Wirtschaft

Auftragsbücher gut gefüllt ABB sahnt ab

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Joseph Hogan ist zufrieden. "Wir haben gut gewirtschaftet."

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Elektrokonzern ABB profitiert immer stärker vom weltweiten Ausbau der Stromnetze. Im vergangenen Jahr verdienen die Schweizer ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Management gibt sich weiter zuversichtlich, rechnet aber mit harter Konkurrenz.

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Modell einer Windkraftanlage und eines Atomkraftwerkes auf dem Stand der Firma ABB auf dem Messegelände für die Hannover Messe 2011.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die weltweite Modernisierung von Industrie und Stromnetzen hat dem Elektrokonzern ABB erneut starke Zuwächse beschert. Der Gewinn stieg 2011 um ein Viertel auf knapp 3,2 Mrd. US-Dollar, wie die Schweizer mitteilten.

Auch dank mehrerer Übernahmen kletterte der Umsatz auf das Rekordniveau von 40,2 Mrd. US-Dollar. Vor allem der Bau neuer Hochspannungsleitungen und das Geschäft mit Fabriktechnik und Elektromotoren füllten die Kassen der Zürcher. Aus dem Jahresgewinn spendiert ABB seinen Aktionären mit 65 Rappen je Anteilsschein eine höhere Dividende. Im Vorjahr hatte der Konzern 60 Rappen ausgeschüttet.   

Entgegen der Erwartungen der Analysten wuchs der Auftragseingang im Schlussquartal sogar noch leicht auf 10,2 Mrd. US-Dollar. "Wir haben auch im vierten Quartal wieder gut gewirtschaftet und insbesondere unsere internen Kosten gesenkt und die Projektausführung verbessert. So war es uns möglich, in einem volatilen Marktumfeld einen Rekordumsatz und solide Erträge zu erzielen", sagte Vorstandschef Joe Hogan. "Die Nachfrage nach Energieeffizienzlösungen in der Industrie und nach Netzerweiterungen und Netzmodernisierungen war gut, und wir erwarten, dass sich dies fortsetzt."     

Margen zu Jahresbeginn unter Druck

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Allerdings rechnet er mit harter Konkurrenz. "Gleichzeitig werden ein ungünstiger Geschäftsmix und der anhaltende Preisdruck aus dem Auftragsbestand die Gewinnmargen im ersten Quartal voraussichtlich belasten. Für den weiteren Jahresverlauf sind wir jedoch optimistischer." Auch der große Rivale Siemens hatte jüngst seinen Geschäftsverlauf ähnlich eingeschätzt. Allerdings zeichne sich in den USA eine konjunkturelle Erholung und ein weiter starkes Wachstum in China ab.            

"Das Management wird auch in Zukunft Kosten- und Produktivitätsverbesserungen vorantreiben", teilte ABB mit. "Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, dass der starke Auftragsbestand, fortgesetzte Kundeninvestitionen in Bereichen wie der Stromverteilung und der Öl- und Gasindustrie und die starke Präsenz in schnell wachsenden Schwellenmärkten dem Unternehmen im Jahr 2012 umfassende Möglichkeiten für profitables Wachstum eröffnen werden."

Eine konkretere Prognose gaben die Eidgenossen nicht. ABB werde die Vertriebsorganisation weiter ausbauen und die Produktentwicklung beschleunigen.

Quelle: ntv.de, rts