Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagBank of Japan beruhigt - Asien-Börsen setzen Erholung fort

07.08.2024, 08:22 Uhr

Nach einem turbulenten Wochenbeginn zeigen sich die Aktienmärkte in Ostasien und Australien mit Aufschlägen. Positive Impulse kamen von der Wall Street. Dort waren die Börsen nach einer dreitägigen Talfahrt auf Erholungskurs gegangen. Grund für die jüngste Abwärtsbewegung waren Befürchtungen, dass die US-Notenbank zu spät die Zinsen senken könnte und die US-Wirtschaft in eine Rezession abgleiten könnte.

An der Börse in Japan steigt der Nikkei-Index um 2,7 Prozent nach der massiven Talfahrt um rund 12 Prozent zu Wochenbeginn und der kräftigen Erholung um 10 Prozent am Dienstag. Gestützt werden die japanischen Märkte von Aussagen des stellvertretenden Gouverneurs der Bank of Japan (BOJ), Shinichi Uchida, wonach die Notenbank des Landes die Zinsen nicht bei instabilen Märkten anheben werde.

"Im Gegensatz zum Prozess der Leitzinserhöhungen in Europa und den Vereinigten Staaten befindet sich die japanische Wirtschaft nicht in einer Situation, in der die Bank hinter die Kurve fallen könnte, wenn sie den Leitzins nicht in einem bestimmten Tempo anhebt", sagt Uchida. Die jüngsten Entwicklungen an den Märkten seien "extrem volatil" gewesen. Dies sorgt an den Märkten für Erleichterung, hatte die BOJ doch vergangene Woche den Leitzins angehoben und weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt. Der Yen gibt erneut deutlich nach, wovon der Aktienmarkt profitiert. Der Dollar notiert 2,2 Prozent fester.

Auch in Südkorea erholt sich die Börse weiter von den kräftigen Verlusten zu Wochenbeginn. Der Kospi steigt um 2,4 Prozent. An den chinesischen Börsen steigt der Hang-Seng-Index um 1,3 Prozent, auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite indessen nur 0,3 Prozent höher. Die chinesischen Exporte sind im Juli langsamer gestiegen als am Markt erwartet. Auch der Handelsbilanzüberschuss blieb hinter den Erwartungen von Ökonomen zurück. Zuletzt hatten einige schwache Konjunkturdaten Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung in China geschürt.

Quelle: ntv.de