Wirtschaft

Diesel und Benzin teurerPreissprung an Tankstellen wieder größer

11.05.2026, 17:51 Uhr
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01-05-2026-Wirtschaft-v-l-Das-Bild-zeigt-eine-Reihe-von-Zapfpistolen-an-einer-Tankstelle-die-verschiedenen-Kraftstoffsorten-zugeordnet-sind
Am Mittag war der Preisaufschlag an den Zapfsäulen wieder etwas stärker als zuletzt. (Foto: picture alliance / SNS)

Die Hoffnungen auf rasche neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben sich am Wochenende zerschlagen. Im Gegenzug zieht der Ölpreis wieder leicht. Das schlägt umgehend auf die Preise an den Tankstellen durch.

An den deutschen Tankstellen sind die Kraftstoffpreise wieder deutlich stärker gestiegen als zuletzt. Trotz des inzwischen normalen Rückgangs nach der um 12 Uhr erlaubten Anhebung liegen sie wieder oberhalb des Vortagsniveaus. Hintergrund dürfte wieder gestiegene Ölpreise sein, nachdem sich die USA enttäuscht von der Antwort des Irans auf das US-Verhandlungsangebot gezeigt hatten.

Am Mittag zogen die Preise für Diesel sowie Kraftstoffe der Sorten E5 und E10 um jeweils gut 15 Cent je Liter an. E5 kostete damit in Spitze im Schnitt knapp 2,44 Euro je Liter. Für Kraftstoff der Marke E10 waren rund 2,09 und für Diesel gut 2,12 Euro fällig. im Anschluss gaben die Preise wieder nach.

Derweil teilte der ADAC mit, dass ein Liter Dieselpreis am Vortag zeitweise erstmals seit Anfang März an den deutschen Tankstellen wieder unter zwei Euro gefallen war. Demnach lag er am Sonntag bei durchschnittlich 1,984 Euro pro Liter. Der Preis für Super E10 lag im Tagesdurchschnitt bei 1,968 Euro pro Liter. E10 kostete am 1. Mai bereits weniger als zwei Euro, der Preis stieg dann aber wieder.

Der Autofahrerverein nannte dies eine "logische Konsequenz" - am 1. Mai war der Tankrabatt der Regierung in Höhe von fast 17 Cent in Kraft getreten. Der Rohölpreis war zudem laut ADAC zudem in den vergangenen Tagen von 110 Dollar pro Fass auf rund 100 Dollar gesunken.

Der ADAC betonte, die "bloße Betrachtung" der aktuellen Preise im Vergleich zum 30. April, dem letzten Tag vor Einführung des Tankrabatts, möge darauf hindeuten, dass die Energiesteuersenkung nun an den Zapfsäulen angekommen sei. Doch dürfe die Rohölpreisentwicklung "nicht außer Acht" gelassen werden.

E10 sei nach Ansicht des ADAC weiterhin zu teuer. Diesel sei wegen zahlreicher Sondereffekte schwieriger zu bewerten - der deutliche Preisrückgang "zeigt aber, wie stark auch hier zuletzt aufgeschlagen worden war".

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/AFP