Der Börsen-TagDax wird wohl etwas fester starten

Mit einem etwas festeren Start in die neue Woche rechnen Händler zum Wochenauftakt an den Börsen in Europa. Stärkere Vorlagen für den Gesamtmarkt von Wirtschaftsdaten würden nicht erwartet, dagegen rücke die Berichtssaison stärker in den Fokus, heißt es im Handel. Der Dax notiert vorbörslich 0,2 Prozent höher bei 13.017 Punkten.
Auch von den Devisen- und Rentenmärkten kämen kaum Impulse. Der Euro tendiert knapp über der 1,18er-Marke seitwärts zum US-Dollar, nachdem er am Freitag im Umfeld diverser neuer US-Daten zunächst zugelegt und dann wieder nachgegeben hatte. In China sind derweil die Verbraucherpreise im September wie erwartet etwas weniger gestiegen als noch im Vormonat, die Erzeugerpreise legten dagegen stärker zu als gedacht.
Die Wahlen vom Wochenende werden unterschiedlich gewertet. In Österreich wird mit Spannung darauf gewartet, wie die Märkte auf den Wahlsieg von Sebastian Kurz von der ÖVP reagieren werden. In Deutschland wird hingegen keine Reaktion auf die Regionalwahl in Niedersachsen erwartet mit dem Sieg der SPD und der Niederlage der CDU. "Für die Märkte ist nur wichtig, dass Deutschland weiter Europa stützt, solange Merkel Kanzlerin bleibt", sagt ein Händler.
Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit auch auf das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York. Von den Zahlen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen.
Daneben blicken Börsianer gebannt in Richtung Spanien, wo ein Ultimatum der Zentralregierung in Madrid ausläuft. Bis zum Vormittag soll der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont erklären, ob er einseitig die Unabhängigkeit Kataloniens erklärt habe oder nicht. Puigdemont hatte die Entscheidung über eine Loslösung der Region von Spanien zunächst ausgesetzt.