Der Börsen-TagDax rauscht in die Tiefe
Die Angst vor einer globalen Energiekrise durch den Iran-Krieg hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss erneut in Unruhe versetzt. Der Dax drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus. Am Nachmittag rauschte der Leitindex dann kräftig in die Tiefe, Grund war die mit Verlusten startende Wall Street. "Der Dax zollt dem massiven Inflationsdruck bereits jetzt gnadenlos Tribut, während positive Impulse auf dem Parkett schlichtweg Mangelware sind", sagte Frank Sohlleder von ActivTrades. Kurzum: Es war eine Woche zum Vergessen für die europäischen Aktienmärkte insgesamt.
Der Dax ging mit einem kräftigen Abschlag von 2,0 Prozent auf 22.385 Punkte ins Wochenende. Der EuroStoxx50 notierte 1,7 Prozent tiefer bei 5518 Stellen.
Auf der Unternehmensseite mussten einige Werte am sogenannten Hexensabbat zum Teil deutliche Kursausschläge hinnehmen. Zu diesem großen Verfallstermin werden an den Terminmärkten Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig. Investoren versuchen daher, die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung zu bewegen. Zu den Gewinnern im Dax zählten Infineon und Heidelberg Materials mit einem Plus von 1,5 beziehungsweise 3,2 Prozent. Dagegen gaben SAP um 3,9 Prozent nach.
Die Aktien der Rüstungsfirma Vincorion haben ein erfolgreiches Börsendebüt verzeichnet. Der Kurs lag bei 18,63 Euro nach einem Ausgabepreis von 17 Euro.