Der Sport-Tag
10. Mai 2026
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10:06 Uhr

Brutaler WM-Kampf: Dubois haut Wardley in Box-"Krieg" blutig

Der Brite Daniel Dubois hat sich zehn Monate nach seiner krachenden Niederlage gegen Schwergewichts-Dominator Alexander Usyk spektakulär auf der Box-Bühne zurückgemeldet. Der 28-Jährige besiegte in einem brutalen Kampf in Manchester seinen Landsmann Fabio Wardley (31) durch technischen K.o. in der elften Runde und entriss dem zuvor ungeschlagenen Champion den WM-Gürtel der World Boxing Organisation (WBO).

Für Dubois war es der 23. Sieg im 26. Profikampf, 22 Siege davon feierte er durch K.o. "Es war ein Krieg. Wir haben brenzlige Momente durchgestanden. Danke dafür, Fabio – danke", sagte Dubois bei DAZN mit großem Respekt für seinen Gegner: "Ich weiß, dass ich Herz habe – jede Menge Herz. Im Ring bin ich ein Krieger." Überwältigt fügte er hinzu: "Ich musste alles aus mir herausholen. Was für ein großartiger Kampf, was für eine gewaltige Schlacht! Aber ich bin wieder die Nummer eins."

Brutaler WM-Kampf: Dubois haut Wardley in Box-"Krieg" blutig
09:22 Uhr

Edin Dzeko: "... war vielleicht noch ein bisschen Alkohol drin"

Schalke-Altstar Edin Dzeko hat die Ibiza-Tour der Mannschaft nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga auch nach dem klaren 0:3 am vorletzten Zweitliga-Spieltag beim 1. FC Nürnberg verteidigt. "Wir sind Meister, da muss man feiern. Wir haben schon viel gefeiert und waren alle zufrieden, dass wir so viel gefeiert haben", sagte der Bosnier bei Nitro. Der Torjäger merkte allerdings auch kritisch an: "Aber man darf auf dem Platz nie weniger geben. Natürlich waren die Beine schwer, da war vielleicht auch noch ein bisschen Alkohol drin. Das ist ganz normal. Trotzdem hätten wir es besser machen müssen."

Bezüglich seiner Zukunft ließ sich der 40-jährige Bosnier (Vertrag läuft aus) weiterhin nicht in die Karten schauen. "Ich habe letzte Woche gesagt: Man will nie aufhören. Aber man muss auch ein bisschen an den Körper und an die Familie denken. Natürlich denke ich jetzt erstmal nur an die Weltmeisterschaft. Hoffentlich läuft dort alles so, wie wir es wollen. Und dann sehen wir. Alles ist möglich."

Edin Dzeko: "... war vielleicht noch ein bisschen Alkohol drin"
08:35 Uhr

Mick Schumacher wirft sein bestes Rennen leichtfertig weg

Mick Schumacher hat die Chance auf sein bislang bestes Resultat in der IndyCar Series durch ein zu riskantes Manöver in der Schlussphase des Rennens in Indianapolis leichtfertig vergeben. Der frühere Formel-1-Pilot lag auf der Grand-Prix-Strecke, wo sein Vater Michael einst vier Siege in der Königsklasse des Motorsports gefeiert hatte, kurz vor dem Ziel auf Platz zwölf. Die Durchfahrtsstrafe nach einer Kollision mit Santino Ferrucci (Foyt Chevrolet) warf ihn aber auf Platz 20 zurück.

Mick Schumacher (RLL Honda) sammelt in seiner Rookie-Saison weiter Lehrgeld, besser als Platz 17 war der 27-Jährige bislang nie. Den Sieg in Indianapolis, dem sechsten Rennen der Saison, sicherte sich der Däne Christian Lundgaard (McLaren Chevrolet). Weiter geht es mit den legendären Indy 500 am 24. Mai, in der kommenden Woche stehen allerdings bereits die ersten Trainingsläufe an. Schumacher ist nach seinen Engagements in der Formel 1 sowie zuletzt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) der erste IndyCar-Pilot aus Deutschland seit 21 Jahren. Letzter Deutscher in der Serie vor ihm war 2005 Timo Glock.

Mick Schumacher wirft sein bestes Rennen leichtfertig weg
07:55 Uhr

Minnesota schlägt gegen Colorado wild zurück

Nico Sturms Traum vom dritten Stanley-Cup-Triumph lebt: Nach zwei Auswärtsniederlagen gegen Titelkandidat Colorado Avalanche gewannen die Minnesota Wild mit dem deutschen Eishockey-Nationalspieler ihr erstes Heimspiel 5:1 und verkürzten in der Viertelfinalserie der NHL auf 1:2. Sturm stand gegen sein Ex-Team knapp neun Minuten auf dem Eis, an einem Tor war er nicht direkt beteiligt.

Der 31-Jährige hatte mit Colorado 2022 und den Florida Panthers 2025 den Stanley Cup gewonnen. In dieser Saison ist der Augsburger der letzte verbliebene Deutsche im Playoff-Rennen der besten Eishockey-Liga der Welt.

Nicht zu stoppen sind die Carolina Hurricanes. Das Team aus Raleigh gewann auch seine zweite Playoff-Serie mit 4:0. Nach dem souveränen Sieg über Tim Stützles Ottawa Senators gelang den Hurricanes auch gegen die Philadelphia Flyers ein "Sweep". Zum entscheidenden 3:2 in der Verlängerung traf Jackson Blake. Im Halbfinale trifft Carolina entweder auf die Montreal Canadiens oder die Buffalo Sabres.

Minnesota schlägt gegen Colorado wild zurück
07:17 Uhr

Kompany rüffelt Youngster: "Er hat einen Fehler gemacht in diesem Interview"

Beim 1:0-Auswärtssieg in Wolfsburg präsentierte sich der FC Bayern nicht von seiner besten Seite. Auch wenn es nach dem Champions-League-Frust für einen Dreier reichte, herrschte im Münchner Lager keine Zufriedenheit. Youngster Tom Bischof übte gar Kritik, die Coach Vincent Kompany jedoch umgehend konterte.

Speziell im ersten Durchgang hatte der FC Bayern den VfL Wolfsburg immer wieder zu Chancen eingeladen. Daran störte sich Tom Bischof im Interview bei Sky. "Ich glaube, die hätten fünf Tore machen können. Das war gar nicht gut von uns. Die ersten zehn Minuten fand ich nicht schlecht, da haben wir gesehen, wie wir uns Chancen erspielen können. Aber wir haben es dann einfach nicht weitergemacht. Die Abstände waren zu groß", monierte der 20-Jährige.

Über die defensive Anfälligkeit der vergangenen Wochen sagte Bischof: "Erst einmal ist es immer schlecht, wenn man so viele Chancen und Gegentore bekommt. [...] Wir machen einfach nicht mehr die kleinen Basics und dieses Gegenpressing direkt nach dem Ballverlust. Das fehlte uns in letzter Zeit. Das haben wir die ganze Saison über gemacht." Bei seinem Trainer kamen Bischofs Aussagen allerdings gar nicht gut an. Vincent Kompany sah sich gezwungen, die Dinge zurechtzurücken. "Natürlich stimme ich ihm nicht zu. Der junge Spieler hat einen Fehler gemacht in diesem Interview", wurde der Belgier ungewohnt deutlich.

Kompany rüffelt Youngster: "Er hat einen Fehler gemacht in diesem Interview"
06:42 Uhr

Schröders Cavs schöpfen wieder Hoffnung

Welt- und Europameister Dennis Schröder schöpft mit den Cleveland Cavaliers in den Playoffs der NBA wieder Hoffnung. Der Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft feierte mit seinem Team in der Best-of-seven-Viertelfinalserie gegen die Detroit Pistons im dritten Spiel den ersten Sieg.

Schröder kam beim 116:109-Erfolg wie gewohnt von der Bank, der Point Guard steuerte elf Punkte, einen Rebound und zwei Assists bei. Gegen seinen Ex-Klub war der Braunschweiger mit den Cavs lange scheinbar klar auf Siegkurs, ein 17-Punkte-Vorsprung zu Beginn des dritten Viertels schmolz aber dahin. In der Schlussphase leistete sich insbesondere Pistons-Star Cade Cunningham (27 Punkte) einige leichte Ballverluste, die Cleveland ausnutzte. Bester Werfer der Partie war Clevelands Donovan Mitchell mit 35 Zählern. 

Schröders Cavs schöpfen wieder Hoffnung
06:06 Uhr

Kompany reagiert auf Wolfsburgs dreckige Spielchen

Als Fußball-Deutschland über den Elfmeter-Trick des VfL Wolfsburg diskutierte, äußerte Vincent Kompany Verständnis für die listige Taktik. "Was erwarten Sie, was die machen? Einfach klatschen, wenn wir ein Tor machen, und sagen: Das war gut gespielt? Klar muss man das anschauen, und vielleicht kann man da etwas sagen oder machen. Aber was sollen die Spieler von Wolfsburg machen? Einfach absteigen, ohne alles zu versuchen? Das geht nicht", sagte der Trainer von Bayern München bei Sky.

Was war passiert? Wie TV-Bilder zeigten, bearbeitete Wolfsburgs Verteidiger Jeanuel Belocian in der ersten Halbzeit des Bundesliga-Duells (0:1) den Elfmeterpunkt, bevor Bayerns Torjäger Harry Kane beim folgenden Strafstoß leicht wegrutschte und rechts neben das Tor schoss (36.). Es war der erste Elfmeter überhaupt, den der Engländer in der Bundesliga vergab. "Das sind natürlich dreckige Spielchen, die man vielleicht auch anwenden muss, wenn man da unten drinsteht", sagte Wolfsburgs Patrick Wimmer.

Bayerns Tom Bischof kritisierte die Aktion. "Ich weiß, dass Wolfsburg darum kämpft, in der Bundesliga zu bleiben. Trotzdem finde ich es eine unnötige Aktion. Fairplay macht man trotzdem, auch wenn es um viel geht", sagte der Defensivspieler.

Kompany reagiert auf Wolfsburgs dreckige Spielchen