Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagChip-Konzerne hoffen auf KI-Geschäft

28.07.2023, 14:43 Uhr

Die Halbleiterbranche wittert nach dem Nachfrageeinbruch der vergangenen Monate wieder Morgenluft. Weil viele Hersteller zuletzt ihre Produktion drosselten, lässt das Überangebot an Chips für Computer oder Smartphones nach. Dazu kommt eine langsame Erholung der Nachfrage. Sowohl am PC- als auch am Smartphonemarkt gehen die Umsätze nach Einschätzung von Experten nicht mehr so stark zurück wie in den vergangenen Quartalen. "Die Nachfrage zieht sehr langsam wieder an", sagt Woohyun Kim, Finanzchef des koreanischen Herstellers SK Hynix, bei der Vorlage der Quartalszahlen. Hoffnung macht der Branche die zunehmende Verbreitung Künstlicher Intelligenz, für die Hochleistungschips benötigt werden. Allerdings bleibt der Ausblick auf die nächsten Monate insgesamt trüb.

In den vergangenen Quartalen haben die drei wichtigsten Chipmärkte an Boden verloren: Abwärts ging es bei PCs, Smartphones und bei Datenzentren. Angesichts der hohen Inflation, der steigenden Zinsen und der weltweiten Konjunkturabkühlung halten sich Verbraucher und Unternehmen mit Ausgaben für neue Technik zurück. Außerdem hatten sich viele in der Corona-Pandemie mit elektronischen Geräten für das Homeoffice oder zum Zeitvertreib zur Genüge ausgerüstet. Das führte zu einem bisher noch nie dagewesenen Überangebot an Halbleitern. Die beiden weltweit führenden Hersteller Samsung Electronics und SK Hynix fuhren in dem Geschäft zusammen einen Verlust von 15,2 Billionen Won (gut zehn Milliarden Euro) ein - so viel wie nie zuvor. Inzwischen sieht die Lage aber nicht mehr ganz so düster aus. Intel schrieb im abgelaufenen Quartal überraschend schwarze Zahlen.

Quelle: ntv.de