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Die schnellsten Torfestivals der Bundesliga Beckenbauers Bayern toppen Guardiola

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Nach einer halben Stunde sah es aus, als würde der FC Bayern die Schalker zweistellig nach Hause schicken.

(Foto: imago/Lackovic)

Keine halbe Stunde war gespielt am vergangenen Samstag, und der FC Bayern führte schon mit 4:0. Das klingt nach einem weiteren Rekord - ist aber keiner. Unsere Statistik der Woche zeigt, wer die meisten Tore in der kürzesten Zeit schoss. Das Ergebnis? Überrascht.

Was kann man in 28 Minuten so alles anstellen? Eine Folge "Die Simpsons" schauen, das 2. Klavierkonzert von Beethoven anhören - oder den FC Schalke zerlegen. 4:0 stand es am vergangenen Samstag in München nach nicht einmal einer halben Stunde, für die Gastgeber. David Alaba, Mario Mandzukic und zweimal Arjen Robben demonstrierten mit ihren Toren die Übermacht des FC Bayern München.

Das Überfall-Kommando des designierten Meisters inspirierte die Statistik-Freunde von kickwelt.de zu einem Überblick über die schnellsten Torfestivals der Bundesliga-Geschichte. Der zeigt: Rekordverdächtig war die Anfangs-Offensive gegen Schalke auf jeden Fall - aber eben nur verdächtig.

In vier Partien hatten die Fans nach zwanzig Minuten schon mindestens vier Tore gesehen. Im Spiel Eintracht Frankfurt gegen den Karlsruher SC im September 1964 brauchte der Gast sogar nur 13 Minuten, um mit 4:0 Toren in Führung zu gehen.

Noch durchaus frisch in Erinnerung ist der 34. Spieltag der vergangenen Saison: Beim letzten Bundesliga-Spiel von Jupp Heynckes als Trainer gastierte der FC Bayern München - schon seit Wochen deutscher Meister - in Mönchengladbach. Heraus kam ein lustiges Scheibenschießen mit fünf Toren in 19 Minuten.

Weil's so schön war, hier noch einmal die Torfolge: 1:0 Martin Stranzl (3.), 2:0 Mike Hanke (5.), 2:1 Javi Martinez (7.), 3:1 Havard Nordtveit (10.), 3:2 Franck Ribery (19.), 3:3 Franck Ribery (53.), Arjen Robben (59.).

HeimGastDatumNach 20 MinutenEndergebnis
Eintracht Frankfurt Karlsruher SC19.09.1964         0:4         0:7
1. FC Köln TSV 1860 München21.02.1981         4:0         4:1
Borussia M'gladbachKFC Uerdingen30.05.1981         4:0         7:1
Borussia M'gladbach Bayern München18.05.2013         3:2         3:4

Torsintflut etwas aus der Mode

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Und, hätten sie ihn erkannt? Nicht Gerd Müller, das ist einfach - es grätscht dort ein gewisser Rudi Assauer. Es hilft nichts, Bayern gewinnt im April 1972 mit 6:2 gegen Werder Bremen.

(Foto: imago sportfotodienst)

Ein Blick lohnt auch auf jene Spiele, in denen nach 30 Minuten mindestens fünf Tore gefallen sind. Er zeigt, dass die schnelle Torsintflut eher ein Phänomen der Vergangenheit ist. Das beste Beispiel sind die Bayern aus der Ära Beckenbauer. Sie schafften es zusammen mit Werder Bremen, ihren Fans sechs Tore in 30 Minuten zu bieten. 4:2 hieß es zwischenzeitlich, das Spiel endete 6:2.

Die Ausnahme von der Regel ist logisch: Im Jahr 2008 treffen mit Bremen und Hoffenheim die beiden schießwütigsten und gleichzeitig abwehrschwächsten Teams der jüngeren Bundesliga-Geschichte aufeinander.

In der 30. Minute erzielt Aaron Hunt das 4:1 für Werder Bremen, mit 4:2 geht es in die Kabine. Beim Stand von 4:3 muss Per Mertesacker in der 62. Minute wegen einer Notbremse vom Platz, neun Minuten später gelingt Marvin Compper der Ausgleich. Das letzte Wort aber hat Mesut Özil in der 81. Minute, Bremen gewinnt 5:4.

HeimGastDatumNach 30 MinutenEndergebnis
Eintracht Frankfurt Karlsruher SC19.09.1964         0:5         0:7
Borussia M'gladbach 1. FC Nürnberg12.03.1966         4:1         8:3
Bayern München Werder Bremen08.04.1972         4:2         6:2
Borussia M'gladbach VfB Stuttgart09.06.1973         2:3         3:4
MSV Duisburg Karlsruher SC27.08.1991         4:1         6:2
Werder Bremen 1899 Hoffenheim27.09.2008         4:1         5:4

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Quelle: n-tv.de

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