Wirtschaft
Dienstag, 19. Januar 2010

Mit Mehlfladen zum Multimillionär: Glen Bell gestorben

Glen Bell
Glen Bell(Foto: AP)

Glen Bell, der Gründer der Fast-Food-Kette Taco Bell ist tot. Der Kalifornier starb bereits am Sonntag im Alter von 86 Jahren auf seiner "Rancho Santa Fe" bei San Diego.

Das Land habe einen seiner großen Unternehmer und Neuerer verloren, sagte Taco-Bell-Chef Greg Creed. "Glen Bell war nicht nur ein großer Mann, er war auch ein außergewöhnlicher Unternehmenslenker. Wir schulden ihm viel und wollen seinen Traum weiterführen."

Bell hatte 1951 im kalifornischen San Bernardino die Idee, mexikanische Tortillas mit Salat und Fleischfüllung als Schnellimbiss zu verkaufen. Seine Konkurrenz saß in der gleichen Stadt nur ein paar Kilometer weiter - zwei boulettenbratende Brüder namens McDonald.

In Europa erfolglos

Sowohl Taco Bell als auch McDonald's profitierten von der aufkommenden Autokultur, in der das Essen schnell und am besten gleich am Auto serviert werden sollte. Als Bell sein Unternehmen 1978 an PepsiCo verkaufte, hatte er 868 Filialen.

Die "New York Times" zitierte Bell, der sich bis zuletzt an seinen ersten Kunden habe erinnern können: "Er trug einen Anzug und als er in den Taco biss, lief die Sauce auf seine Ärmel und seinen Schlips. Ich dachte, den haben wir verloren. Aber er kam wieder und sagte: 'Das war gut. Geben Sie mir noch einen!'"

Heute hat Taco Bell nach eigenen Angaben 5600 Filialen weltweit und verkauft eine Milliarde Tacos im Jahr. In Europa konnte die Kette allerdings trotz mehrerer Versuche nie Fuß fassen. Es gibt zwar sieben Filialen in Deutschland, aber alle innerhalb amerikanischer Kasernen.

Quelle: n-tv.de