Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDax grenzt Verluste ein

11.03.2026, 12:23 Uhr

Nach der Erholungsrally gestern geht es an den europäischen Aktienmärkten wieder nach unten. Viele Fragen über Fortgang oder Ende des Krieges seien offen und damit blieben die weiteren Auswirkungen auf die Energiepreise unklar, heißt es von CMC Markets. Erneute Kursrückgänge seien mit Meldungen über Raketen auf Ölraffinerien oder Tanker in der Straße von Hormus jederzeit wieder möglich, hatten die Experten bereits vorbörslich gewarnt.

Auf die Stimmung drücken wieder merklich steigende Ölpreise. Brent-Öl verteuert sich um knapp 2 Prozent auf knapp 85 Dollar je Fass. Und das, obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte vorgeschlagen hat, um die Rohölpreise zu senken. Die Freigabe der Reserven könnte die Rohölpreise um 7 Dollar pro Barrel senken, je nachdem, wie viel Öl in die Lager aufgenommen werde, so die Analysten von Goldman Sachs. Die deutsche Regierung ist bereits vorgeprescht mit der Ankündigung hiesige Reserven freizuge en. Die Ölpreise reagieren jedoch kaum.

Der Dax kann seine anfänglich stärkeren Verluste bis Mittag auf 0,7 Prozent eingrenzen und notiert bei 23.810 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,4 Prozent nach. Am Devisenmarkt erhält der Dollar mit den anziehenden Ölpreisen wieder Zulauf, der Euro sinkt deutlich auf 1,1594 Dollar. An den Anleihemärkten geht es mit den Renditen wegen der Inflationsorgen als Folge des Ölpreisanstiegs nach oben. Dazu passen Stimmen aus Kreisen der EZB.

Die EZB könnte nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Kazimir ihr Geldpolitik früher als bisher angenommen straffen. "Der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Inflation bergen das Risiko, dass die EZB die Leitzinsen früher als erwartet anheben muss", sagte er. Und EZB-Chefin Lagarde sagte, die EZB werde alles Nötige tun, um die Inflation in Schach zu halten. Die EZB werde sicherstellen, dass die Franzosen und die Europäer keine Inflationsanstiege wie 2022 und 2023 erlebten, sagte sie im französischen Fernsehen.

Quelle: ntv.de