Der Börsen-TagAnleihen global unter Druck - Japan im Fokus
Die Verkäufe bei Staatsanleihen der vergangenen Woche setzen sich massiv fort. Die Renditen steigen weltweit auf neue Höchststände. Als Auslöser macht Marktstratege Chris Weston von Pepperstone die wachsende Angst vor einer anhaltenden Inflation und weiteren Zinserhöhungen der Fed aus. Die Markterwartung für den nächsten Zinsschritt habe erstmals die Vier-Prozentmarke durchbrochen - und der Markt preise nun eine Erhöhung statt einer Senkung für Januar 2027 ein.
Derweil gebe es einen Käuferstreik bei Staatsanleihen in Japan. Weston verweist auf die japanischen Erzeugerpreise (PPI). die am Freitag mit 4,6 Prozent deutlich höher als erwartet ausfielen. Die Bank of Japan hinke der Inflation hinterher. Premierministerin Takaichi kündigte derweil neue Energiesubventionen an. Die Angst vor neuen Staatsschulden lasse nun den Markt einbrechen.
Die Rendite 30-jähriger japanischer Anleihen springt um 17 Basispunkte auf 4,20 Prozent. Käufer streiken vor der wichtigen 20-jährigen Anleiheauktion am Mittwoch. Der Yen gerät unter Druck, der Dollar steigt in Richtung 159,00 Yen.