Der Börsen-TagAsien-Börsen melden Rekordstände
Die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) und Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten treiben die asiatischen Börsen an. In Tokio legt der Nikkei-Index um 1,5 Prozent auf 60.584,37 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notiert 0,7 Prozent höher bei 3744,19 Zählern. Auch in China greifen die Anleger zu: Der Shanghai Composite gewinnt 0,2 Prozent auf 4086,03 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,3 Prozent auf 4781,74 Punkte.
In Japan sorten starke Quartalszahlen für Kauflaune. Aktien von Automatisierungsspezialisten wie Keyence und Fanuc schießen um mehr als 15 Prozent in die Höhe, während SMC um 9,3 Prozent zulegen. "Aktien mit Bezug zu Gewinnbekanntgaben sowie KI- und Halbleiterwerte haben den Markt zur Eröffnung nach oben geführt", sagt Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities.
In China rücktn die Industriegewinne in den Fokus, die im März mit einem Plus von 15,8 Prozent so stark wuchsen wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Die Erholung verläuft jedoch ungleichmäßig: Während KI-bezogene Unternehmen wie Shannon Semiconductor florieren, kämpfen Konsumgüterhersteller mit einer schwachen Inlandsnachfrage. Zudem drohen weiterhin wirtschaftliche Risiken durch den Nahost-Konflikt. "Die Daten spiegeln die Auswirkungen des Iran-Krieges wahrscheinlich noch nicht wider", erklärt Lynn Song, Chefökonom für Greater China bei ING. Höhere Energiepreise dürften sich in steigenden Kosten für die Produzenten niederschlagen, was die Gewinnmargen belasten könnte, fügt er hinzu.