Wirtschaft

Zugewinne auf niedrigem NiveauStahlproduktion zieht an

08.10.2009, 11:07 Uhr

Die deutschen Hüttenwerke haben ihre Stahlproduktion im September den fünften Monat in Folge gesteigert. Bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte blieb ein Plus 2,5 Prozent übrig. Im Vergleich zum Vorjahr steht aber immer noch ein dickes Minus.

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Im Vergleich zum Vorjahr ist die Stahlproduktion immer noch dick im Minus. (Foto: REUTERS)

Die deutschen Hüttenwerke haben ihre Stahlproduktion im September den fünften Monat in Folge gesteigert. Sie stellten 7,5 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte blieb ein Plus 2,5 Prozent übrig.

Trotz des Aufwärtstrends leiden die Unternehmen noch immer stark unter der Flaute bei wichtigen Kunden wie der Autoindustrie und dem Maschinenbau: Die Produktion fiel um 21,7 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr. "Von einer Trendwende kann deshalb noch nicht gesprochen werden, sondern nur von einer gewissen Stabilisierung", sagte ein Statistiker zu Reuters.

Konzerne wie ThyssenKrupp, Salzgitter und Weltmarktführer ArcelorMittal hatten ihre Produktion wegen des Nachfrageeinbruchs infolge der Wirtschaftskrise deutlich zurückgefahren. Die Branche sieht inzwischen Zeichen für eine Belebung der Nachfrage, wobei jedoch viele Kunden vor allem ihre leeren Lager wieder auffüllen. Die in Düsseldorf ansässige Wirtschaftsvereinigung Stahl rechnet nach einem deutlichen Rückgang in diesem Jahr mit einer leichten Steigerung der Produktion in Deutschland 2010. Von Januar bis September wurden bundesweit 22,65 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Das sind 37,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Quelle: rts