Der Börsen-TagAnleger lassen Intel-Aktie trotz Milliarden-Gewinn fallen
Der Chip-Riese Intel profitiert kräftig von Hunger nach Rechenleistung für die Cloud-Dienste. Intels Umsatz mit Prozessoren für Rechenzentren springt im vergangenen Quartal um 27 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar (4,7 Mrd Euro) hoch. Doch zugleich dauert der Übergang auf die nächste Fertigungstechnologie länger als gedacht und Anleger befürchten härtere Konkurrenz sowie Rückschläge durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Deshalb fällt die Aktie gestern nachbörslich um fast sechs Prozent.
Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren ist für Intel nicht nur ein Wachstumstreiber, sondern auch sehr lukrativ. Dem Umsatz von 5,5 Milliarden Dollar steht ein operativer Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar gegenüber. Allerdings erwarten Branchenanalysten, dass sich auch Halbleiter von Nvidia und des kleineren Intel-Rivalen AMD mehr Platz in den Rechenzentren sichern könnten.
Bei Prozessoren für Notebooks und Desktop-Rechner konnte Intel den Spartenumsatz um sechs Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar steigern. Abermals gelang das, weil zwar weniger - aber teurere Chips verkauft werden konnten. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz um 15 Prozent auf knapp 17 Milliarden Dollar. Unterm Strich blieb ein Gewinn von gut fünf Milliarden Dollar in der Intel-Kasse - 78 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.