Der Börsen-TagDax kriegt am letzten Handelstag noch die Kurve
Am letzten Handelstag des Jahres schließt der Dax im Plus. Der deutsche Leitindex gewinnt 1,7 Prozent auf 10.558 Punkte und kommt weitgehend ohne Verlierer aus.
Lediglich die Aktie von Fresenius Medical Care gibt um 0,70 Prozent deutlich nach - und bleibt so auf Talfahrt. Weil der Dialysekonzern mit Gewinnwarnungen bei den Anlegern viel Kredit verloren hatte, notieren die Aktien derzeit auf dem tiefsten Niveau seit Ende 2014. Die rote Laterne in der ersten deutschen Börsenliga wird vermutlich die Deutsche Bank halten - mit Abgaben von aktuell fast 57 Prozent im Jahr 2018. Ein rabenschwarzes Börsenjahr, geprägt vom Umbau des größten deutschen Geldhauses geht damit zu Ende.
Die Meisterschaft im deutschen Leitindex geht in diesem Jahr wohl an den Indexneuling Wirecard. Der Kurs des Bezahldienstleisters sackte zwar seit der Dax-Aufnahme im September deutlich ab, auf Jahressicht steht aber noch immer ein satter Gewinn von etwa 40 Prozent zu Buche. Die Aktie baut diesen mit einem Anstieg um 3 Prozent aus.
"Das Börsenjahr 2018 war ein Reinfall ins Wasser", fasste Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG Market zusammen. Mit einem Kursverlust von fast 20 Prozent dürfte zu Jahresbeginn noch kaum jemand gerechnet haben. Denn das Jahr hatte gut angefangen. Am 23. Januar markierte der Dax mit 13.596,89 Punkten noch ein Allzeithoch.
Es ist zudem das erste Mal seit 2011, dass der Leitindex keinen Gewinn einfährt. Das Jahresminus ist zudem der höchste Abschlag seit 2008. Im Jahr der Finanzkrise war der Dax allerdings um gut 40 Prozent nach unten gerauscht.
Im nun zu Ende gehenden Jahr verdarben die steigenden US-Zinsen vielen Anlegern die Kauflaune. Hinzu kam die Befürchtung, der amerikanisch-chinesische Zollstreit könnte die Weltkonjunktur schwächen, und die Unsicherheit über den Brexit sowie die immer wieder aufkeimenden Haushaltsprobleme Italiens.