Der Börsen-TagAsien-Börsen verlieren an Schwung
Gewinnmitnahmen drücken die Märkte in Asien. Anleger hielten Ausschau nach neuen Signalen, die den Zeitpunkt und das Ausmaß möglicher Zinssenkungen der US-Notenbank bestimmen könnten.
"Der Zeitpunkt von Zinssenkungen in den USA wird einen großen Einfluss auf japanische Aktien haben", sagte Masahiro Ichikawa vom Broker Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Sollte sich die Inflation in den USA beruhigen und die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen steigen, würden japanische Aktien der Wall Street nach oben folgen. "Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass sich der Nikkei bis zum Jahresende wieder der Marke von 39.000 oder 40.000 nähert."
Der Index war zu Jahresbeginn auf ein Allzeithoch von 41.087 Punkten geklettert, bevor er im April deutlich nachgab. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 1,4 Prozent auf 38.303,39 Punkte nach, der breiter gefasste Topix notierte 1,2 Prozent tiefer bei 2712,70 Punkten. Der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing büßte 2,4 Prozent ein. Nintendo verlor 4,4 Prozent, nachdem der Spielehersteller nachbörslich mitgeteilt hatte, dass er in diesem Jahr mit einem Rückgang des operativen Gewinns rechnet.
Der Autobauer Toyota Motor fiel um 1,6 Prozent, da die Anleger die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Jahr 2024 im Tagesverlauf abwarten wollten. Der Chipriese Tokyo Electron und der Chiptesthersteller Advantest verloren jeweils rund ein Prozent.
Die Börse in Shanghai fiel um 0,2 Prozent auf 3140,78 Punkte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab um 0,4 Prozent auf 3643,40 Punkte nach. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 155,15 Yen und legte leicht auf 7,2244 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte rückte er etwas auf 0,9088 Franken vor. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0739 Dollar und zog leicht auf 0,9763 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2488 Dollar.