Der Börsen-TagDax steckt fest - Nagarro-Kurs geht durch die Decke
Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt verunsichert. An der Frankfurter Börse bewegte sich der Dax lange Zeit in einer engen Spanne und schloss 0,2 Prozent tiefer bei 24.627 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent fester bei 6236 Stellen. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hatte sich am Wochenende mit wechselseitigen Attacken wieder verschärft. Die beiden Länder planen nun laut einem Medienbericht für Dienstag ein Treffen in der katarischen Hauptstadt Doha, um ihren Streit beizulegen. Vermittler haben indes Insidern zufolge Kommunikationskanäle eingerichtet, um mögliche Zwischenfälle und damit eine erneute Eskalation wie am Wochenende zu verhindern.
Experten zeigten sich jedoch zurückhaltend. "Im Wesentlichen geht es hier um die Zukunft des Atomprogramms im Iran, die Hoheit über die Straße von Hormus und die Situation im Libanon", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. "Keine einfachen Themenfelder, die auch in den kommenden Wochen für hitzige Gemüter auf allen Seiten sorgen werden."
Bei den Einzelwerten sorgten Nagarro mit einem Plus von 87,7 Prozent auf 76,98 Euro für Gesprächsstoff. Der Münchner Softwareentwickler steht vor dem Verkauf nach Indien. Der Rivale Persistent Systems bietet 81 Euro je Aktie und hat sich bereits mehr als 20 Prozent der Nagarro-Anteile von dessen Großaktionär, der Familie Dürschmidt, gesichert.
Wieder aufgeflammte Spekulationen um eine Fusion mit der US-Tochter T-Mobile setzten Deutsche Telekom zu. Die Aktien fielen um 5,5 Prozent und gehörten damit zu den größten Verlierern im Dax.