Wirtschaft

Ölpreis lässt die Kassen klingeln Shell verdoppelt Gewinn

Die großen Ölkonzerne verdienen dank der hohen Energiepreise im zweiten Quartal kräftig. Davon profitiert vor allem Europas Branchenführer Shell, der seinen Gewinn im Handumdrehen verdoppelt. Doch auch Branchenrivalen müssen sich mit ihren Zahlen nicht verstecken.

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(Foto: dpa)

Der britische Ölmulti Royal Dutch Shell hat seinen Nettogewinn im zweiten Quartal dank der hohen Ölpreise und neuer Förderprojekte kräftig steigern können. Unter dem Strich verdoppelte der Konzern seinen Gewinn nahezu mit einem Plus von 97 Prozent auf 8,7 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz von Europas größtem Ölkonzern stieg um rund ein Drittel auf 124,56 Mrd. US-Dollar.

Als Gründe für den Gewinnsprung nennt Shell-Chef Peter Voser neben den seit 2010 in die Höhe gekletterten Ölpreisen auch bessere Produktionsabläufe und eine erhebliche Kostensenkung. Diesen Weg will Shell auch künftig beschreiten. "Unsere Strategie ist wettbewerbsfähig und innovativ", sagte Voser. Seinen Aktionären will Shell unverändert eine Quartalsdividende von 0,42 US-Dollar je Aktie zahlen.

Zu laufenden Kosten, bei denen mit aktuellen Preisen kalkuliert wird, legte der Gewinn um 77 Prozent auf acht Mrd. US-Dollar zu. Die Produktion von Öl und Gas sank wegen des Verkaufs von Ölfeldern um zwei Prozent auf 3,05 Mio. Barrel Öläquivalente pro Tag. Um die Verkäufe bereinigt kletterte die Produktion um zwei Prozent - dies gilt als Hinweis darauf, dass sich die massiven Investitionen in neue Fördermöglichkeiten allmählich auszahlen.

Nicht alle profitieren

Rivale Exxon Mobil will ebenfalls noch im Tagesverlauf seine Zahlen vorlegen. Experten rechnen hier mit einem Anstieg des bereinigten Nettogewinns von 50 Prozent. BP hatte die Investoren zuletzt enttäuscht und kämpft noch mit den Folgen der schweren Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko vor einem Jahr.

Norwegens größter Energiekonzern Statoil erwirtschaftete im zweiten Quartal dank gestiegener Öl- und Gaspreise einen Rekordgewinn. Der Überschuss verneunfachte sich fast im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 27,1 Mrd. Kronen, umgerechnet 3,5 Mrd. Euro. Dank der kräftig gestiegenen Preise konnte Statoil auch Produktionsrückgänge wettmachen.

Der spanische Ölkonzern Repsol konnte nicht wie die Konkurrenz vom gestiegenen Ölpreis profitieren. Der Gewinn fiel im zweiten Quartal um elf Prozent auf 579 Mio. Euro. Die Produktion in Argentinien, einem wichtigen Markt für Repsol, ging wegen der sozialen Unruhen dort deutlich zurück. Zudem sei die Förderung in Libyen seit Anfang März nicht mehr möglich.

Quelle: ntv.de, nne/dpa/rts

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