Wirtschaft

Siemens, Adidas, Deutsche Bank Konzerne wollen beim Impfen helfen

Die Bundesregierung kassiert seit Wochen Kritik für ihre Impfstrategie - nun bekommt sie ein Hilfsangebot mehrerer Konzerne. Firmen wie Siemens, Adidas und die Deutsche Bank wollen ihre Mitarbeiter selbst impfen. Doch es gibt noch Hürden.

Die deutsche Wirtschaft bietet der Bundesregierung ihre Hilfe beim Impfen an. Mehrere Großunternehmen und Verbände schlagen vor, angesichts des bisher langsamen Impftempos in Deutschland mit eigenen Kräften Beschäftigte sowie Familien und zum Teil sogar Nichtmitarbeiter zu impfen, wie die "Welt" berichtete. Der Vorschlag solle Thema bei einem Treffen zwischen Wirtschaft und Bundeskanzlerin Angela Merkel sein.

Viele Fragen seien noch ungeklärt, zitierte die "Welt" aus Wirtschaftskreisen. Dabei gehe es etwa um die Haftung oder die Dokumentation. "Wir wollen pragmatisch dazu beitragen, so schnell wie möglich Herdenimmunität in Deutschland zu erreichen", sagte der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, der "Welt". "Wir sind deshalb grundsätzlich bereit, Menschen eine Impfung zu ermöglichen, auch wenn sie nicht für uns arbeiten."

Auch die Konzerne Allianz, Adidas, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Siemens und Axel Springer wollen laut dem Bericht zum schnelleren Abarbeiten des nationalen Impfprogramms beitragen. Die Allianz plane, bis zu 25 Impfstraßen auf ihren Betriebsgeländen einzurichten, sagte Konzernchef Oliver Bäte der Zeitung. Die Vorbereitungen würden bereits getroffen - losgehen könne es, sobald genügend Impfstoff bereitstehe und die Mitarbeiterimpfungen gemäß der nationalen Impfstrategie möglich seien.

Döpfner: Betriebsärzte könnten auch Angehörige impfen

Adidas-Chef Kasper Rorsted sagte der "Welt", vorstellbar sei auch, andere Unternehmen dabei zu unterstützen, ein Impfangebot für ihre Mitarbeiter zu schaffen, "sofern das logistisch machbar ist" und genügend Impfstoffe vorhanden seien. Post-Chef Frank Appel betonte: "Bereits Anfang des Jahres haben wir gesagt, dass wir bei ausreichender Verfügbarkeit Impfstoff für unsere Mitarbeiter kaufen und diesen impfen würden, wenngleich unsere Aktivitäten die Anstrengungen der Regierung nur ergänzen können."

Der Chef von Axel Springer, Mathias Döpfner, erklärte, der Konzern habe "diese Idee schon vor Wochen an die Politik herangetragen. Unsere Betriebsärzte könnten im Einklang mit der vorgesehenen Impfreihenfolge sowohl unsere Mitarbeiter als auch perspektivisch deren Familienangehörige, soweit sie im selben Hausstand leben, impfen."

Quelle: ntv.de, vpe/AFP

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.