Der Börsen-TagBafin prüft Insiderverdacht in der Rüstungsindustrie
Die Finanzaufsicht Bafin hat seit Beginn der sogenannten Zeitenwende zahlreiche Verdachtsfälle auf möglichen Insiderhandel in der Rüstungsindustrie geprüft. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linke-Fraktion hervor, die dem Wirtschaftsmagazin "Capital" vorliegt. Demnach leitete die Behörde seit Anfang 2022 insgesamt 48 konkrete Überprüfungen im Zusammenhang mit Aktien von Sicherheits- und Verteidigungsunternehmen ein. In einem Fall sei Strafanzeige wegen des Verdachts auf Insiderhandel gestellt worden, heißt es in der Antwort. In den anderen Fällen seien keine Anhaltspunkte für verbotene Geschäfte festgestellt worden.
Um welches Unternehmen es bei der Strafanzeige geht, ließ das Bundesfinanzministerium offen. Auf Anfrage von "Capital" teilte die Bafin mit, sie dürfe sich zu einzelnen Fällen nicht äußern. Die Rüstungsbranche profitiert seit dem russischen Angriff auf die Ukraine von dem Aufrüstungsprogramm des Bundes. Zu den größten Profiteuren zählt Rheinmetall. Auch Unternehmen wie Hensoldt und Renk verzeichneten starke Kursanstiege.