Wirtschaft

Telekom wird T-Mobile USA nicht los AT&T wirft das Handtuch

Der US-Telefongigant AT&T gibt seine Pläne zur Übernahme der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA auf. Er zieht damit die Konsequenz aus dem Widerstand des US-amerikanischen Justizministeriums und der US-Telekomaufsicht FCC gegen den Deal. Die Deutschen dürfen sich aber über ein milliardenschweres Trostpflaster freuen.

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(Foto: AP)

Der US-Telefonkonzern AT&T gibt seine Pläne zur Übernahme der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA auf. Das teilten beide Unternehmen nach Börsenschluss in New York mit.

In den USA war das 39 Milliarden Dollar schwere Vorhaben auf massiven Widerstand gestoßen. So machten das Justizministerium und jüngst auch noch die Telekommunikationsaufsicht FCC große Bedenken gegen den Deal geltend. Für Telekom-Chef Rene Obermann ist das Scheitern ein herber Rückschlag. Der Konzern wollte das Geld aus dem Verkauf von T-Mobile USA größtenteils für den Schuldenabbau nutzen.         

AT&T muss nun eine milliardenschwere Entschädigung leisten, die die US-Amerikaner der Telekom für den Fall eines Scheiterns der Transaktion versprochen hatten. Nach Angaben der Telekom umfasst diese unter anderem eine Barzahlung von drei Milliarden Dollar. Das Geld werde noch im laufenden Jahr erwartet. Hinzu komme eine mehrjährige Vereinbarung über Roaming-Leistungen sowie ein Paket an Mobilfunk-Frequenzen zugunsten von T-Mobile USA, deren Wert Analysten bei weiteren drei Milliarden Dollar sehen.

Fortführendes Telekom-Geschäft

Die Telekom erklärte, sie rechne für das laufende Jahr weiter mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 19,1 Milliarden Euro. Durch die Auflösung des Kaufvertrages soll T-Mobile USA künftig wieder als fortzuführendes Geschäft der Deutschen Telekom bilanziert werden. Zudem erhält die Telekom ihr Dividendenversprechen und will für dieses und nächstes Jahr jeweils 70 Euro-Cent pro T-Aktie an die Anteilseigner ausschütten. Größter Aktionär ist der Bund mit gut 30 Prozent.    

Angesichts der Kritik an dem Vorhaben hatten die beiden Telefonkonzerne vor einer Woche erstmals öffentlich darüber gesprochen, ob es überhaupt noch Sinn mache, das Geschäft weiter zu verfolgen. Die Telekom und AT&T hatten die Fusion im Frühjahr angekündigt. Die US-Behörden fürchteten, dass bei einem Zusammenschluss der Nummer vier mit der Nummer zwei der Wettbewerb auf dem US-Mobilfunkmarkt weiter zurückgehen würde. AT&T sowie die Telekom argumentierten hingegen, dass die Übernahme die Abdeckung mit mobilen Datendiensten in den USA erhöhe sowie Arbeitsplätze schaffe.

Quelle: n-tv.de, rts

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