Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDas sagen Ökonomen zu den US-Inflationsdaten

13.02.2024, 15:03 Uhr

Die Inflation in den USA ist zu Jahresbeginn nicht so stark gefallen wie erwartet. Hier erste Reaktionen von Ökonomen:

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(Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa)

Tobias Basse, NordLB: "Die aktuellen Zahlen zu den US-Konsumentenpreisen liefern der Fed keinen Grund für zügige Zinssenkungen. Auch angesichts der extrem hohen Unsicherheit über die weiteren ökonomischen Entwicklungen in den USA - sowohl hinsichtlich der Preisdaten als auch mit Blick auf die Beschäftigungssituation - dürften die Notenbanker in Washington derzeit eher eine abwartende Strategie verfolgen wollen…"

Elmar Völker, LBBW: "Die Kosten für das Wohnen sind dafür verantwortlich, dass die Inflationsdaten zum Jahresstart eine unangenehme Überraschung bereithielten. Die Jahresveränderungsrate der Konsumentenpreise ist zwar auf 3,1 Prozent gesunken. Der Rückgang war jedoch geringer als erwartet. Blickt man auf die Kerninflation, fällt das Bild noch ungünstiger aus, denn die Jahresrate stagnierte bei 3,9 Prozent. Seit Oktober 2023 ist damit der Trend zur Entspannung an der Inflationsfront im Saldo fast zum Erliegen gekommen ..."

Ulrich Wortberg, Helaba: "Die Inflationsrate hat im Januar auch wegen eines Basiseffektes nachgegeben, allerdings wurde die Konsensschätzung klar verfehlt. Bei den Kernpreisen ist die Jahresrate entgegen den Erwartungen nicht gesunken. Zudem sollte beachtet werden, dass diese zum Vormonat mit 0,4 Prozent überdurchschnittlich stark gestiegen sind. Dies dürfte der Fed missfallen. Die Zinssenkungserwartungen werden verdrängt."

Quelle: ntv.de