Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDax erlebt fürchterlichen Handelstag

03.03.2026, 17:37 Uhr

Der sich ausweitende Nahost-Konflikt und die Furcht vor einer neuen Inflationswelle angesichts rapide steigender Energiepreise haben die europäischen Aktienmärkte einbrechen lassen. An der Frankfurter Börse rutschte der Dax zeitweise über mehr als 1000 Punkte bis auf 23.601 Punkte ab. Am Ende ging der deutsche Leitindex arg gerupft mit einem Abschlag von 3,4 Prozent auf 23.791 Punkte aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 3,6 Prozent tiefer bei 5772 Stellen. Auch dem Euro wurde kräftig zugesetzt, er verlor 0,9 Prozent auf 1,1586 US-Dollar.

"Die Angst vor einer Ölknappheit infolge der Sperrung der Straße von Hormus löst heute eine Verkaufswelle aus", kommentierte IG-Analyst Christian Henke. Je länger die strategisch wichtige Meerenge abgeschnitten ist, desto teurer könnte Öl werden. "Und infolgedessen befürchten die Anleger einen Inflationsschock."

Wie es mit dem Dax kurzfristig weitergeht, hängt von der Dauer des Krieges und der Beeinträchtigung der Energielieferungen ab. Die Notenbanken könnten wegen der Inflationsgefahr über einen restriktiveren Kurs als bisher nachdenken. An den Geldmärkten ist dies bereits angekommen. Die nächste entscheidende Schwelle im Dax stellt die psychologisch wichtige Marke von 23.000 Punkten dar. Im Juni 2025 rund um den US-Militärschlag auf die iranischen Nuklearanlagen war dieser Bereich das Ende einer ausgeprägten Abwärtsbewegung.

Unter Druck blieb der Reisesektor. Lufthansa gaben um 4,1 Prozent nach. Bei den Einzelwerten ließ zudem ein verhaltener Ausblick die Aktien des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf einbrechen. Die im Dax notierten Papiere des Nivea-Herstellers stürzten um 20,1 Prozent ab.

Quelle: ntv.de