Wirtschaft

Schokoladengenuss gegen KrisenfrustLindt & Sprüngli in aller Munde

15.01.2013, 13:15 Uhr
Lindt
(Foto: picture alliance / dpa)

Der Schweizer Traditions-Schokoladenkonzern Lindt & Sprüngli kommt bei den Konsumenten auch in der Krise gut an. Den Anlegern schmecken die Umsatzzahlen. Analysten sind begeistert: Die Geschäftsstrategie geht auf. Sogar in Asien kann Lindt seine Bekanntheit ausbauen.

Die Konsumenten wollen auch in der Krise nicht auf edle Schokolade des Schweizer Herstellers Lindt & Sprüngli verzichten. Der Umsatz mit goldenen Schokohasen mit roter Schleife und Glöckchen, Schokoladen-Bären und Pralinen stieg 2012 um 7,3 Prozent auf 2,67 Mrd. Franken (2,16 Mrd. Euro).

Wie der Zürcher Traditionskonzern mitteilte, spielten Wechselkurseffekte bei dem Ergebnis eine vergleichsweise geringe Rolle: In Lokalwährungen gerechnet betrug das Wachstum 6,8 Prozent und lag damit in der von Lindt angepeilten Spanne von sechs bis acht Prozent.

Lindt geht davon aus, dass der Betriebsgewinn 2012 stärker zugelegt hat als der Umsatz. Die operative Gewinnmarge dürfte danach im oberen Bereich der angepeilten Bandbreite von 13,4 bis 13,6 Prozent liegen. 2011 hatte das Betriebsergebnis 329 Mio. Franken betragen, entsprechend einer Marge von 13,2 Prozent.

Den Anlegern schmeckten die Umsatzzahlen: Die Lindt-Partizipationsscheinen stiegen um 2,5 Prozent auf 3238 Franken und ließen damit die europäischen Lebensmittelwerte hinter sich. Analysten sprachen von einem grundsoliden Geschäft und strichen die Wachstumsbeschleunigung in der zweiten Jahreshälfte heraus. "Die Umsatzzahlen 2012 sind erneut ein Beweis für die überzeugende langfristige Geschäftsstrategie", erklärte Sarasin-Analyst Patrick Hasenböhler.

Zweistelliges Wachstum in Amerika

Lindt begründete den anziehenden Schokoladenabsatz mit verstärkten Marketing-Anstrengungen und neuen Produkten. Das 1845 in Zürich gegründete Unternehmen wuchs nach eigenen Angaben stärker als der Schokoladenmarkt und gewann in praktisch allen Ländern Marktanteile.

In Europa entwickelten sich Deutschland - der zweitgrößte Absatzmarkt -, Frankreich und Großbritannien am stärksten. Lediglich Italien blieb hinter dem Vorjahr zurück. Im bedeutendsten Markt Nordamerika kletterte der Umsatz zweistellig und in Asien konnte Lindt seine Bekanntheit weiter ausbauen.

Quelle: ntv.de, rts