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Vorwürfe zu ChemiewaffenGroßbritannien sanktioniert russische Forscher und Institute

06.07.2026, 16:33 Uhr
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Die britische Außenministerin Yvette Cooper. (Foto: REUTERS)

Weil sie an der Entwicklung tödlicher Chemiewaffen beteiligt gewesen sein sollen, hat Großbritannien mehrere russische Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen mit Sanktionen belegt.

Wie das britische Außenministerium am Montag mitteilte, richten sich die Maßnahmen gegen sieben Einzelpersonen und zwei Institute. London beschuldigt sie, Gifte hergestellt zu haben, die bei den Anschlägen auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter 2018 und den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny 2024 eingesetzt worden seien.

Betroffen von den Sanktionen sind das staatliche Forschungsinstitut SC Signal und das staatliche Forschungsinstitut für Militärmedizin GNIII VM. Ferner richten sich die Strafmaßnahmen gegen Direktoren und technische Spezialisten der beiden Institute.

Nawalny war in einer Strafkolonie in Sibirien zu Tode gekommen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Schweden beschuldigten Russland im vergangenen Februar nach einer Untersuchung von Gewebeproben, ihn mit einem "seltenen Giftstoff" namens Epibatidin vergiftet zu haben. Die Skripals überlebten, bei dem Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok in England starb aber eine unbeteiligte britische Frau.

Die britische Außenministerin Yvette Cooper erklärte zu den Sanktionen, die "wiederholte Verwendung chemischer Waffen durch Russland" sei "ein abscheulicher Verstoß gegen das Völkerrecht und eine direkte Bedrohung für die globale Sicherheit".

Quelle: ntv.de, AFP

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