Der Börsen-TagAngriff auf Iran dürfte Dax tief ins Minus drücken
Angesichts der Eskalation in Nahost dürfte der Dax der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge schwächer in den Handel starten.
Der Dax wird aktuell mit einem Minus von 1,8 Prozent indiziert. Der Euro-Stoxx-50 wird über 100 Punkte tiefer erwartet. "Der Umsatz zeigt auch noch keine Panikzeichen", sagt ein Händler.
Israel hat in der Nacht den Iran angegriffen. Ziel des Präventivschlags gegen eine atomare Bewaffnung seien Nuklearanlagen und militärische Standorte, erklärte das israelische Militär.
Gestern hatte der Dax 0,7 Prozent tiefer bei 23.771,45 Punkten geschlossen. Die wichtigsten Indizes an der Wall Street gingen leicht fester aus dem Handel. An den asiatischen Börsen gerieten die Kurse am Freitag nach dem Angriff Israels unter Druck.
Die Preise für Öl schossen wegen der Sorge, die Eskalation könnte die Ölversorgung behindern, in die Höhe.
Auf der Konjunkturseite dürfte die Sommerprognose des Berliner DIW in den Fokus rücken. Erwartet wird eine leichte Aufwärtskorrektur für das deutsche Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2025 und 2026. Am Donnerstag hatten andere führende Forschungsinstitute ihre Konjunkturprognosen erhöht.
Im Rampenlicht bei den Unternehmen steht der US-Chip-Spezialist Nvidia. Konzernchef Jensen Huang trifft sich zum Wochenschluss mit Bundeskanzler Merz. Auf der VivaTech-Konferenz in Paris hatte er angekündigt, dass Nvidia seine erste Cloud-Plattform für künstliche Intelligenz (KI) mit Schwerpunkt auf industrielle Anwendungen in Deutschland aufbauen wird.