Wirtschaft

Banken zahlen am besten JP-Morgan-Chef sahnt ab

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JP-Morgan-Chef Dimon: Immer schön den Ball flach halten.

(Foto: REUTERS)

Während sich VW-Chef Winterkorn für seinen Millionen-Verdienst im vergangenen Jahr rechtfertigen muss, ticken die Uhren bei den Wall-Street-Banken weiter anders. Die Bosse von Wells Fargo, Citigroup und Bank of America kassieren bis zu 20 Millionen Dollar. Der Lenker von JP Morgan toppt sie aber alle.

Der Chef der größten US-Bank JP Morgan Chase & Co hat im vergangenen Jahr mehr als 23 Mio. Dollar (rund 17,4 Mio. Euro) verdient. Wie das Institut in einer Pflichtveröffentlichung an die Börsenaufsicht SEC mitteilte, stieg Jamie Dimons Einkommen damit um elf Prozent gegenüber 2010. Zusätzlich zu seinem Grundgehalt von 1,4 Mio. Dollar kassierte Dimon unter anderem einen Bonus von 4,5 Mio. sowie Aktien und Aktienoptionen im Wert von 17 Mio. Dollar. Im Jahr davor habe der 56-Jährige noch rund 20,8 Mio. Dollar bekommen.

In der JP-Morgan-Bilanz für 2011 steht unter dem Strich ein Rekordgewinn von 19 Mrd. Dollar (14,9 Mrd. Euro), was einem Zuwachs von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz ging allerdings um 5 Prozent auf 97,2 Mrd. Dollar zurück, wie die Bank mitteilte.

Konkurrenz verblasst

Dimon verdiente zudem mehr als seine Kollegen bei den drei anderen Großbanken Wells Fargo, Citigroup und Bank of America. Deren Jahreseinkommen lagen zwischen 8,1 Mio. und 19,8 Mio. Dollar. Auch der scheidende Deutsche-Bank -Chef Josef Ackermann und sein Nachfolger Anshu Jain verdienten 2011 mit 9,35 Mio. beziehungsweise 9,77 Mio. Euro erheblich weniger ein als Dimon.

Dimon stellt damit sogar Deutschlands bestverdienenden Manager, VW-Chef Martin Winterkorn, in den Schatten - wenn auch nur leicht. Der verdiente 2011 mehr als 17 Millionen Euro. Europas größter Autobauer meldete das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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