Der Börsen-Tag"Big Blue" mit Milliardenverlust
Knapp sechs Milliarden Dollar schwere Pensionsrückstellungen brocken IBM einen überraschenden Quartalsverlust ein. Das Minus belaufe sich auf 3,2 Milliarden Dollar, teilt das IT- und Softwarehaus mit. Im Vorquartal hatte es noch einen Gewinn von 1,13 Milliarden Dollar gemacht. Der Umsatz übertraf mit 14,12 Milliarden Dollar die Analystenprognosen allerdings.
Vor diesem Hintergrund und dank eines robusten Cloud-Geschäfts stellte das Unternehmen allerdings für das Gesamtjahr ein Wachstum über den bisherigen Zielen in Aussicht. Die Einnahmen dieser Sparte wuchsen um überdurchschnittliche elf Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. IBM-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen US-Geschäft um sechs Prozent.
Wie der Konkurrenz macht IBM die Aufwertung des Dollar zu schaffen. Im abgelaufenen Quartal belasteten Wechselkurs-Effekte das Ergebnis den Angaben zufolge mit 1,1 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr werde die Aufwertung der Weltleitwährung die Umsätze um sieben statt wie bislang gedacht sechs Prozent beeinträchtigen. Während das US-Geschäft gut laufe, schwächele das Geschäft wegen der Konjunkturabkühlung in einigen Regionen wie Westeuropa, sagte IBM-Finanzchef James Kavanaugh.