Der Börsen-TagAnalysten warnen vor negativen Kurzschlussreaktionen
An den Aktienmärkten in Ostasien und Australien geht es überwiegend leicht nach oben mit den Kursen. Am stärksten fällt das Plus wie gestern in Hongkong aus, der HSI gewinnt 0,9 Prozent, während der Composite-Index in Shanghai im chinesischen Kernland um 0,1 Prozent nachgibt. Gut behauptet lautet die Tendenz im südkoreanischen Seoul. Minimal aufwärts auf 38.948 Punkte geht es in Tokio. Bereits beendet ist der Handel in Sydney. In Tokio bremst der festere Yen, der Dollar kostet 155,12 Yen, verglichen mit knapp 156 Yen zur gleichen Vortageszeit. Hintergrund sind Spekulationen über eine Zinserhöhung durch die japanische Notenbank, am Freitag könnte es bereits so weit sein.
Die Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Donald Trump vom Vortag brachte aus Marktsicht eher einen leicht positiven Impuls, nachdem sich Trump im Hinblick auf Strafzölle zunächst eher zurückhaltend ausgelassen hatte. Die jüngste Erleichterung an den asiatischen Aktienmärkten - mit Ausnahme Japans - könnte angesichts weiter drohender US-Zölle aber nur von kurzer Dauer sein, warnen die Analysten von Nomura. Die Märkte neigten nämlich zu negativen Kurzschlussreaktionen, wenn Zölle angedroht würden. Die derzeitige politische Unsicherheit sei zu groß, so die Analysten, die weiterhin zu einer vorsichtigen Haltung gegenüber Aktien aus Asien (ohne Japan) tendieren.