Ex-Nationalstürmer sicher: Klopp wird Bundestrainer
Der frühere Fußball-Nationalspieler Marco Reus sieht seinen Ex-Coach Jürgen Klopp als künftigen Bundestrainer. "Wir haben mit Julian Nagelsmann einen hervorragenden Trainer auf dieser Position. Dennoch glaube ich, dass Kloppo mit seiner Art und seinen Fähigkeiten ein hervorragender Bundestrainer wäre. Und ich bin davon überzeugt, dass er es eines Tages auch werden wird", sagte der ehemalige Dortmunder im Gespräch mit Sports Illustrated Deutschland.
Bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) wird Klopp als Experte für MagentaTV arbeiten. Zuletzt erklärte er, dass ihm die Debatte über ein Engagement als Bundestrainer "völlig wurscht" sei. Nagelsmann besitzt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zudem einen Vertrag bis zur EM 2028.
Deutscher Ökonom sagt europäischen Überraschungssieger der WM voraus
Drei Mal in Folge lag der deutsche Ökonom Joachim Klement schon richtig mit seiner WM-Prognose (Deutschland, Frankreich, Argentinien). Für die Weltmeisterschaft 2026 legt er sich auf einen überraschenden Sieger fest. Seinem statistischen Prognosemodell zufolge werden die Niederlande in diesem Sommer Weltmeister.
Als weitere Überraschung sagt Klement einen Sieg von Japan gegen Brasilien in der K.o.-Phase voraus und ein England-Aus gegen Portugal im Halbfinale. Auch für die deutsche Mannschaft sieht es demnach düster aus. Die Berechnung spuckt ein Achtelfinal-Aus gegen Frankreich aus.
Sein Modell berücksichtigt "systemische" Faktoren wie Bevölkerungsgröße, Wohlstand, Klima und FIFA-Ranking. Kurios: Eigentlich wollte Klement einst mit seinem Modell zeigen, dass Ökonomen mit Prognosen nicht immer so zuverlässig sind, dann sagte er aber dreimal den richtigen Weltmeister voraus. Er mahnt trotzdem zur Vorsicht: "50 Prozent ist Glück. Ich bin ein Pessimist und wollte eigentlich die Absurdität von Prognosen aufzeigen."
Verletzter Bayern-Profi im WM-Aufgebot von Kanada
Bayern-Verteidiger Alphonso Davies steht trotz seiner Oberschenkelverletzung im WM-Aufgebot von Co-Gastgeber Kanada. "Er läuft schon auf dem Platz, wir müssen also einfach schauen, wie es sich insgesamt bei ihm entwickelt und dann Wege finden, um ihn zu beschleunigen. Aber er freut sich sehr, herzukommen", sagte Kanadas Trainer Jesse Marsch. "Ich bin hoffnungsvoll, dass er ein paar Tage wegkommt und dann frisch hier ankommt", sagte der Ex-Coach von RB Leipzig.
Davies hatte sich beim Halbfinal-Aus des FC Bayern München gegen Paris Saint-Germain in der Champions League am Oberschenkel verletzt und die Schlussphase der Saison verpasst. Derzeit ist er noch in Deutschland. Marsch deutete an, dass der WM-Auftakt gegen Bosnien-Herzegowina am 12. Juni in Toronto noch zu früh kommen könnte für Davies.
Zweitliga-Coach gibt Wolfsburg einen Korb
Tim Walter bleibt Trainer des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel und wird damit nicht neuer Chefcoach beim VfL Wolfsburg. Wie die Kieler mitteilten, haben sich beide Seiten "auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigt".
Walter, zuvor schon 2018/19 Trainer der Kieler, hatte den abstiegsbedrohten Klub im Februar zum zweiten Mal übernommen und zum Klassenerhalt geführt. Zuletzt war der einstige Stuttgart- und HSV-Coach als Nachfolger von Dieter Hecking bei Bundesliga-Absteiger Wolfsburg gehandelt worden.
Völler kritisiert "Nationenhopping" und fordert Regeländerung
Rudi Völler hat die Regeln für einen Verbandswechsel von jungen Spielern von einer Nationalmannschaft zu einer anderen kritisiert und eine Vereinfachung der Abläufe vorgeschlagen. "Dieses Nationenhopping ist ganz schlecht und wertet auch die Nationalmannschaften ab", sagte der DFB-Sportdirektor der Funke-Mediengruppe.
"Es kann nicht sein, dass Spieler sich permanent entscheiden können, für wen sie spielen möchten. Das ist nicht gut", sagte Völler kurz vor dem WM-Test der DFB-Elf am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) in Mainz gegen Finnland. Zuletzt hatte es mehrere Fälle gegeben, in denen Talente sich für andere Nationalverbände entschieden hatten.
Völler plädiert für eine Anpassung der Regeln. "Warum gibt es nicht eine einfache Regelung, sich spätestens mit dem 18. Lebensjahr zu entscheiden, für welches Land ich spiele? Das wäre die beste Lösung. Das ist meine feste Überzeugung", sagte Völler.
Vor Bayern-Rückkehr: Dante verhindert historischen Absturz
Unabsteigbar mit 42 Jahren: Der frühere brasilianische Fußball-Nationalspieler Dante hat im letzten Spiel seiner Karriere den Abstieg mit OGC Nizza aus der französischen Ligue 1 vermieden und damit seine finale Mission vor der Rückkehr zum FC Bayern erfüllt. Bei den Bayern wird Dante zur kommenden Saison U23-Trainer.
Im Relegations-Rückspiel gegen die AS Saint-Étienne setzte sich Nizza mit Kapitän Dante in der Startelf 4:1 (0:0) durch und vermied damit den Sturz in die zweite Liga nach zuletzt 24 Jahren ununterbrochener Erstklassigkeit. Das Hinspiel hatte 0:0 geendet. Dante hatte zehn Jahre lang für Nizza gespielt. Zuvor war er von 2009 bis 2016 in der Bundesliga für Gladbach, Bayern und Wolfsburg aktiv gewesen.
Atletico Madrid verspottet Barca und Transfer-Guru
Das Social-Media-Team von Atlético Madrid hat mit einer Reihe von Posts für Aufsehen gesorgt und sich die breite Zustimmung von Tausenden Fans gesichert. Insgesamt veröffentlichten die Madrilenen drei Bilder, auf denen die Barca-Stars Lamine Yamal, Pedri und Raphina zu sehen waren - alle drei im Atlético-Trikot. Unter jedem Bild stand das berühmte "Here We Go" von Transfer-Insider Fabrizio Romano, der mit diesem Spruch für gewöhnlich einen fixen Deal verkündet.
Im Fall von Julián Álvarez lag Romano aber offenbar so oft und so weit daneben, dass sich Atlético nun öffentlich zur Wehr setzt. Das Ganze mit einer gesunden Portion Humor. "HERE WE GO! Wir haben ein Fax mit unserem Angebot für den Spielertransfer geschickt: Vier Eintrittskarten für das morgige Bad-Bunny-Konzert, ein jährliches Abonnement für die 'ABC' und einen Sack Sonnenblumenkerne. Wir warten gespannt auf die Antwort, um unseren Ankündigungspost vorzubereiten", schrieben die Madrilenen zu dem Bild, auf dem Yamal in ihrem Trikot zu sehen ist.
Gosens will als Teampsychologe zurück ins DFB-Team
Robin Gosens hofft auf eine Rückkehr zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft - als Teampsychologe. "Das ist definitiv ein großer Traum von mir: diese beiden Welten zu verbinden", sagte der 31-Jährige der Abendzeitung über seine Pläne für die Zeit nach der Karriere. Parallel zu seiner Profilaufbahn absolvierte Gosens ein Psychologie-Studium.
Er habe "den theoretischen Background und die praktische Erfahrung aus dem Profifußball. Ich kann mich in viele Situationen hineinversetzen. Deshalb würde ich nach der Karriere sehr gerne Athleten begleiten", sagte der Flügelspieler der AC Florenz. "Wenn das im DFB wäre, wäre das natürlich besonders schön, weil ich eine große Verbindung zu diesem Verband habe. Aber grundsätzlich denke ich da in viele verschiedene Richtungen." Der 24-malige Nationalspieler wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) nominiert. Gosens, der bei der EURO 2021 im deutschen Kader gestanden hatte, wird als Experte in der ARD fungieren.
Rudelgucken: DFB-Spieler drücken Arsenal und Havertz die Daumen
Die deutschen Fußball-Nationalspieler drücken Kai Havertz und dem FC Arsenal im Champions-League-Endspiel fest die Daumen - auch aus eigenem Interesse. "Ich hoffe, dass er mit einem Erfolgserlebnis hierherkommt und den Titel mitbringt. Und dann mit einer positiven Energie ins Turnier startet", sagte DFB-Kapitän Joshua Kimmich vor dem Finale am Samstag (18.00 Uhr/ZDF und DAZN) in Budapest zwischen dem englischen Meister und Titelverteidiger Paris Saint-Germain.
Offensivspieler Havertz fehlt daher Bundestrainer Julian Nagelsmann im vorletzten WM-Test am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) in Mainz gegen Finnland. "Er ist für uns ein extrem wichtiger Spieler. Er wurde in Deutschland in den letzten Jahr sehr unterschätzt", betonte Kimmich und ergänzte: "Während der EURO wurde viel über Flo (Anm. d. Red.: Wirtz) und Jamal (Anm. d. Red.: Musiala) gesprochen, aber auch da war Kai sehr wichtig für uns. Er wird auch bei diesem Turnier sehr wichtig sein. Er bringt ein besonderes Paket mit, das uns sehr helfen wird." Die DFB-Auswahl wird das Endspiel der Königsklasse am Samstag im Teamhotel in Frankfurt/Main gemeinsam verfolgen - und Havertz unterstützen.
FC Bayern geht im Werben um Star-Stürmer leer aus
Der Wechsel von Offensivspieler Anthony Gordon von Newcastle United zum FC Barcelona ist perfekt. Der englische Fußball-Nationalspieler hat beim spanischen Meister einen Fünfjahresvertrag bis zum Sommer 2031 unterschrieben, teilte der Verein mit. Auch der deutsche Rekordmeister FC Bayern München soll an einer Verpflichtung des 25-Jährigen interessiert gewesen sein. Doch Gordon entschied sich für das Team des ehemaligen Bundestrainers Hansi Flick. Die Katalanen sollen für den Transfer rund 80 Millionen Euro berappen.
In der abgelaufenen Saison hatte der Teamkollege des deutschen Nationalspielers Nick Woltemade 17 Tore für Newcastle erzielt - davon zehn in der Champions League. Sein Debüt in der Premier League gab Gordon beim FC Everton, im Januar 2023 wechselte er zu Newcastle United.