Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAsien-Börsen im Abwärtssog

19.03.2026, 08:20 Uhr

Deutlicher abwärts geht es an den ostasiatischen Aktienmärkten. Gegenwind kommt von mehreren Seiten: Zum einen sorgen die Aussagen der US-Notenbank (Fed) für Verunsicherung, worauf die Wall Street bereits mit Verlusten reagiert hatte. Zum anderen steigen die Ölpreise wieder kräftig und schüren Inflationssorgen.

Die Kernbotschaft der US-Notenbank war Unsicherheit. Sie ließ erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert und veröffentlichte Zinsperspektiven (Dot Plots), die auf nur noch eine Zinssenkung in diesem Jahr hindeuten, und nicht mehr auf zwei wie noch beim vorangegangenen Treffen im Januar. Auch das überraschte nicht. In der begleitenden Erklärung räumte die Fed allerdings "Unsicherheit" aufgrund des Krieges im Nahen Osten ein. Und Fed-Chef Powell sagte, die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten seien ungewiss. "Die höheren Energiepreise werden die Inflation antreiben, aber es ist noch zu früh, das Ausmaß abzuschätzen".

Derweil ließ auch die japanische Notenbank wie erwartet die Zinsen unverändert, wies aber ebenfalls auf zunehmende Unsicherheit der Auswirkungen des Krieges auf die Inflation hin. In Tokio fällt der Topix um 2,5 Prozent, in Seoul gibt der Kospi nach seiner Vortageshausse in ähnlicher Größenordnung nach. In Shanghai geht es für das Marktbarometer um 1,7 Prozent abwärts, in Hongkong um 1,1 Prozent. Sydney hat mit einem Minus von 1,6 Prozent den Handel bereits beendet.

Quelle: ntv.de