Der Börsen-TagAutobauer erwarten Elektro-Quote

Wie sind die deutschen Autobauer in Sachen Elektromobilität aufgestellt? Die großen Hersteller wie BMW, Daimler und VW müssen sich in naher Zukunft womöglich auf neue Vorgaben einstellen. VW Vorzüge
Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass die EU im kommenden Herbst eine Quote für abgasfreie Autos vorschlägt - und diese für Autobauer und -importeure gelten wird.
Über die Höhe werde man noch sprechen, sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth. Die Autobauer selbst gingen derzeit von einem Anteil von etwa 25 Prozent bis 2025 aus.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte Anfang der Woche eine verbindliche Quote für die Zulassung von E-Autos in den EU-Ländern gefordert. Flasbarth geht davon aus, dass es keine Absatzprobleme geben wird, da Elektroautos schon bald deutlich günstiger sein dürften als derzeit. Das sei eine Frage der Preisgestaltung und der Produktpalette, "das hat bei den Herstellern bisher nicht geklappt."
Dass der Staat die Finanzierung übernehme, schloss er aus. Neben E-Autos mit Batterien kämen auch Antriebe mit Brennstoffzellen in Frage, so Flasbarth. Er geht aber davon aus, dass Batterien sich durchsetzen, da sie am effizientesten seien und auf den wichtigen Automärkten bereits auf dem Vormarsch.
Wenn der Staat in den Ausbau etwa von Lade-Infrastruktur investiere, müsse es "irgendwann eine Weichenstellung" geben, sagte Umweltstaatssekretär Flasbarth.
Die Aktien von BMW notieren am Vormittag etwas schwächer als der Gesamtmarkt bei 80,45 Euro.
Für die Anteilsscheine von Daimler geht es um 0,5 Prozent auf 60,59 Euro nach oben.
Die Vorzugsaktien von VW verteuern sich um 1,1 Prozent auf 130,25 Euro.