Der Börsen-TagChina-Autos überholen deutsche Konkurrenz
Die deutsche und europäische Wirtschaft kommen einer Studie zufolge im globalen Handel zunehmend unter Druck. Die EU sei im vergangenen Jahr in eine Zwickmühle geraten zwischen dem US-Protektionismus und einer wachsenden Konkurrenz aus China, heißt es in einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey. Während die USA und China ihre Handelsbeziehungen neu ausrichteten, habe die EU kaum von Verschiebungen profitieren können. Besonders stark betroffen sei die europäische Autoindustrie, die als langjähriger Wachstumsmotor unter sinkenden Exporten in die USA und nach China bei gleichzeitig steigenden Importen chinesischer Elektroautos leide. Die Studie basiert auf Daten, die über 90 Prozent des globalen Warenhandels abdecken.
Der Zollkonflikt zwischen den USA und China führte demnach zu einem Einbruch des direkten Handelsvolumens zwischen den beiden größten Volkswirtschaften um fast ein Drittel. Die EU konnte diese Lücke jedoch nicht füllen. So seien die EU-Exporte in die USA ohne Sondereffekte wie vorgezogene Pharma-Lieferungen angesichts drohender Zölle sogar gesunken. Gleichzeitig habe sich das Handelsdefizit mit China vergrößert. Ein besonders drastisches Beispiel sei Deutschland: Erstmals habe die Bundesrepublik 2025 mehr Autos aus China importiert als dorthin exportiert. Die Einfuhren chinesischer Elektrofahrzeuge in die EU stiegen 2025 um rund 50 Prozent auf über 800.000 Einheiten.