Der Börsen-TagDax mit starkem Endspurt wieder über 25.000
Angesichts der ungewissen Lage in Nahost haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt lange Zeit kaum aus der Deckung getraut. Doch am Nachmittag kam Dynamik in den Handel an der Frankfurter Börse. So schloss der Dax 0,9 Prozent fester bei 25.118 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 1,3 Prozent höher bei 6282 Stellen.
Heute beruhigte sich die Lage am Ölmarkt etwas. Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI gaben deutlich nach. Aus Sicht von RoboMarkets-Analyst Jürgen Molnar bleiben diese Daten ein dominierender Faktor an den Börsen. "Steigende Energiepreise schüren die Sorge vor neuer Inflation, einer restriktiveren Geldpolitik der Notenbanken und einer Belastung für die Weltwirtschaft", fasste der Kapitalmarktexperte zusammen. Die Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in diesem Jahr noch anheben könnte, um die Inflation einzudämmen, nahmen wieder zu.
Bei den Einzelaktien gingen die Chipwerte nach dem jüngsten Ausverkauf im Tech-Sektor auf Erholungskurs. Für bessere Stimmung sorgte ein Bericht, wonach China plant, einheimischen KI-Firmen einen begrenzten Zugang zu den H200-Chips des KI-Marktführers Nvidia zu gewähren. Im Dax gewannen Infineon 4,3 Prozent. Im MDax legten Siltronic und Aixtron um 13,4 beziehungsweise 5,9 Prozent zu.
Den Fokus richteten die Investoren zudem auf Volkswagen. Die Pläne für weitreichende Werksschließungen in Deutschland nahmen einem Medienbericht zufolge konkrete Formen an. Begleitet von Protesten an allen heimischen Standorten beriet der Aufsichtsrat über einen Zukunftsplan. Die Aktien gaben im Dax um 1,2 Prozent nach.