" sei als der französische Ex-Meister. Eine Aussage, die Matic nicht auf sich sitzen lassen wollte.
"Wenn David de Gea, Schmeichel oder van der Sar das gesagt hätten, hätte ich mich selbst hinterfragt. Aber wenn man statistisch gesehen einer der schlechtesten Torhüter bei Manchester United ist, muss man vorsichtig sein, was man sagt", sagte Matic.
Am Donnerstagabend dann schien der Kameruner Onana bei den beiden Gegentreffern nicht ganz auf der Höhe. Von seinem Teammanager wurde er aber in Schutz genommen. "Das kann passieren. Wenn man Fußball spielt, und wir spielen viele Spiele, passieren Fehler", sagte Ruben Amorim: "Es gibt nichts, was ich Andre in diesem Moment sagen kann, was helfen würde.
Zwei Fans sterben vor Spiel von Ex-Bundesligaprofi
Zwei Fußball-Anhänger in Chile sind ums Leben gekommen, als sie offenbar versuchten, einen Absperrzaun auf dem Weg ins Stadion in Santiago zu überwinden. Das Unglück ereignete sich vor dem Gruppenspiel des Libertadores-Cups zwischen dem Hauptstadtklub Colo Colo mit Ex-Bundesligaprofi Arturo Vidal und dem brasilianischen Team aus Fortaleza. Laut Angaben der lokalen Behörden wollte eine Gruppe von Fans in das Estadio Monumental eindringen und versuchte dabei, einen Schutzzaun umzureißen. Als die Polizei sie daran hinderte, kam es den Angaben zufolge zu einem Gedränge, der Zaun sei umgestürzt. Eines der Opfer sei am Ort des Geschehens gestorben, das andere im Krankenhaus.
In der 70. Minute des Spiels begannen zudem einheimische Fans, Gegenstände auf das Spielfeld zu werfen. Unklar ist, ob diese Vorfälle mit den Geschehnissen vor dem Anpfiff zusammenhängen. Die Partie wurde beim Stand von 0:0 abgebrochen. Die Spieler aus Fortaleza suchten Schutz in der Umkleidekabine. Derweil versuchten die Profis von Colo Colo, unter ihnen der frühere Leverkusen- und Bayern-Profi Vidal, die Fans zu beruhigen. Schiedsrichter Gustavo Tejera aus Uruguay schickte schließlich alle Spieler in die Kabine.
"Chance, weitere Titel zu holen": Salah macht Liverpool glücklich
Nach wochenlangen Spekulationen um seine Zukunft hat sich Mohamed Salah für einen Verbleib beim FC Liverpool entschieden. Der Tabellenführer der Premier League teilte mit, dass der ägyptische Fußballstar einen neuen Vertrag unterzeichnet habe, der Salah "über das Ende der Saison 2024/25 hinaus an den FC Liverpool" binden wird. Über die Vertragslaufzeit machte der Klub keine Angaben, laut BBC liegt diese bei zwei Jahren.
"Es ist großartig, ich hatte meine besten Jahre hier. Es sind bereits acht, hoffentlich werden es zehn", sagte Salah, der mit Liverpool englischer Meister und Champions-League-Sieger wurde: "Ich bin sehr aufgeregt, wir haben ein tolles Team. Das war auch der Grund, weshalb ich den Vertrag unterschrieben habe. Weil ich denke, dass wir die Chance haben, weitere Titel zu holen." Der 32-Jährige spielt seit 2017 für Liverpool.
Lothar Matthäus richtet flammenden Appell an Thomas Müller
Weltmeister und Fußball-Experte Lothar Matthäus äußert sich am Rande des Europapokal-Spiels von Eintracht Frankfurt zur Situation von Thomas Müller beim FC Bayern München und hält eine inbrünstige Rede für einen Wechsel ins Ausland.
Bericht: BVB will Fast-Rentner Mats Hummels zurückholen
Mit Blick auf die Klub-WM in den USA (14. Juni bis 13. Juli) könnte Borussia Dortmund wegen des langfristigen Ausfalls von Nico Schlotterbeck noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Angeblich rückt bei den Planspielen des BVB der langjährige Abwehrchef Mats Hummels in den Fokus. "Bild" vermeldet, die Dortmunder Führungsetage denke derzeit über ein Sensations-Comeback des 36-Jährigen nach - ausdrücklich in der Rolle als Spieler, nicht als Funktionär.
Überraschend wäre diese Lösung auch, weil Mats Hummels eigentlich für das Saisonende nach Ablauf seines Vertrags bei der AS Rom das Karriereende angekündigt hatte. Der BVB würde seinen Ex-Profi also quasi noch einmal aus dem Ruhestand zurückholen, um ihn bei dem finanziell äußerst lukrativen Turnier in den Vereinigten Staaten einzusetzen. Ob sich Hummels mit einer BVB-Rückkehr auf Zeit anfreunden könnte, ist allerdings offen. Regeltechnische Hürden stünden dieser aber nicht im Weg: Vom 1. bis 10. Juni wurde wegen der Klub-WM eigens ein kurzes Transfer-Fenster eingeführt, in dem die Klubs Neuzugänge unter Vertrag nehmen können.
Wunderkind bezwingt Angstgegner, triumphiert aber nicht
Neundarter kassiert, aber den Angstgegner besiegt: Darts-Wunderkind Luke Littler hat an einem spektakulären Premier-League-Abend in Manchester den "perfekten" Gerwyn Price niedergerungen. Der 18-Jährige aus dem englischen Warrington setzte sich in einem hochklassigen Duell zweier Weltmeister im Viertelfinale mit 6:3 durch. Den Tagessieg bei seinem Heimspiel holte Littler aber nicht. Im Halbfinale musste sich der Titelverteidiger Luke Humphries mit 4:6 geschlagen geben, dabei verpasste er einen Neundarter auf der Doppel-12 knapp. 2024er-Weltmeister Humphries unterlag anschließend seinem englischen Landsmann Nathan Aspinall, der sich durch ein 6:5 seinen ersten Spieltagssieg sicherte.
Littler hatte die letzten sechs Partien gegen Price verloren. Nun führt er nach dem zehnten von 16 Spieltagen weiter die Tabelle an. Die besten vier der acht Teilnehmer erreichen die Playoffs. Dort geht es am 29. Mai in London um den Titel und 275.000 Pfund Preisgeld (rund 331.000 Euro).
Oliver Kahn geht FC Bayern hart an
Ex-Vereinsboss Oliver Kahn hat fehlende Rückendeckung für Sportvorstand Max Eberl in der Führungsetage des FC Bayern München bemängelt. "In der Vergangenheit war das kein gutes Zeichen, wenn ständig in der Öffentlichkeit irgendwelche Namen kolportiert werden", sagte der 55-Jährige der "Bild" mit Blick auf Spekulationen über eine mögliche Ablösung Eberls. "Da erwartest du dir ja auch einen gewissen Rückhalt. Irgendwann muss ja auch ein gewisses Vertrauen da sein. Dass jetzt wieder spekuliert wird, andere Namen gehandelt werden, und das auch zugelassen wird und dem keiner entgegentritt - das macht die Arbeit für Max Eberl sicher nicht einfacher und vor allem schwächt es seine Position", kritisierte Kahn.
Eberl hat in der öffentlichen Wahrnehmung keinen einfachen Stand beim deutschen Rekordmeister. Rund um die Trennung von Rekordspieler Thomas Müller zum Ende der Saison passten Eberls öffentliche Aussagen beispielsweise nicht zu denen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß. In den vergangenen Wochen wurde über ein Interesse des FC Bayern an Mario Gomez spekuliert, der im Management für RB Leipzig arbeitet. Auch Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick wurde mit dem Tabellenführer der Bundesliga in Verbindung gebracht.
"Mussten leiden" und "geiles Spiel": Lob nach Zitterremis
Nach dem glimpflichen Ausgang des bislang größten Spiels seiner Karriere stand Dino Toppmöller die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. "Wir mussten leiden, das wussten wir vorher auch", sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem 1:1 (1:1) im Viertelfinal-Hinspiel bei Tottenham Hotspur. Das Remis sei "eine sehr gute Basis für das Rückspiel".
Die gute Ausgangslage erzitterte sich seine Mannschaft zwischenzeitlich, die Eintracht überstand eine enorme Drangphase der Gastgeber mit mehreren Großchancen unbeschadet. "Danach ist auch wichtig, dass du dich nicht rausbringen lässt, sondern weiter verteidigst. Das haben wir gemacht", lobte Kapitän Robin Koch. Vor dem Rückspiel sei alles "nach wie vor total offen. Vor unseren eigenen Fans wollen wir unbedingt ins Halbfinale", gelobte der Coach. Koch hingegen schwärmte: "Es war heute ein geiles Spiel, zu Hause wird es hoffentlich noch einen Tick geiler."
Netzer und Beckenbauer: "Fragte nach Nahtod-Erfahrungen"
Fußball-Ikone Günter Netzer hat nach seiner schweren Herz-Operation im Jahr 2016 ein besonderes Gespräch mit Franz Beckenbauer erlebt. Das erzählte der frühere Nationalspieler dem "Stern". Beckenbauer habe ihn kurz nach dem Eingriff auf Sylt besucht - und ihm eine sehr persönliche Frage gestellt: "Franz fragte mich, ob ich bei der Operation Nahtod-Erfahrungen gemacht hätte", verriet der 80-Jährige.
Der "Kaiser" selbst hatte damals ebenfalls Herzprobleme und ließ sich später vier Bypässe legen. "Es war ein wunderbares Gespräch über die großen Fragen des Lebens", sagte Netzer. Beckenbauer sei anschließend "gelöst und zufrieden" nach München zurückgereist. Netzer selbst musste sich bei seiner Operation sechs Bypässe legen lassen. Die Nacht nach dem Eingriff habe er in besonderer Klarheit auf der Intensivstation erlebt - aber auch in völliger Einsamkeit.