Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagBrexit zwingt britische Firmen zu Hamsterkäufen

18.10.2018, 10:54 Uhr

Die britischen Unternehmen decken sich dem Kreditversicherer Euler Hermes zufolge wegen des nahenden EU-Abschieds ihres Landes mit Importwaren ein. "Wir sehen zunehmend Hamsterkäufe – wie nach einer Sturmwarnung", sagte der Chef von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Ron van het Hof. "Um mögliche Zölle, Verzögerungen oder gar Unterbrechungen der Lieferkette zu vermeiden, horten britische Unternehmen immer mehr Importwaren, die sie für ihre Produktion zwingend benötigen."

Großbritannien tritt Ende März 2019 aus der Europäischen Union aus. Die Modalitäten sind noch unklar. Beim Brüsseler EU-Gipfel gab es gestern keine Einigung auf ein Austrittsabkommen, das die künftigen Beziehungen regeln soll.

Euler Hermes warnt in diesem Zusammenhang vor den Gefahren neuer Handelshürden für die britischen Unternehmen. "Zusätzliche Zollkontrollen und Staus wären für ihre Lieferketten ein Desaster", sagte van het Hof zum Risiko eines ungeordneten Brexit.