Nach Pleite gegen USA: Deutscher NHL-Star gibt grünes Licht
Kurz nach dem letzten WM-Test gab Moritz Seider grünes Licht. "Ich habe mich gut gefühlt. Ich freue mich, mitfahren zu können, und auf eine hoffentlich lange Weltmeisterschaft", sagte der deutsche Hoffnungsträger nach dem 2:5 (0:1, 1:2, 1:2) bei der Generalprobe gegen ein B-Team des Olympiasiegers USA. "Wir haben noch ein paar Tage Zeit, es war ein sehr guter Test", ergänzte der zuletzt angeschlagene NHL-Verteidiger, "ich glaube, dem Ganzen sollte nichts mehr im Weg stehen."
Als Kapitän hatte der Abwehrspieler der Detroit Red Wings im letzten Vorbereitungsspiel in Mannheim seinen persönlichen WM-Härtetest absolviert. Dabei spielte er ohne sichtbare Probleme durch und machte einen guten Eindruck. "Wir haben einen ganz ordentlichen Job gemacht", bilanzierte Seider, der seit Ende April seine Reha in Deutschland absolviert hatte.
Die "Gallier" erobern die Bundesliga
Der HBW Balingen-Weilstetten steigt in die Handball-Bundesliga auf. Die Mannschaft von Trainer Matthias Flohr machte mit einem 42:34 (18:21) bei der abstiegsbedrohten HSG Krefeld Niederrhein die Rückkehr ins Oberhaus vorzeitig perfekt. In den verbleibenden drei Spielen der 2. Bundesliga können die "Gallier von der Alb" nicht mehr vom drittplatzierten HC Elbflorenz aus Dresden eingeholt werden.
Für die Schwaben ist es der vierte Aufstieg in die Bundesliga. Zuletzt war der HBW in der Spielzeit 2023/24 erstklassig. Im vergangenen Jahr hatte das Flohr-Team das Final Four um den DHB-Pokal erreicht und dort den dritten Platz belegt.
Kehrtwende bei Star des FC Bayern?
Ein Verbleib von Chelsea-Leihgabe Nicolas Jackson in München gilt eigentlich als ausgeschlossen. Eine DFB-Ikone will nun aber von einer möglichen Kehrtwende erfahren haben. Bleibt Nicolas Jackson dem FC Bayern doch über den 30. Juni 2026 hinaus erhalten? Dass die Antwort auf diese Frage keineswegs ein klares Nein sein muss, enthüllte nun der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus.
Bayern-Coach Vincent "Kompany ist von Jackson überzeugt, und er hätte ihn gerne in München gehalten. Aber er ist zu teuer", führt Matthäus bei "Sky90" aus, schränkt dann aber ein, dass durchaus eine Hintertür existiert: "Kompany hat es intern hinterlegt, dass er gerne Jackson behalten würde, aber natürlich wahrscheinlich zu einem gewissen Preis, den sein Arbeitgeber Chelsea nicht unbedingt annehmen wird."
Schweigeminute und Fan-Support: Emotionale Momente für Hansi Flick
Vor dem Clasico gegen Real Madrid teilte der FC Barcelona mit, dass der Vater von Hansi Flick gestorben ist. Der Trainer sitzt am Abend trotzdem auf der Bank der Katalanen. Vor dem Anpfiff gab es im Camp Nou eine Schweigeminute für Flicks Vater. Anschließend skandierten die Fans "Hansi Flick".
Der sichtlich angefasste Ex-Nationaltrainer bedankte sich mit Applaus bei den Anhängern. Mit einem Punktgewinn gegen den Erzrivalen kann Barca vorzeitig den Meistertitel perfekt machen.
Im Video: Zverev überwindet fiebrige Probleme
Alexander Zverev gewinnt sein Match beim Turnier in Rom - obwohl er vor wenigen Tagen noch Fieber hat. Beim Spiel ist er zwar noch etwas geschwächt, doch mit spielerischer Leichtigkeit gewinnt er die Partie gegen Alexander Blockx aus Belgien mit 6:1 und 6:4.
Die Tennis-Bälle sind zurück: Union-Fans erwerfen Unterbrechung der Bundesligapartie
Auswärtsfans von Union Berlin haben für eine zwischenzeitliche Unterbrechung der Bundesligapartie beim FSV Mainz gesorgt. Fans der Köpenicker warfen nach gut einer Viertelstunde zahlreiche Tennisbälle auf den Rasen. Schiedsrichter Florian Exner unterbrach daraufhin die Partie für einige Minuten. Die Anhänger protestierten damit gegen die Ansetzung der späten Sonntagspartien.
"Saison 25/26: 7000 km an Sonntagen", "Eure Terminierungen bleiben eine Farce!" sowie "Anstoßzeiten fair gestalten", hieß es auf großen Bannern im Block. Vor rund zwei Jahren hatten Fans von Bundesligaklubs regelmäßig mit Tennisbällen Unterbrechungen herbeigeworfen, um gegen einen möglichen Investoren-Einstieg in der Bundesliga zu protestieren. Am Ende blieb ein Einstieg eines DFL-Investors aus.
FC Schalke an 35-Millionen-Mann dran?
Der FC Schalke 04 ist zurück in der Bundesliga und schaut sich für das Oberhaus nach Verstärkungen um. Wie der türkische Transfer-Insider Ekrem Konur berichtet, könnte Francis Onyeka bei den Knappen in den Fokus rücken. Der Youngster von Bayer Leverkusen spielte 2025/2026 auf Leihbasis für den VfL Bochum, wo er mit acht Toren überzeugte.
Problem: Bayer soll 30 bis 35 Millionen Euro für sein Top-Talent fordern, für S04 wäre also nur eine Leihe denkbar. RB Leipzig gilt ebenfalls als interessiert.
VfB Stuttgart feiert Aufstiegs-Hattrick
Die Frauen des VfB Stuttgart haben mit dem dritten Aufstieg in Folge den Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga geschafft. Das Team von Coach Nico Schneck gewann am vorletzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg 4:1 (3:1) und kann nicht mehr von den ersten beiden Plätzen verdrängt werden.
Die VfB-Frauen waren 2022 in der Oberliga Baden-Württemberg gestartet, mit dem ersten Aufstieg im Jahr 2024 begann der steile Weg nach oben. Den zweiten Aufsteiger machen der neue Tabellenzweite Mainz 05 und der SC Sand (beide 52 Punkte) am kommenden Sonntag unter sich aus.
Deutschland-Schreck schrammt an Sensation gegen China vorbei
China hat bei der Tischtennis-WM in London zum 24. Mal den Mannschaftstitel der Frauen gewonnen. Im sechsten Finalduell mit Deutschlands Halbfinalbezwinger Japan bei einem WM-Turnier nacheinander kam das Team um die Weltranglistenerste Sun Yingsha zu einem 3:2-Zittersieg und feierte damit sein siebtes WM-Gold in Folge.
Die Japanerinnen hingegen müssen weiter auf ihren ersten WM-Triumph seit 1971 warten. Letzter Titelträger vor Chinas laufender Siegesserie war Singapur 2010 in Moskau. Japan konnte die mit einem Trio aus den Top Seven der Weltrangliste angetretenen Chinesinnen einen Tag nach seinem Erfolg gegen die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) nicht nur ärgern: Angesichts eines zweimaligen Rückstands drohte den Dauer-Siegerinnen völlig unerwartet der Sturz vom WM-Thron. Weltmeisterin Sun konnte jedoch beide Male ausgleichen und gab der Weltranglistenzweiten Wang Manyu nach mehr als drei Stunden Spielzeit die Vorlage zum Siegpunkt.
Diesmal kein Massensturz: Franzose gewinnt seine zweite Giro-Etappe
Zum Abschluss eines von Stürzen überschatteten Auftaktwochenendes hat der französische Radprofi Paul Magnier die dritte Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Auf dem letzten Teilstück im Gastland Bulgarien setzte sich der 22-Jährige vom Team Soudal Quick-Step im Massensprint durch und feierte bereits seinen zweiten Tagessieg bei der Italien-Rundfahrt.
"Ich habe davon geträumt, noch eine Etappe zu gewinnen", sagte Magnier: "Das Team hat einen tollen Job gemacht." Zweiter wurde nach 175 km von Plowdiw nach Sofia Jonathan Milan aus Italien vor dem Niederländer Dylan Groenewegen .In der Gesamtwertung gab es nach der Etappe mit nur einer Schwierigkeit, dem wenig steilen Borovets Pass nach rund 100 km, keine relevanten Veränderungen. Der Uruguayer Guillermo Thomas Silva (XDS Astana) bleibt im Rosa Trikot, der Deutsche Florian Stork (Tudor Pro Cycling) auf Rang zwei. Topfavorit Jonas Vingegaard kam ebenfalls mit dem Peloton ins Ziel.
Newcastle endgültig gerettet - Woltemade blass
Nationalspieler Nick Woltemade und Newcastle United haben die letzten Restzweifel am Klassenerhalt in der englischen Premier League beiseite geräumt. Die Mannschaft von Teammanager Eddie Howe holte am 36. Spieltag beim Konkurrenten Nottingham Forest ein 1:1 (0:0) und entledigte sich durch den Punktgewinn kurz vor dem Ende einer enttäuschenden Saison der Abstiegssorgen.
Harvey Barnes (74.) erzielte den Führungstreffer der Gäste. Woltemade stand zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Platz, der unauffällige DFB-Stürmer wurde nach 61 Minuten ausgewechselt. Für den früheren Stuttgarter kam Jacob Ramsey, der wenig später das Tor vorbereitete. Zum Sieg reichte es aber nicht: Elliott Anderson (88.) glich spät für Nottingham aus, das am Donnerstag im Europa-League-Halbfinale an Aston Villa gescheitert war.
Villa patzte im Rennen um die Champions League erneut. Der Endspielgegner des SC Freiburg kam beim bereits abgestiegenen FC Burnley nur zu einem 2:2 (1:1). Zwei Spiele vor Saisonende liegt der Klub aus Birmingham auf Rang fünf vier Punkte vor dem AFC Bournemouth.
Hertha-Youngster schreibt Zweitliga-Geschichte
Kennet Eichhorn von Hertha BSC hat als jüngster Torschütze der 2. Bundesliga deutsche Fußball-Historie geschrieben. Dem Mittelfeldspieler der Berliner gelang beim 2:1 über die SpVgg Greuther Fürth der Treffer zur 1:0-Führung. Er war am Sonntag 16 Jahre, 9 Monate und 13 Tage alt und damit 52 Tage jünger als der bisherigen Rekordhalter Gunther Reeg im Jahr 1985.
Der Berliner Teenager war im vorigen August mit 16 Jahren und 14 Tagen bereits der jüngste Spieler geworden, der in der 2. Liga auflief. Im Dezember erzielte er im DFB-Pokal sein erstes Profitor und avancierte zum jüngsten Torschützen der Pokal-Historie. Eichhorn gilt als eines der größten Talente in Deutschland und weckte bereits das Interesse etlicher Topvereine.
St. Pauli will Abstiegsfinale "wie eine Schlacht" angehen
Der letzte Bundesliga-Spieltag der Saison wird mit dem "Abstiegsendspiel" des FC St. Pauli gegen Wolfsburg einen Krimi bereithalten. Beide Teams sind punktgleich, der Sieger darf in den Relegationsspielen gegen den Drittplatzierten der 2. Liga um den Ligaverbleib antreten. Louis Oppie, Außenspieler der Kiezkicker, verspricht bereits vorab eine "Schlacht".
Zverev bezwingt erst Fieber, dann den nächsten Gegner
Alexander Zverev hat sich von seinen gesundheitlichen Problemen gut erholt und beim Tennis-Masters in Rom das Achtelfinale erreicht. Der zweimalige Turniersieger, der zuletzt über Fieber klagte, gewann sein zweites Match im Foro Italico gegen den Belgier Alexander Blockx nach einer starken Leistung 6:1, 6:4. Zuvor hatte Zverev (29) geschwächt gegen seinen Landsmann Daniel Altmaier gesiegt, diesmal war sein Arbeitstag schon nach 74 Minuten beendet.
Gegen den aufstrebenden Blockx (21) hatte Zverev zuletzt bereits beim Turnier in München in zwei Sätzen gewonnen. Auch in Rom, wo der Deutsche 2017 und 2024 triumphiert hatte, war er von Beginn an der dominierende Spieler. Nach nur 29 Minuten schnappte er sich den ersten Satz, weil sich Zverev auf seinen gewohnt starken Aufschlag verlassen konnte und auch im Return-Spiel überzeugte.
Kurz vor Clasico: Flick trauert um seinen Vater
Schwerer Schicksalsschlag für Hansi Flick: Der frühere Bundestrainer trauert um seinen Vater. Wie der FC Barcelona am Sonntag wenige Stunden vor dem Meisterschafts-Matchball im Clasico gegen Erzrivale Real Madrid (21.00 Uhr/DAZN) mitteilte, ist Flicks Vater verstorben. "Wir teilen deinen Schmerz und stehen dir und deiner Familie in diesem schweren Moment bei", hieß es in einem Statement der Katalanen.
Spanischen Medienberichten zufolge soll Flick die Nachricht über den Tod seines Vaters am Morgen der Vereinsführung und seiner Mannschaft übermittelt haben. Der deutsche Trainer soll zudem beschlossen haben, beim Spiel am Abend gegen Real auf der Bank zu sitzen. Auch die Madrilenen sprachen kurz nach dem Bekanntwerden ihr Beileid aus. Barca reicht bereits ein Punkt, um den Titel in La Liga erfolgreich zu verteidigen.
Real Madrid erhält die nächste schlechte Nachricht
Ohne Superstar Kylian Mbappé muss Real Madrid im Clásico bei Spitzenreiter FC Barcelona um seine letzte minimale Titelchance kämpfen. Der Franzose gehört nach einer Oberschenkelverletzung trotz seiner kürzlich erfolgten Rückkehr ins Mannschaftstraining für das wichtige Spiel der Königlichen am Sonntagabend (21 Uhr bei DAZN und im ntv.de-Liveticker) nicht zum Kader der Mannschaft von Nationalspieler Antonio Rüdiger.
Madrid kann beim Erzrivalen lediglich durch einen Sieg seine ohnehin nur noch geringen Meisterschaftschancen erhalten. Vor dem viertletzten Saisonspiel beim Team des deutschen Barca-Trainers Hansi Flick liegt Real elf Zähler hinter den Katalanen. Zuletzt hatten die Königlichen mit einem heftigen Trainingszoff für Schlagzeilen gesorgt. Aurélien Tchouaméni und Federico Valverde waren infolge intern hart bestraft worden. Tchouaméni steht gegen Barcelona allerdings im Kader, Valverde nicht. Er fehlt nach einem Krankenhausaufenthalt wegen seiner erlittenen Kopfverletzung bis zu zwei Wochen.
Iran bangt um Einreisevisa für Fußball-WM
Die USA haben der iranischen Fußball-Nationalmannschaft nach Angaben aus Teheran noch keine Visa erteilt, um an der Weltmeisterschaft in diesem Sommer teilzunehmen. Das Team fahre Ende der Woche für 10 bis 15 Tage in die Türkei und hoffe, dass die Visa in der Zwischenzeit ausgestellt werden, sagte der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch, dem TV-Sender Nasim. "Denn sie haben noch niemandem ein Visum erteilt und es verzögert sich sehr", sagte er.
Tadsch sagte weiter, er strebe zuvor noch ein Treffen mit FIFA-Chef Gianni Infantino und FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström in Zürich an, um über die Angelegenheit zu beraten. Denkbar sei auch ein Treffen mit den FIFA-Vertretern in der Türkei. Zuvor hatte Tadsch den Weltverband FIFA scharf kritisiert und Bedingungen für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft gestellt. Der Iran will unter anderem sicherstellen, dass es bei den Spielen keine politischen Kommentare gegen die Mannschaft oder den Verband gibt.
Schon wieder Wut in Gladbach: "Mich kotzt es total an"
Bei Borussia Mönchengladbach herrscht nur eine Woche nach dem Überraschungssieg über Borussia Dortmund und dem Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga schon wieder Frust. Der Grund dafür ist die ganz schwache Leistung beim 1:3 (0:2) in Augsburg. "Mich kotzt es ehrlich gesagt total an", schimpfte Abwehrspieler Philipp Sander nach dem Dämpfer in Bayern. Trainer Eugen Polanski meinte zum Auftritt seines Teams: "Wie ich mir das erkläre? Es ist nicht zu erklären. Deswegen stehen wir genau dort, wo wir stehen."
Argumente für eine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus sammelte der Coach am Wochenende nicht. Bei Sky antwortete er auf die Frage, ob er glaube, auch nächste Saison die "Fohlen" zu trainieren, mit: "Ja." Zusammensetzen aber wollen sich die Gladbacher Bosse mit Polanski erst nach dem letzten Spieltag. Ein klares Bekenntnis zum Trainer gibt es von Sportchef Rouven Schröder nicht. Polanski immerhin wirkte so, als habe er mit der Borussia noch nicht abgeschlossen. Die Herangehensweise müsse sich "schleunigst ändern", sagte er vor dem Saison-Finale am Samstag (15.30 Uhr/Sky) daheim gegen die TSG Hoffenheim. "
Mit Bengalos: Slavia-Fans zerstören eigene Meisterfeier
Beim Stadtduell in Prag fliegen brennende Fackeln in den gegnerischen Block, die Spieler flüchten in die Kabinen. Die eigenen Anhänger sorgen für den Abbruch der Partie. Nun steht sogar eine nachträgliche Niederlage für den Tabellenführer im Raum.
Sepp Blatter vernichtet Gianni Infantinos FIFA-"Diktatur"
Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter hat einmal mehr den Fußball-Weltverband und seinen Nachfolger Gianni Infantino scharf kritisiert. "Der Präsident, der jetzt da ist, der redet nur noch mit Staatschefs, reist mit Jets um die Welt und hat vergessen, dass die Essenz der FIFA das Spiel ist", sagte der 90 Jahre alte Blatter in einem Interview des ZDF.
Blatter verurteilte weiter, wie viel Macht Infantino habe. "Die FIFA ist im Moment eine Diktatur. Alles, was der Präsident sagt, wird gemacht. Und alles andere wird zum Schweigen gebracht", bekräftigte der Schweizer seine schon mal geäußerte Meinung. "Die FIFA ist eben nicht mehr eine respektable Organisation. Am Kopf ist es nicht gut." Vor zehn Jahren war Infantino an der Spitze des Fußball-Weltverbands geworden. Blatter war zuvor von 1998 bis 2015 FIFA-Präsident und im Zuge von Korruptionsermittlungen abgetreten. Seine Amtsführung war ebenfalls hochumstritten.
Brutaler WM-Kampf: Dubois haut Wardley in Box-"Krieg" blutig
Der Brite Daniel Dubois hat sich zehn Monate nach seiner krachenden Niederlage gegen Schwergewichts-Dominator Alexander Usyk spektakulär auf der Box-Bühne zurückgemeldet. Der 28-Jährige besiegte in einem brutalen Kampf in Manchester seinen Landsmann Fabio Wardley (31) durch technischen K.o. in der elften Runde und entriss dem zuvor ungeschlagenen Champion den WM-Gürtel der World Boxing Organisation (WBO).
Für Dubois war es der 23. Sieg im 26. Profikampf, 22 Siege davon feierte er durch K.o. "Es war ein Krieg. Wir haben brenzlige Momente durchgestanden. Danke dafür, Fabio – danke", sagte Dubois bei DAZN mit großem Respekt für seinen Gegner: "Ich weiß, dass ich Herz habe – jede Menge Herz. Im Ring bin ich ein Krieger." Überwältigt fügte er hinzu: "Ich musste alles aus mir herausholen. Was für ein großartiger Kampf, was für eine gewaltige Schlacht! Aber ich bin wieder die Nummer eins."
Edin Dzeko: "... war vielleicht noch ein bisschen Alkohol drin"
Schalke-Altstar Edin Dzeko hat die Ibiza-Tour der Mannschaft nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga auch nach dem klaren 0:3 am vorletzten Zweitliga-Spieltag beim 1. FC Nürnberg verteidigt. "Wir sind Meister, da muss man feiern. Wir haben schon viel gefeiert und waren alle zufrieden, dass wir so viel gefeiert haben", sagte der Bosnier bei Nitro. Der Torjäger merkte allerdings auch kritisch an: "Aber man darf auf dem Platz nie weniger geben. Natürlich waren die Beine schwer, da war vielleicht auch noch ein bisschen Alkohol drin. Das ist ganz normal. Trotzdem hätten wir es besser machen müssen."
Bezüglich seiner Zukunft ließ sich der 40-jährige Bosnier (Vertrag läuft aus) weiterhin nicht in die Karten schauen. "Ich habe letzte Woche gesagt: Man will nie aufhören. Aber man muss auch ein bisschen an den Körper und an die Familie denken. Natürlich denke ich jetzt erstmal nur an die Weltmeisterschaft. Hoffentlich läuft dort alles so, wie wir es wollen. Und dann sehen wir. Alles ist möglich."
Mick Schumacher wirft sein bestes Rennen leichtfertig weg
Mick Schumacher hat die Chance auf sein bislang bestes Resultat in der IndyCar Series durch ein zu riskantes Manöver in der Schlussphase des Rennens in Indianapolis leichtfertig vergeben. Der frühere Formel-1-Pilot lag auf der Grand-Prix-Strecke, wo sein Vater Michael einst vier Siege in der Königsklasse des Motorsports gefeiert hatte, kurz vor dem Ziel auf Platz zwölf. Die Durchfahrtsstrafe nach einer Kollision mit Santino Ferrucci (Foyt Chevrolet) warf ihn aber auf Platz 20 zurück.
Mick Schumacher (RLL Honda) sammelt in seiner Rookie-Saison weiter Lehrgeld, besser als Platz 17 war der 27-Jährige bislang nie. Den Sieg in Indianapolis, dem sechsten Rennen der Saison, sicherte sich der Däne Christian Lundgaard (McLaren Chevrolet). Weiter geht es mit den legendären Indy 500 am 24. Mai, in der kommenden Woche stehen allerdings bereits die ersten Trainingsläufe an. Schumacher ist nach seinen Engagements in der Formel 1 sowie zuletzt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) der erste IndyCar-Pilot aus Deutschland seit 21 Jahren. Letzter Deutscher in der Serie vor ihm war 2005 Timo Glock.
Minnesota schlägt gegen Colorado wild zurück
Nico Sturms Traum vom dritten Stanley-Cup-Triumph lebt: Nach zwei Auswärtsniederlagen gegen Titelkandidat Colorado Avalanche gewannen die Minnesota Wild mit dem deutschen Eishockey-Nationalspieler ihr erstes Heimspiel 5:1 und verkürzten in der Viertelfinalserie der NHL auf 1:2. Sturm stand gegen sein Ex-Team knapp neun Minuten auf dem Eis, an einem Tor war er nicht direkt beteiligt.
Der 31-Jährige hatte mit Colorado 2022 und den Florida Panthers 2025 den Stanley Cup gewonnen. In dieser Saison ist der Augsburger der letzte verbliebene Deutsche im Playoff-Rennen der besten Eishockey-Liga der Welt.
Nicht zu stoppen sind die Carolina Hurricanes. Das Team aus Raleigh gewann auch seine zweite Playoff-Serie mit 4:0. Nach dem souveränen Sieg über Tim Stützles Ottawa Senators gelang den Hurricanes auch gegen die Philadelphia Flyers ein "Sweep". Zum entscheidenden 3:2 in der Verlängerung traf Jackson Blake. Im Halbfinale trifft Carolina entweder auf die Montreal Canadiens oder die Buffalo Sabres.
Kompany rüffelt Youngster: "Er hat einen Fehler gemacht in diesem Interview"
Beim 1:0-Auswärtssieg in Wolfsburg präsentierte sich der FC Bayern nicht von seiner besten Seite. Auch wenn es nach dem Champions-League-Frust für einen Dreier reichte, herrschte im Münchner Lager keine Zufriedenheit. Youngster Tom Bischof übte gar Kritik, die Coach Vincent Kompany jedoch umgehend konterte.
Speziell im ersten Durchgang hatte der FC Bayern den VfL Wolfsburg immer wieder zu Chancen eingeladen. Daran störte sich Tom Bischof im Interview bei Sky. "Ich glaube, die hätten fünf Tore machen können. Das war gar nicht gut von uns. Die ersten zehn Minuten fand ich nicht schlecht, da haben wir gesehen, wie wir uns Chancen erspielen können. Aber wir haben es dann einfach nicht weitergemacht. Die Abstände waren zu groß", monierte der 20-Jährige.
Über die defensive Anfälligkeit der vergangenen Wochen sagte Bischof: "Erst einmal ist es immer schlecht, wenn man so viele Chancen und Gegentore bekommt. [...] Wir machen einfach nicht mehr die kleinen Basics und dieses Gegenpressing direkt nach dem Ballverlust. Das fehlte uns in letzter Zeit. Das haben wir die ganze Saison über gemacht." Bei seinem Trainer kamen Bischofs Aussagen allerdings gar nicht gut an. Vincent Kompany sah sich gezwungen, die Dinge zurechtzurücken. "Natürlich stimme ich ihm nicht zu. Der junge Spieler hat einen Fehler gemacht in diesem Interview", wurde der Belgier ungewohnt deutlich.
Schröders Cavs schöpfen wieder Hoffnung
Welt- und Europameister Dennis Schröder schöpft mit den Cleveland Cavaliers in den Playoffs der NBA wieder Hoffnung. Der Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft feierte mit seinem Team in der Best-of-seven-Viertelfinalserie gegen die Detroit Pistons im dritten Spiel den ersten Sieg.
Schröder kam beim 116:109-Erfolg wie gewohnt von der Bank, der Point Guard steuerte elf Punkte, einen Rebound und zwei Assists bei. Gegen seinen Ex-Klub war der Braunschweiger mit den Cavs lange scheinbar klar auf Siegkurs, ein 17-Punkte-Vorsprung zu Beginn des dritten Viertels schmolz aber dahin. In der Schlussphase leistete sich insbesondere Pistons-Star Cade Cunningham (27 Punkte) einige leichte Ballverluste, die Cleveland ausnutzte. Bester Werfer der Partie war Clevelands Donovan Mitchell mit 35 Zählern.
Kompany reagiert auf Wolfsburgs dreckige Spielchen
Als Fußball-Deutschland über den Elfmeter-Trick des VfL Wolfsburg diskutierte, äußerte Vincent Kompany Verständnis für die listige Taktik. "Was erwarten Sie, was die machen? Einfach klatschen, wenn wir ein Tor machen, und sagen: Das war gut gespielt? Klar muss man das anschauen, und vielleicht kann man da etwas sagen oder machen. Aber was sollen die Spieler von Wolfsburg machen? Einfach absteigen, ohne alles zu versuchen? Das geht nicht", sagte der Trainer von Bayern München bei Sky.
Was war passiert? Wie TV-Bilder zeigten, bearbeitete Wolfsburgs Verteidiger Jeanuel Belocian in der ersten Halbzeit des Bundesliga-Duells (0:1) den Elfmeterpunkt, bevor Bayerns Torjäger Harry Kane beim folgenden Strafstoß leicht wegrutschte und rechts neben das Tor schoss (36.). Es war der erste Elfmeter überhaupt, den der Engländer in der Bundesliga vergab. "Das sind natürlich dreckige Spielchen, die man vielleicht auch anwenden muss, wenn man da unten drinsteht", sagte Wolfsburgs Patrick Wimmer.
Bayerns Tom Bischof kritisierte die Aktion. "Ich weiß, dass Wolfsburg darum kämpft, in der Bundesliga zu bleiben. Trotzdem finde ich es eine unnötige Aktion. Fairplay macht man trotzdem, auch wenn es um viel geht", sagte der Defensivspieler.