Der Börsen-TagDax gibt Gewinne ab und verliert noch deutlich
Anziehende Kurse bei Chipherstellern und Übernahmefantasien im Bankensektor hat die Anleger an den europäischen Aktienmärkten mutiger werden lassen. An der Frankfurter Börse zog der Dax bis auf 24.821 Punkte an. Doch im späten Handel kam er zurück und drehte deutlich ins Minus. Er schloss 0,7 Prozent tiefer bei 24.433 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte dagegen 0,4 Prozent fester bei 6089 Stellen. Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners sieht den Dax derzeit auf Richtungssuche. Den initialen Vortagesverlust hätten offensichtlich einige Schnäppchenjäger zum Einstieg genutzt. Das sichere den deutschen Leitindex nach unten ab. Nach oben hätten zuletzt aber immer wieder zügig Gewinnmitnahmen eingesetzt.
Der Stimmung zuträglich ist, dass es im Nahost-Konflikt keine neuen Kampfhandlungen gibt, nachdem Israel und der Iran am Vortag wieder eine Waffenruhe verkündet hatten. Derweil strahlt US-Präsident Donald Trump weiter Zuversicht im Hinblick auf eine baldige Einigung mit dem Iran aus. Verstärkt wird diese durch Aussagen des iranischen Uno-Botschafters, der Ende Juni als möglichen Termin für eine Vereinbarung in den Raum gestellt hat. Stützend wirkt auch der vor diesem Hintergrund nachgebende Ölpreis.
Im Dax legten Symrise um 7,2 Prozent zu. Die Aktie dürfte im Fahrwasser von Givaudan anziehen. Die Aktie des schweizerischen Wettbewerbers zog nach einer Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank deutlich an. Im MDax fielen K+S um 3,2 Prozent. Der Düngemittelhersteller begibt eine Anleihe im Nennwert von 300 Millionen Euro. Sie kann unter bestimmten Konditionen in bis zu 17,91 Millionen Aktien gewandelt werden, was entsprechend gewinnverwässernd wirkt.