Lothar Matthäus verteilt bei Titel-Fazit Lob und Tadel
Der FC Bayern München ist neuer Deutscher Meister, für Trainer Vincent Kompany und Manager Max Eberl ist es der Premieren-Titel in der Ersten Fußball-Bundesliga. Vereinsikone und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus verteilt in seinem Titel-Fazit Lob und Tadel.
"694 Spiele gewartet": Presse huldigt "Münchens geliebtem Import" Harry Kane
Harry Kane hat seinen ersten Titel - und die englische Presse verneigt sich vor dem 31-Jährigen. "Münchens geliebter Import hat endlich die Trophäe, nach der er sich so lange gesehnt hat", schrieb der "Guardian" nach der Bayern-Meisterschaft.
"The Sun": "Kane you believe it? Harry Kane gewinnt endlich seine erste Trophäe."
"Daily Mail": "Der Titel rechtfertigt in gewisser Weise seinen 100-Millionen-Pfund-Wechsel von Tottenham im Sommer 2023, als er seinen geliebten Verein auf der Suche nach dem schwer erreichbaren Titel verließ. Obwohl Kane einer der produktivsten Stürmer der Neuzeit ist, musste er 15 Saisons - und 694 Spiele – auf diesen Moment warten. Seine Geduld wurde im Laufe der Jahre auf die Probe gestellt."
"Guardian": "Harry Kane, Münchens geliebter Import, hat endlich die Trophäe, nach der er sich so lange gesehnt hat. Der Pokal war genau das, was er sich wirklich gewünscht hatte. Endlich hat er ihn bekommen – und in München bleibt ihm noch jede Menge Zeit zum Feiern und für die traditionellen Bierduschen."
"BBC": "Trotz aller Tore und individuellen Auszeichnungen wurde Harry Kane schon lange dafür kritisiert, dass er nie einen Pokal gewonnen hat. Nach sechs verlorenen Endspielen hat sich die Beharrlichkeit des bescheidenen, aber unerbittlichen Torjägers ausgezahlt."
Abschied als Legende: Thomas Müller ist jetzt "Rekordmeister"
Bayern Münchens Ikone Thomas Müller ist nun auch zum "Rekordmeister" in den fünf europäischen Topligen aufgestiegen. Der 35-Jährige zog durch den Gewinn der 13. deutschen Meisterschaft seiner beeindruckenden Karriere mit Legende Ryan Giggs gleich. Der Waliser hatte mit Manchester United ebenfalls 13 Mal die Premier League gewonnen.
In der Bundesliga steht Torwart Manuel Neuer mit nun zwölf deutschen Meisterschaften nur knapp hinter Müller. Neuer hatte unlängst seinen Vertrag bei den Bayern um ein weiteres Jahr verlängert und könnte deshalb 2026 mit seinem Teamkameraden noch gleichziehen. Für den 35 Jahre alten Müller, der insgesamt 32 (!) Titel mit dem Rekordmeister feierte, ist im Sommer beim FC Bayern Schluss. Seine Zukunft ist offen. 2010 hatte Müller mit den Bayern seine erste Meisterschaft gewonnen.
"Hat mit 3. Liga nichts zu tun": Cottbus taumelt, Wollitz schäumt
Energie Cottbus hat im Aufstiegsrennen der 3. Fußball-Liga wohl entscheidend gepatzt. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz unterlag im eigenen Stadion dem Kellerkind Waldhof Mannheim mit 2:4 (1:2). Zwei Spieltage vor Schluss hat Cottbus, Anfang März noch Spitzenreiter, als Tabellenvierter bereits drei Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Der direkte Durchmarsch des Aufsteigers ist nicht mehr möglich. Wollitz ärgerte sich: "Die Art der Gegentore hat dann auch mit Spitzenfußball der 3. Liga oder insgesamt mit 3. Liga nichts zu tun. Im inneren Kern sind das fantastische Jungs", schimpfte der Trainer bei MagentaSport. "Aber im Fußball zählt das, was du auf die Platte bringst. Da ist es auch egal, ob alt oder jung."
Cottbus ging durch Henry Rorig (7.) zwar früh in Führung, doch Felix Lohkemper (8.), Kennedy Okpala (29./52.) und Henning Matriciani (62.) drehten die Partie. Tolcay Cigerci (66., Foulelfmeter) setzte den Schlusspunkt. Für die Lausitzer war es die vierte Niederlage aus den letzten sechs Spielen, Mannheim verließ durch den Sieg die direkten Abstiegsplätze.
Tabellenführer Dynamo Dresden (67 Punkte) hat somit Platz drei bereits sicher, den aktuell der 1. FC Saarbrücken (62) belegt. Pokalfinalist Arminia Bielefeld (66) steht auf Rang zwei, Cottbus folgt als Vierter mit 59 Zählern.
"Schwachsinn", "werde verrückt": Bierhoff redet sich in Rage
Oliver Bierhoff hat den Vorwurf einer Entfremdung und übermäßigen Vermarktung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in seiner Zeit als DFB-Direktor zurückgewiesen. "Das ist echt ein Schwachsinn", sagte Bierhoff im Doppelpass von Sport1. Das DFB-Team habe rund um das WM-Vorrundenaus 2018 "weitaus weniger Werbung betrieben" als beim Titelgewinn 2014: "Wir haben einfach schlecht gespielt. Aber es hat nicht drangehangen, weil wir einen Werbespot mehr hatten."
Die Leistungen des Teams in der Zeit zwischen 2018 und dem Ausscheiden in der Vorrunde bei der WM 2022 in Katar waren aus Bierhoffs Sicht eines der Hauptprobleme. "Wenn du gut spielst, kannst du alles machen", sagte der 57-Jährige - und ergänzte süffisant mit Blick auf die abgesagte Reise der Stars von Bayern München nach Ibiza: "Dann kannst du mit dem Privatflieger nach Ibiza fliegen und dann ist alles okay."
Bierhoff redete sich bei dem Thema in Rage. Obwohl das Verhältnis zwischen den Fans und dem Nationalteam aus Sicht des DFB seit der EM 2024 deutlich verbessert ist, hat sich laut Bierhoff eigentlich "nichts verändert". Man spiele "um 21 Uhr abends. Wir haben vier Friseure. Ihr habt immer gesagt: Ihr seid die Nationalmannschaft, ihr habt einen Friseur da.", monierte Bierhoff: "Jetzt haben wir vier Friseure. Da werde ich verrückt."
Bierhoff hatte den Posten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Teammanager 2004 angetreten, in seine Zeit beim DFB fallen der WM-Titel, aber auch die beiden enttäuschenden Endrunden in Russland und Katar.
Gewalttätiger Zusammenstoß: 19-Jähriger ersticht Inter-Fan
Ein Fan des italienischen Fußball-Erstligisten Atalanta Bergamo ist bei einem Streit mit einem Fan von Inter Mailand erstochen worden. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht in Bergamo. Der Streit brach in einer Bar im Stadtzentrum aus, der 19-Jährige erstach in der Folge den 26-Jährigen mit einem Messer.
Der Täter stellte sich der Polizei und behauptete, er sei angegriffen worden und habe versucht, seinen Bruder zu verteidigen. Laut Medienberichten seien an der Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Fans zehn junge Leute beteiligt gewesen. Das Opfer sei in den Rücken gestochen worden. Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Zeugen berichteten laut der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport", dass die jungen Menschen vor dem tödlichen Stich unter anderem mit Eisenstangen aufeinander losgegangen seien.
Der Festgenommene wurde in die Strafanstalt von Bergamo eingeliefert.
Noch vor Saisonende: Bundesliga-Trainer steht offenbar vor Rauswurf
Trainer Ralph Hasenhüttl steht nach übereinstimmenden Medienberichten vor dem Aus beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Unter anderem berichtete die "Sport Bild", dass nach ihren Informationen der U19-Trainer Daniel Bauer die Mannschaft für die restlichen zwei Saisonspiele übernehmen soll.
Einen Tag nach dem 0:4 bei Borussia Dortmund sollen Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen und Sportdirektor Sebastian Schindzielorz zusammengekommen sein, um die Lage zu beraten. Die Wolfsburger sind seit acht Spielen ohne Sieg. Durch die Negativserie verspielten die Niedersachsen ihre Chance auf einen Europapokal-Platz.
Der 57-jährige Hasenhüttl hatte im März 2024 sein Amt angetreten und das Team zum Klassenverbleib geführt. In dieser Saison sollte die Mannschaft wieder um die Qualifikation für einen Europapokal-Wettbewerb mitspielen. Das gelang nur für eine kurze Zeit.
Hasenhüttl hat noch einen Vertrag bis Juni 2026. Dennoch galt es als sicher, dass der Verein sich von dem Österreicher zum Saisonende trennen würde. Die Suche nach seinem Nachfolger soll bereits in vollem Gange sein.
Jubel nach Ausnahme-Aktion: Baseball-Papa lässt sich nicht aus der Ruhe bringen
Für viele Baseball-Fans zählt das Fangen eines Balls auf der Tribüne zu den unvergesslichen Momenten ihres Lebens. Beim Spiel der New York Yankees gelingt einem Vater der Fang des Tages – obwohl seine Tochter ihm dabei ein unerwartetes Handicap verpasst.
Trust me, bro: Kevin Großkreutz weiß, wohin Thomas Müller wechselt
Das kann doch nicht wahr sein: Kevin Großkreutz durchkreuzt die Pläne von Thomas Müller und verkündet, wohin es für die Ikone des FC Bayern München geht. In die USA. Und wann erfahren wir davon? Anfang Juni! All das behauptet der ehemalige BVB-Spieler in seinem Podcast "Viertelstunde Fußball". Erfahren haben will er es von Müllers Nachbarn. Na dann: Trust me, bro!
Der Vertrag von Thomas Müller läuft in diesem Sommer aus. Er wird keinen neuen erhalten. Immer wieder war in der Vergangenheit über einen möglichen Wechsel in die MLS zu Los Angeles FC spekuliert worden. Der Lokalrivale des Marco-Reus-Klubs Galaxy ist mit dem FC Bayern über Umwege verbandelt. Noch ist überhaupt nicht klar, ob Müller seine Karriere fortsetzt.
RBL-Coach äußert nach Last-Minute-Drama einen Fußballgott-Verdacht
Viele bedankten sich bei Yussuf Poulsen nach dem erlösenden Ausgleich, Zsolt Löw richtete seinen Dank lieber gen Himmel. "Ich habe nach dem 2:3 gedacht: Wo bist du, Fußballgott?", sagte der Interimstrainer von RB Leipzig nach dem nervenaufreibenden Last-Minute-Punktgewinn gegen Bayern München: "Und dann hat der Fußball-Gott noch mal kurz heruntergeschaut und uns das 3:3 geschenkt."
Derartige Hilfe könnten die Leipziger auch an den finalen beiden Bundesliga-Spieltagen brauchen, wenn es mit der Champions League noch klappen soll. "Im Leben ist nichts sicher. Wir brauchen sechs Punkte, um wieder in die Champions League zu kommen. Ich gehe davon aus, dass wir zwei Spiele lang alles geben", sagte Poulsen, der den Leipzigern mit seinem Treffer zum 3:3 (2:0)-Endstand in der Nachspielzeit (90.+5) Hoffnung spendete.
Mit 50 Zählern liegen die Sachsen in Schlagdistanz zu den Königsklassenrängen, aber auch die Conference League oder ein Jahr ohne Europapokalteilnahme sind noch möglich. Dabei gestaltet sich das Restprogramm für RB durchaus herausfordernd. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) geht es zu Werder Bremen, zum Saisonfinale am 17. Mai kommt DFB-Pokalfinalist VfB Stuttgart nach Leipzig.
Wildes Gerücht: BVB jagt das Wunderkind mit der Mega-Klausel
Borussia Dortmund darf inzwischen wieder von der Champions League träumen. Die Teilnahme an der Königsklasse würde den BVB auch für potenzielle Neuzugänge attraktiver machen. Bei einem brasilianischen Wunderkind werden die Westfalen offenbar langsam konkret.
Wie die englische "Sun" schreibt, besteht bei Borussia Dortmund wachsendes Interesse an einer Verpflichtung von Angreifer Luighi. Der 19-jährige Offensivspieler von Palmeiras gilt als heißer Kandidat für den Sprung nach Europa. Zwar hat der Youngster erst letzte Woche seinen Vertrag in Sao Paulo bis 2029 verlängert. Dem Interesse der europäischen Fußball-Elite hat dies aber keinen Abbruch getan.
Neben dem BVB werben angeblich auch der FC Arsenal und Inter Mailand konkret um Luighi. Der Rechtsfuß soll bei Palmeiras inzwischen eine Ausstiegsklausel von rund 82 Millionen Euro besitzen, heißt es. Doch laut "Sun" sei es unwahrscheinlich, dass der brasilianische Klub auf dieser Summe beharrt. Ähnliches war zuletzt auch im Poker um Estevao passiert.
Den Flügelstürmer zieht es im Sommer für circa 34 Millionen Euro zum FC Chelsea, obwohl er bei Palmeiras eine Klausel für die doppelte Summe im Vertrag hatte. In Dortmund könnte Luighi womöglich bald in die Fußstapfen von Jamie Gittens treten, der als Wechselkandidat für den Sommer gilt. Laut "Sky" buhlt der FC Chelsea um den englischen Flügelspieler.
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Deswegen durfte der gesperrte Harry "Pain" Kane an die Seitenlinie
Der Ausflug an die Seitenlinie des Leipziger Stadions bleibt für den gesperrten Harry Kane vom FC Bayern München ohne Konsequenzen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erklärte, dass für gelbgesperrte Spieler kein Innenraumverbot gelte. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft durfte sich somit neben der Bayern-Bank aufhalten.
Den Großteil des Spiels hatte Kane an der Seite seines Bruders Charlie auf der VIP-Tribüne des Leipziger Stadions verfolgt. Nach dem 3:2 durch Leroy Sané begab sich der 31-Jährige nach unten und stand zu seiner ersten Meisterfeier bereit mit verschränkten Armen an der Seitenlinie. Allerdings traf RB-Stürmer Yussuf Poulsen in der Nachspielzeit zum 3:3, wodurch der vorzeitige Titelgewinn rechnerisch nicht mehr möglich war.
Dennoch begab sich Kane nach dem Schlusspfiff mit den anderen Bayern-Profis in die Fankurve und feierte den Quasi-Titel. Arm in Arm mit Thomas Müller lachte der Brite trotz des bitteren Ausgleichs kurz vor Schluss. In seiner langen Karriere hat Kane noch nie einen großen Titel gewonnen. "Harry Pain", schrieb das Boulevardblatt "The Sun" nach dem 3:3 in Leipzig. "Harry Kanes Träume vom ersten Titel vorerst gestoppt." Am kommenden Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach darf Kane wieder zum Einsatz kommen.
Kompanys Vater plaudert über misslungenen Abwerbeversuch von Uli Hoeneß
Uli Hoeneß verbindet eine "besondere Geschichte" mit Vincent Kompany und dessen Vater Pierre, wie dieser nun verriet. In einem Interview der "Bild am Sonntag" erzählte der 77-Jährige von einer Begegnung, als sein Sohn noch Jugendlicher gewesen sei und bei einem Jugendturnier gespielt habe. Uli Hoeneß sei zu Vincent gegangen und habe ihm seine Visitenkarte gegeben. "Er wollte, dass ich mich als sein Vater bei ihm melde, damit er eventuell in die Jugend des FC Bayern wechselt. Aber wir haben nie angerufen", sagte Pierre Kompany. "Unsere Philosophie war klar: Vincent sollte erst einmal die Schule erfolgreich absolvieren, und dann konnten wir über einen Wechsel ins Ausland nachdenken."
Erst am Freitag hatte Vincent Kompany anlässlich der Einweihung des Franz-Beckenbauer-Platzes an der Allianz Arena bereits von einer persönlichen Anekdote mit dem verstorbenen Fußball-"Kaiser" berichtet. "Ich war 17. Und wir haben damals mit Anderlecht gegen Bayern in der Champions League gespielt", hatte er erzählt.
"Und damals gab es das Gerücht, dass Franz Beckenbauer sehr interessiert gewesen war an meinem Profil. Es war also die Möglichkeit da, dass ich zu Bayern München komme als Spieler", berichtete Kompany. "Ich weiß noch ganz genau: Das Erste, was ich im Kopf hatte, war nicht nur, dass ich zu Bayern München gehe, sondern dass ich bei Franz Beckenbauer unterschreiben möchte." Das Angebot sei aber nie gekommen.
Supertrainer Flick schickt Nationalkeeper ter Stegen zurück auf die Bank
Nach seinem Comeback beim FC Barcelona muss Fußball-Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen wieder auf die Bank. Vertreter Wojciech Szczesny werde "in der Champions League und auch gegen Real spielen. Das ist unser Plan", sagte Barcas Supertrainer Hansi Flick nach dem 2:1-Sieg gegen Schlusslicht Real Valladolid, ter Stegens erstem Spiel nach mehr als acht Monaten Pause.
Demnach werde ter Stegen weder im Halbfinal-Rückspiel bei Inter Mailand am Dienstag (21 Uhr/Prime Video und im Liveticker bei ntv.de), noch beim wichtigen Clásico gegen den Erzrivalen und Verfolger Real Madrid in der Liga am kommenden Sonntag spielen. "Aber heute freue ich mich sehr für Marc, dass er zurück ist. Und er hat gezeigt, dass er auf einem guten Weg ist", betonte Flick. Ter Stegen hatte vor seiner Rückkehr zuletzt betont, er sei "fit wie nie". Denkbar wäre nun auch, dass der 33 Jahre alte ter Stegen, der sich im September eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, erst wieder bei der Nationalmannschaft zwischen den Pfosten steht. Bundestrainer Julian Nagelsmann kann für das Final Four der Nations League (4. und 8. Juni) wieder mit seiner Nummer eins planen.
Ex-Nationalspieler Uth beendet seine Karriere
Der verletzungsgeplagte Offensivspieler Mark Uth beendet nach der Saison seine aktive Fußball-Karriere. Das gab der 1. FC Köln am Sonntag bekannt. "Gerade die Truppe hier am Geißbockheim hat mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Beim FC begann mit zwölf Jahren mein Weg, und nach einer Zeit im Profi-Fußball, auf die ich richtig stolz bin, bin ich glücklich, dass er hier endet", wird der 33-Jährige in einer Vereinsmitteilung zitiert.
Uth, der 2018 unter Ex-Bundestrainer Joachim Löw ein Länderspiel bestritt, wird nach dem letzten Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am 18. Mai offiziell verabschiedet. "Bis dahin habe ich noch ein Ziel: Dass wir nach den letzten zwei Spielen zurück in der Bundesliga sind", sagte Uth, der beim FC ausgebildet wurde. Der ehemalige Profi von Schalke 04 wird seit Jahren immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. In dieser Saison kam er in zehn Einsätzen auf lediglich 112 Minuten Spielzeit in der 2. Bundesliga. Auch in der Abstiegssaison im Vorjahr war der Linksfuß lediglich elfmal in der Bundesliga aufgelaufen. Insgesamt blickt Uth auf mehr als 300 Profi-Spiele zurück.
RBL crasht die Party: Trotz Titel "wird Bayerns Fazit nüchtern ausfallen"
Gegen RB Leipzig liegt der Titel-Favorit Bayern erst im Rückstand, startet dann eine Aufholjagd und geht doch als Verlierer vom Platz. Auch wenn die Münchner wohl wieder Deutscher Meister werden, dürfte das Resümee der Saison laut ntv-Sportreporter Max Edelmann wohl ein durchwachsenes sein.
Pleitenserie gestoppt: Lionel Messi kann doch noch gewinnen
Inter Miami hat mit Superstar Lionel Messi seine Niederlagenserie beendet und sich mit einem klaren Sieg über New York Red Bulls zurückgemeldet. Der argentinische Weltmeister erzielte in der MLS beim 4:1 über den von Sandro Schwarz trainierten Vorjahresfinalisten den Endstand. Zuvor hatten Fafà Picault, Marcelo Weigandt und Luis Suarez getroffen. Für New York war Mohammed Sofo erfolgreich.
Für den 37-jährigen Messi war es das vierte Saisontor im neunten Ligaspiel. Miami ist nun Vierter der Eastern Conference. Zuletzt war das Team im Halbfinale des CONCACAF Champions Cup gegen die Vancouver Whitecaps nach zwei Niederlagen ausgeschieden. Zwischen den beiden Partien verlor Miami auch erstmals in der MLS, Messi blieb dabei jeweils ohne Tor.
Nach neun Jahren: Ledecky knackt eigenen Weltrekord
US-Schwimmstar Katie Ledecky hat ihren eigenen Weltrekord über 800 Meter Freistil geknackt. Beim Event der Tyr Pro Swim Series in Fort Lauderdale schwamm die 28-Jährige eine Zeit von 8:04,12 Minuten und verbesserte ihre fast neun Jahre alte Bestmarke, die sie bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro aufgestellt hatte, um 0,67 Sekunden. "Ich kann nicht aufhören zu lächeln", sagte Ledecky nach dem Rennen. "Das war aber schon die ganze Woche so, also ist es nicht wirklich neu." Bereits am Mittwoch hatte die neunmalige Olympiasiegerin über die Distanz von 1500 Metern geglänzt und war die zweitschnellste Zeit der Geschichte geschwommen. Auch über 400 Meter holte sie den Sieg und verwies ihre Rivalin Summer McIntosh auf Rang zwei.
"Keine Sau freut sich": Gladbach-Boss schießt gegen eigene Fans
Roland Virkus hat mit großem Unverständnis auf die Pfiffe der Fans von Borussia Mönchengladbach reagiert. "Das erzürnt mich", schimpfte der Geschäftsführer nach dem spektakulären 4:4 (2:1)-Unentschieden seiner Mannschaft gegen den Tabellen-15. TSG Hoffenheim: "Du hast das Gefühl gehabt, die Jungs sind tot, aber sie haben alles gegeben, um das 4:4 zu machen - und keine Sau freut sich."
Tim Kleindienst hatte den Gladbachern mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zumindest noch einen Punkt gerettet - nur wenige Minuten zuvor aber hatte die Fohlen-Elf nicht nur die Führung innerhalb von nur acht Minuten verspielt, sondern auch die letzte Chance auf Europa. Die Fans quittierten dies nach Spielende mit Pfiffen.
"Das habe ich nicht verstanden", führte Virkus weiter aus: "Wir stemmen uns gegen die Niederlage, wir laufen auf der letzten Rille". Zwar verstehe er "den einen oder anderen Fan, dessen Sehnsucht, nach Europa zu kommen, nicht erfüllt worden ist". Diese Emotionen könne er nachvollziehen, gleichzeitig dürfe allerdings nicht vergessen werden, "wo wir herkommen", betonte Virkus. Nach insgesamt fünf sieglosen Spielen in Folge rutschte die Borussia innerhalb weniger Wochen vom fünften bis auf den neunten Tabellenplatz ab, die Chance auf eine Teilnahme an der europäischen Spielklasse ist nur noch theoretisch möglich.
Explosionsgefahr beim 1. FC Köln
Lange Gesichter, "Weltuntergangsstimmung" und "Struber raus"-Rufe: Beim 1. FC Köln hat der nächste Patzer im zähen Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga übel auf die Stimmung geschlagen. Nach dem enttäuschenden 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen Absteiger Jahn Regensburg forderte der FC-Anhang ob der jüngsten Leistungs- und Ergebniskrise den Rauswurf von Trainer Gerhard Struber - trotz der noch immer recht komfortablen Tabellenposition.
"Es ist natürlich nicht fein, wenn man wahrnimmt, dass das Thema ist", sagte der Österreicher nach der Partie. Dass er aber der "Blitzableiter" für die Leistung der Mannschaft sei, "ist doch klar. Ich bin der Cheftrainer vom FC." Das wird der 48-Jährige offenbar auch bleiben. Man vertraue Struber zu "100 Prozent", sagte Sport-Geschäftsführer Christian Keller.
Die Stimmung ist trotzdem am Boden. Die Kölner Profis saßen nach dem Spiel in der Kabine, "wie wenn die Welt untergegangen ist", sagte Keller. Die Tabellenführung hat Köln an den Hamburger SV verloren und befindet sich nach nur fünf Punkten aus den jüngsten fünf Spielen "nur" noch drei Punkte vor dem Relegationsplatz. Angesichts der explosiven Stimmungslage hatte Timo Hübers gar ein Déjà-vu. Die Rhetorik erinnere ihn "so ein bisschen an heute vor einem Jahr", sagte der Kapitän in Gedanken an den Abstiegskampf in der vergangenen Saison: "Das ist eine ganz andere Situation. Wir können wirklich was schaffen, und diese positiven Bilder müssen schnellstmöglich in die Köpfe", dazu brauche es auch einen "Tritt in den Hintern".
"Wir reisen alle einzeln an": Kimmich scherzt über Ibiza-Verbot
Sofa-Sause statt Meisterparty auf Ibiza - oder greifen die Stars von Bayern München zu einem Trick? "Wir reisen jetzt alle einzeln an, dass es keiner merkt", scherzte Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich am Samstagabend, nachdem die Bosse um Sportvorstand Max Eberl einen möglichen Titel-Trip auf die Baleareninsel verboten hatten. Wie die Münchner "tz" berichtete, hatten die Münchner Spieler im Falle der Meisterschaft den Kurzurlaub ab Sonntag geplant, obwohl die Bundesliga-Saison noch zwei Wochen länger dauert. Bereits vor dem 3:3 (0:2) bei RB Leipzig, nach dem die 34. Meisterschaft fast perfekt ist, hatte Eberl bei Sky gesagt: "Wir haben das gestern ganz offen mit der Mannschaft besprochen und gesagt, dass es sich nicht gehört."
Stattdessen müssen die Bayern am heutigen Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) womöglich auf der Couch feiern. Wenn Verfolger Bayer Leverkusen beim SC Freiburg nicht gewinnt, sind die Bayern auch rechnerisch nicht mehr einzuholen. "Wenn man sich es aussuchen kann, soll Leverkusen ein tolles Spiel machen und gewinnen, aber am Ende ist es mir nicht ganz so wichtig", so Thomas Müller in der ARD. Auch Kimmich sagte: "Ich hoffe, dass Leverkusen gewinnt."