Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAutozulieferer Brose baut 2000 Arbeitsplätze ab

17.10.2019, 14:07 Uhr
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Brose reagiert auf das schwierige Branchenumfeld mit einem umfangreichen Sparprogramm. (Foto: Brose)

Es gibt natürlich auch noch andere Sorgen neben der Brexit-Frage. Dazu gehört auch der Schrumpfprozess in der Autobranche, der ungebremst weitergeht. Der nächste Kandidat ist Brose. Hier werden werden bis Ende 2022 rund 2000 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut. Betroffen sind die Standorte Bamberg, Hallstadt, Coburg, Würzburg und Berlin. Außerdem soll die Fertigung von Schließsystemen von Wuppertal verlegt werden.

Der globale Wettbewerb zwinge Brose zur Verlagerung von Arbeit in Niedriglohnländer, erklärt Kurt Sauernheimer, Vorsitzender der Geschäftsführung. "Der Wandel der Automobilindustrie, ein rückläufiger Markt - insbesondere in China -, globaler Preisdruck, aber auch interne Ursachen beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung bei Brose", heißt es. Als weitere Gründe nannte Brose die "einseitige Klimadebatte zulasten der Kfz-Industrie" und damit verbundene Unsicherheiten in der Branche, aber auch steigende Personal- und Arbeitskosten.