Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAnleger strafen IBM ab

23.04.2026, 07:29 Uhr

Ein langsameres Wachstum im Softwaregeschäft und Sorgen vor der Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz (KI) haben die Aktien von IBM auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des US-Technologiekonzerns gaben nachbörslich um sechs Prozent nach. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um neun Prozent auf 15,92 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen um rund 300 Millionen Dollar. Im Vorquartal hatte das Plus jedoch noch bei 12,2 Prozent gelegen.

Auch das Softwaresegment, zu dem die renditestarke Cloud-Sparte Red Hat und die KI-Werkzeuge der Marke Watsonx gehören, verzeichnete ein langsameres Umsatzwachstum von 11,3 Prozent. Am Markt wächst die Sorge, neue KI-Anwendungen, die routinemäßige Unternehmensaufgaben automatisieren, könnten das Softwaregeschäft von IBM belasten. Unter Druck geriet IBM vor allem, nachdem das KI-Unternehmen Anthropic im Februar erklärt hatte, eines seiner Werkzeuge könne bei der Modernisierung von COBOL helfen. Diese Programmiersprache ist auf den Großrechnern (Mainframes) von IBM weitverbreitet. Das Infrastruktursegment, das diese sicheren Hochleistungsserver für Banken, Airlines und Einzelhändler umfasst, wuchs dagegen kräftig um 15,2 Prozent auf 3,33 Milliarden Dollar.

Quelle: ntv.de