Der Börsen-TagCoronavirus lässt Dax bluten - unter 13.200

Europas Börsen verlebten heute einen schwierigen Handelstag. Grund war die Rückkehr der Angst vor dem Coronavirus. Die Zahl der von dem neuartigen Virus verursachten Todesfälle in China ist gestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat "große Besorgnis" geäußert, was eine Ausbreitung des Virus außerhalb Chinas betrifft, und die UN-Behörde will laut Medienberichten nochmals prüfen, ob ein globaler Notfall ausgerufen werde. So setzten die wie prognostiziert ausgefallenen US-BIP-Daten an den Aktien- und Finanzmärkten keine Akzente.
In Frankfurt verlor der Dax 1,4 Prozent und schloss bei 13.157 Punkten. Er baute seinen Verlust am Nachmittag noch weiter aus. Für den EuroStoxx50 ging es um 1,2 Prozent auf 3692 Punkte nach unten. Der MDax sackte um 1,1 Prozent auf 28.186 Zähler ab. Der TecDax fiel um 1,6 Prozent auf 3106 Stellen.
Klare Gewinnerin im Dax war die Aktie der Deutschen Bank mit plus 4,2 Prozent. Der im Juli begonnene Konzernumbau hat dem Geldinstitut 2019 einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt. Wie Morgan Stanley anmerkt, ist das bereinigte Vorsteuerergebnis aber im Rahmen der Erwartungen geblieben. Insgesamt sei die Entwicklung von Einnahmen und Kosten erwartungsgemäß verlaufen. Die Bilanzstruktur überrasche jedoch positiv und beim Abbau der risikogewichteten Aktiva gebe es Fortschritte. Alle anderen Dax-Werte verzeichneten Verluste.