Der Börsen-Tag Dax fällt unter 11.000-Punkte-Marke
Neue Sorgen um China und den Handelsstreit mit den USA haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt gründlich die Laune verdorben. Nach einem bereits schwachen Vortag rutscht der Dax unter die Marke von 11.000 Punkten, die er erst zu Wochenbeginn zurückerobert hatte. Der Leitindex fällt 1,5 Prozent auf 10.892 Zähler.
Bereits gestern hatte die Wall Street den deutschen Aktienmarkt in die Tiefe gezogen. Weitere Attacken des US-Präsidenten Donald Trump in Richtung Peking im Corona-Streit wurden von Beobachtern als dramatische Zuspitzung der Lage interpretiert. Nun sorgte China für Unruhe. Es nannte angesichts der Corona-Pandemie erstmals seit fast zwei Jahrzehnten für dieses Jahr kein Wachstumsziel. "Die Ankündigungen des Volkskongresses haben die Anleger richtig verschreckt", sagt Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
China will zudem noch mehr Kontrolle über Hongkong und plant für die Sonderverwaltungsregion ein eigenes Sicherheitsgesetz. Während Marktteilnehmer neue Unruhen in der ehemaligen britischen Kolonie befürchten, dürfte dies auch die Spannungen zwischen den USA und China weiter verschärfen.