Der Börsen-TagAsien-Anleger haben vielschichtige Sorgen
Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China schicken die asiatischen Aktienmärkte auf Talfahrt. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 60.843,09 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,8 Prozent niedriger bei 3834,10 Zählern. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert bei 4137,49 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 4851,66 Punkte fällt. Der südkoreanische Kospi verliert 0,1 Prozent und der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans sinkt 0,9 Prozent.
In Tokio drücken Sorgen über den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran auf die Stimmung. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996. Grund sind Pläne der Regierung, zur Abfederung der kriegsbedingten Energiekosten neue Schulden aufzunehmen. "Die Schwierigkeiten bei den Waffenruheverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben ein Grund zur Sorge", sagt Nomura-Strategin Maki Sawada.
In China wuchs die Industrieproduktion im April nur um 4,1 Prozent, die Einzelhandelsumsätze legten lediglich um 0,2 Prozent zu. Zudem fielen die Autoverkäufe um 21,6 Prozent und die Anlageinvestitionen schrumpften um 1,6 Prozent.