Der Börsen-TagDas nächste Zollopfer: GM kassiert Gewinnprognose
Steigende Materialkosten im Zuge des Zollstreits zwischen den USA und ihren Handelspartnern setzen General Motors (GM) zu. Nach einem Gewinnrückgang im Frühjahr senkt der größte US-Autobauer den Ausblick für 2018. An der Börse kommt das nicht gut an.
Im zweiten Quartal liegt der Überschuss knapp drei Prozent niedriger als im Jahr zuvor. Der Umsatz schrumpft im gleichen Zeitraum um 0,6 Prozent.
Die Ergebnisse seien "solide", sagt Vorstandschefin Mary Barra. Dennoch senkt GM für das laufende Jahr wegen höherer Rohstoffkosten seine Ziele. Die Autobranche leidet etwa unter den Strafzöllen, die die US-Regierung von Donald Trump auf Aluminium und Stahl verhängt hat - und ungünstiger Wechselkurse in Südamerika. Finanzchef Chuck Stevens spricht von "erheblichem Gegenwind". Die Aktie fällt vorbörslich über fünf Prozent.